Zoë Beck – Brixton Hill – Rezension

Eigentlich lese ich ja keine Krimis. Auch keine Thriller. Eigentlich wollte ich in Brixton Hill auch nur kurz reinlesen, weil ich neugierig auf Zoë Becks Schreibstil war. Bereits nach wenigen Sätzen war klar, dass es diesmal anders laufen wird. Die Geschichte entwickelt bereits auf der ersten Seite einen Sog, der das ganze Buch lang andauert. Dieser Sog wird durch den Rhythmus der Erzählung noch verstärkt. Jeder Satz und jedes Kapitel…

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Rudi Beiser – Kraft und Magie der Heilpflanzen – Rezension

Der Dezember hielt einige Leseüberraschungen für mich bereit. So begegnete mir in diesen Tagen das für mich schönste Buch 2013: „Kraft und Magie der Heilpflanzen“ Das beginnt schon beim Textil-Einband, der wunderbar in der Hand liegt und eine Buch-Kuschlerin wie mich sofort begeistert. Auch das Layout und die Illustrationen sind ein Genuss! Ganz mutig wurde weitesgehend auf Bestimmungsfotos verzichtet und den Tusch-Aquarellen von Stephanie Böhm viel Platz eingeräumt. So wirkt…

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Maike Grunwald – Vom Glück mit Katzen zu wohnen – Rezension

Von Kratzbäumen und Sofas Den Begriff „Coffeetable-Book“ mochte ich noch nie. Seelenschmeichler-Bücher fände ich angemessener. Coffeetable-Book klingt nach einer wohl aufgeräumten Wohnung, die exquisit dekoriert wurde. Mittendrin auf einem kleinen Tisch, der sonst zu nichts nütze ist, liegt ein schön anzusehendes, aufgeschlagenes Buch. Möglicherweise gibt es solche Wohnungen. „Vom Glück mit Katzen zu wohnen“ gibt sich wirklich große Mühe, mich an deren Existenz glauben zu lassen. So tauche ich ein…

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Terry Pratchett – Dunkle Halunken – Rezension

Danke, London! Dickens, Königin Victoria und die Kanalisation Terry Pratchett hat mit „Dunkle Halunken“ seine Schulden beglichen. Im Laufe der Jahrzehnte hat er für seine fast 40 Scheibenwelt-Romane sehr vieles aus der Londoner Stadtgeschichte entliehen, entlehnt und stibitzt. Der Fluss Ankh und die Themse, der Stadtteil Schatten und Seven Dial, die Wache und die Metropolitan Polizei von Robert Peel haben viel miteinander gemeinsam. Ankh Morpork und London sind mindestens seelenverwandt.…

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Katja Behrens – Adam und das Volk der Bäume – Rezension

Das Volk der Bäume Was ist der Mensch ohne Wurzeln? Manche Menschen entspannen sich am Meer, andere in den Bergen. Berge oder Meer? Das ist mir egal, hauptsache es gibt dort einen Wald. Wenn ich Wald sage, meine ich einen richtigen Wald, keine in praktische Planquadrate aufgeteilte Forstplantage mit lauter altersgleichen Bäumen und schnurgeraden Wegen, auf denen man morgens schon sieht, wen man nachmittags zum Kaffee treffen wird. Ich meine…

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Susanne Diehm – Hannahs fabelhafte Welt des Kreativen Schreibens – Rezension

Genre-Grenzgänger Ein Roman ist ein Roman ist ein Sachbuch über das Schreiben „Hannahs fabelhafte Welt des Kreativen Schreibens“ ist ein Fachbuch, das vorgibt, ein Roman zu sein und in dem die Heldin lernt, einen Roman zu schreiben, woraus dann doch ein Fachbuch wird. Was daran liegen könnte, dass ihr Leben romanhaft genug ist. So hat Hannah am Ende des Buches genug Stoff für einen Roman zusammen und stellt in der…

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Gary Dexter – Der Marodeur von Oxford – Rezension

Gary Dexter Marodeur von Oxford

„Es gibt nichts Trügerischeres als eine offensichtliche Tatsache.“  Sir Arthur Conan Doyle  Psychopathia Sexualis und andere menschliche Rätsel Gleich in der ersten Geschichte ist mir ein Satz begegnet, der mich für den Rest des Buches nicht mehr los ließ: „Und ich dachte, ich sei fast der Einzige …“ Doch erst einmal der Reihe nach: Dr. Henry St. Liver löst Kriminalfälle im viktorianischen England, die meist ohne wirkliches Verbechen auskommen und die…

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Museumsbesuch – Fit fürs Museum – Rezension

Ein Ausflug mit der Kultursportgruppe? Fit fürs Museum – wie Museen Spaß machen „Fit fürs Museum“ von Andreas Blühm aus dem Hatje Cantz Verlag ist ein glücklicher Bibliotheksfund. So ganz werde ich die Systematik, nach der Bibliotheken ihre Bücher präsentieren, nie verstehen. Das macht aber nichts, denn es bereitet mir viel Vergnügen, planlos an den Regalen entlangzustreifen und zu warten, welches Buch mich anspringt. „Fit fürs Museum“ ist genau so…

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Andreas Séché – Namiko und das Flüstern – Rezension

Namiko und das Flüstern - Roman von Andreas Séché

Japan, die Liebe und ein alter Traktor „Namiko und das Flüstern“ Ein junger Journalist recherchiert in Japan zum Thema Gärten. Er sieht die Pflanzen, er erkennt die Struktur der Gärten, doch er begreift sie nicht. Durch seine Zufallsbegegnung mit Namiko wird sich das ändern, denn durch sie lernt er, das Leben, die Liebe und Japan zu verstehen. Für Japan wird er am längsten brauchen. Um sich dem Phänomen Japan anzunähern…

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