Rheinisches Landesmuseum Trier

Eingang zum Rheinischen Landesmuseum TrierEin großes, begehbares Geschichtsbuch: so kam mir das Rheinische Landesmuseum in Trier vor. Eines dieser Museen, bei denen man sich erinnern sollte, dass es keinerlei Verpflichtung gibt, sich jedes einzelne Schaustück anzuschauen. Geht auch gar nicht, denn dazu gibt es einfach zu viele Funde im Raum Trier.

Ein wenig Frühzeit, sehr schöne Objekte aus der Zeit der Kelten, etwas über die Franken, das Mittelalter. Dazwischen vor allen Dingen Römer in allen Varianten: Leben und lieben, wohnen und arbeiten, Krieg und Spiele.

Bei einer solchen Fülle ist es schwierig, einzelne Objekte im Gedächtnis zu behalten. Das hier blieb bei mir hängen (völlig unsortiert und subjektiv):

  • der Römersprudel, der schon auf die Kelten zurück geht. Mineralwasser ist keine Erfindung der Neuzeit, auch die Kelten wussten das Wasser schon zu schätzen.
  • römischer Wein, der mit dem Saft von Holunderbeeren gefärbt wurde und auch sonst einige spannende Zutaten enthielt.
  • die römische Straßenkarte, die sich so gar nicht um geographische Gegebenheiten kümmerte, sondern eher anzeigte, wohin man kommt, wenn man an der nächsten Kreuzung links abbiegt.
  • mal wieder bemerkt, dass schlechter Geschmack und Massenware älter ist, als man glaubt. Kein Wunder, dass griechische Skulpturen bei den Römern hoch im Kurs standen!
  • der Einblick in das Scherben-Wirr-Warr in einem mittelalterlichen Brunnen. So wird klar, was man in aufgelassenen Brunnen finden kann und in welchem Zustand. Archäologie erlebbar gemacht.

Kurz: Besuch lohnt sich, Zeit mitbringen.

Informationen zum Rheinischen Landesmuseum Trier findet Ihr hier auf der Webseite.

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