Von der Notwendigkeit, das Leben zu verstehen

Langsam lesen. Ganz wichtig. Jede einzelne Kurzgeschichte aus „Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen“ nachwirken lassen. Der genauso exakte wie poetische Stil von Pippa Goldschmidt hat das verdient und nur dann bekommt man diesen einen Punkt mit, an dem die Geschichte vom Realen ins Surreale wechselt. Wobei man sich als Leser dabei nie ganz sicher ist. Vielleicht ist dass, was dann folgt, auch nur der Teil der Realität, den man selbst bisher ausgeblendet hat? Vielleicht sind Menschen wirklich so? Pippa Goldschmidt erzählt von Forschern und Wissenschaftlerinnen, die die komplexesten Formeln verstehen, aber mit ihren Mitmenschen an ihre Grenzen kommen. Auch wenn in diesen Kurzgeschichte Turing, Einstein und Oppenheimer auftreten, sind es doch die Frauenfiguren, die mir im Gedächtnis bleiben werden. Denn während die Männer „nur“ mit ihren unwissenschaftlichen Gefühlen kämpfen und Auswege erfinden, erleben die Frauen zusätzlich, dass sie einem viel größeren Schlachtfeld erst gar nicht entfliehen können – genauso wenig wie dem Platz, … Von der Notwendigkeit, das Leben zu verstehen weiterlesen

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