Die verborgene Tierwelt unserer Städte

Der Anfang täuscht. Was mit einer toten Kakerlaken beginnt, wird schnell sehr lebendig. Ein Jahr lang muss es der Biologe Marco Granata aus beruflichen Gründen in der Großstadt aushalten. Häusermeere, Beton, viele Menschen, wenig Grün – für ihn, der sonst in der Nähe der Berge lebt, eine lebensfeindliche Umgebung. Doch es kommt anders. Ein bisschen zumindest.Ausgehend von der toten Kakerlake beginnt er, Insekten in der Wohnung zu erforschen. Von dort geht es auf den Balkon zu den Schmetterlingen und weiter zu den Vögeln. Seine Kreise werden größer. Säugetiere wie Eichhörnchen und Füchse folgen. Bis er schließlich am Stadtrand ankommt, wo die Stadt in die Natur übergeht. Ich fand das Buch »Die verborgene Tierwelt unserer Städte« immer dann besonders stark, wenn der Autor seine Sicht auf die urbane Wildnis reflektiert. Zunächst verschleiert ihm die Sehnsucht nach den heimatlichen Bergen den Blick. Doch er entschließt sich, die Natur der Städte so zu betrachten, wie er auch Berge … Die verborgene Tierwelt unserer Städte weiterlesen

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