Du musst gar nichts: den Selbstoptimierungswahn elegant umschiffen

Ich muss, ich muss, ich muss gar nichts. Den Song von Antje Schomaker hatte ich bei der Lektüre von Martin Brunners „Du musst gar nichts. Für alle, die nicht mehr mitmachen wollen“ sofort im Ohr. In 54 kurzen Kapiteln hinterfragt der Autor alles, was man angeblich so tun muss: Interessant und schön sein, an Challenges teilnehmen, zu allem eine Meinung haben, für seine Arbeit brennen, Ziele haben, die Welt retten und ewig leben. Im Kapitel „Ich muss nicht meine Komfortzone verlassen“ liest sich das so: Und das nervtötendste Mantra dieser Optimierungskultur lautet: Verlasse deine Komfortzone. Als wäre unser ganzes Leben ein schlecht gelauntes Bootcamp, in dem man ständig beweisen muss, wie viel Unannehmlichkeit man aushält, um ein wertvoller Mensch zu sein. Martin Brunner – Du musst gar nichts. Seite 19 Denn die Ironie ist ja, dass uns das Leben sowieso ständig aus unserer Komfortzone hinausbefördert. Niemand von uns kann durchgehend … Du musst gar nichts: den Selbstoptimierungswahn elegant umschiffen weiterlesen

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