Pompejanum Aschaffenburg – mein Rom, meine Villa, mein Museum

IMG_20160430_085008Manchmal ist die Welt ein seltsamer Ort und wird gerade erst dadurch schön. Ein König ist, ganz Kind des 19. Jahrhunderts, von der Antike begeistert. Inspiriert von den Ausgrabungen in Pompeji lässt er sich eine römische Villa bauen, samt Wandmalereien und Mosaiken.

Doch er möchte nicht in dieser Replik leben. Sie dient rein pädagogischen Zwecken und hat einen klaren Bildungsauftrag: das Haus, das so in Pompeji hätte stehen können, soll helfen, die Antike begreifbar zu machen.

Hier wird nicht das römische Alltagsleben gezeigt, sondern die opulente, bunte Prachtentfaltung der Oberschicht. Menschen kommen nur am Rande vor.

Damit ist die Villa, die heute ein Museum ist, ein Statussymbol, das ein antikes Statussymbol zeigt.

Im Zweiten Weltkrieg wird die Replik einer römischen Villa schwer beschädigt und ist fortan die Ruine, die sie nie sein sollte. Ziel des Königs war es damals, die römische Antike in ihrer vollen Pracht erfahrbar zu machen. Nun ist auch sein Statussymbol nicht mehr als ein Trümmerhaufen und gesellt sich zu den vielen anderen Ruinen auf dieser Welt.

Heute ist das Pompejanum in Aschaffenburg ein Mischwesen. Teils prächtige Villa, teils konservierte Ruine. Ein Ort zum Staunen und zum Kopfschütteln über Könige und Adlige aller Zeiten.

Details aus dem Pompejanum Aschaffenburg

Mosaiken und Wandmalereien im Pompejanum Aschaffenburg

Infos zum Museum:

Pompejanum Aschaffenburg

Pompejanumstraße 5
63739 Aschaffenburg

Das Museum wird nicht geheizt – unbedingt eine Jacke mitnehmen!

Im Anschluss an den Museumsbesuch im Pompejanum Aschaffenburg empfehle ich einen Spaziergang durch den Park Schönbusch, einem der frühesten Landschaftsgärten Deutschlands. Dort kann man auch das typische Kegelspiel eines Barockgartens ausprobieren – viel Spaß dabei!

3 Kommentare

  1. Ha, das ist ja mal ein Tipp!! NIE davon gehört, obwohl ziemlich nahe! Und ich weiss jetzt, was ich am Wochenende mache, danke.

  2. Pingback:Nochn Tipp. – LandLebenBlog

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