Epigenetik – da sieht mein Schulwissen alt aus

Epigenetik - Sachbuch RezensionDas, was ich in der Schule über die DNA und Vererbung gelernt habe, stimmt nicht mehr. Es ist aber auch nicht richtig falsch. Das Wunder des Lebens ist schlicht und einfacher wesentlich komplexer und flexibler als uns das damals beigebracht wurde.

So ließ mich das Buch „Epigenetik. Wie unsere Erfahrungen vererbt werden“ vor allen Dingen mit einer Frage zurück:

Was von all dem Schulwissen, das ich mir in den Jahren von 1974 bis 1987 angeeignet habe, stimmt noch und was ist überaltert?

Cholesterin aus Eiern ist nicht ungesund, die DDR gibt es nicht mehr, die DNA ist nicht Alleinherrscherin über meinen Phänotyp und Mutationen sind nicht der einzige Weg, auf dem Veränderungen im Leben erscheinen können. Das ist mehr als faszinierend.

Auch dieses Buch von Bernhard Kegel ist wieder gut zu lesen – vorausgesetzt, man muss es nicht mitten im Kapitel zur Seite legen, weil die Eltern anrufen, deren Gene vielleicht gar nicht so viel Bedeutung für mich haben. Was mein Großvater in einer bestimmten Lebensphase gegessen hat, könnte genauso wichtig gewesen sein.

Viel gelernt, viel gestaunt und mit vielen Fragen über das Leben an sich und die durchschnittliche Haltbarkeit von Faktenwissen wieder aus dem Buch aufgetaucht!

Bleibt nur mein ganz persönliches Luxusproblem: jetzt habe ich alle Sachbücher von Bernhard Kegel gelesen. Und nun?

Weitere Angaben zum Sachbuch:

Bernhard Kegel

Epigenetik
Wie unsere Erfahrungen vererbt werden

Dumont Taschenbuch
ISBN 978-3-8321-6318-1

Ich bedanke mich beim Dumont-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Vollständig – hier findet Ihr alle Rezensionen zu den Büchern von Bernhard Kegel:

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