Reise in den Alltag – Ein Jahr an der Côte d’Azur
„Beinahe wäre ich beim Joggen auf den Oliven auf der Straße ausgerutscht.“ S. 164 Ist so ein Satz nicht einfach dreist und gemein? Überhaupt erfordert die Lektüre von „Ein Jahr an der Côte d’Azur“ einiges an Charakterstärke und Gelassenheit. Andernfalls muss der Leser vor Neid in sein Lesezeichen beißen. Oder sich damit trösten, dass die Aussicht vom Balkon der Wohnung in Nizza, in der Annika Joeres ein Jahr lang mit ihrem Freund lebt, zwar wunderschön, dafür jedoch die Wohnung selbst eine Bruchbude ist. Das war den beiden bei der Besichtigung vor lauter Meerblick gar nicht aufgefallen. Annika Joeres schwankt zwischen Leben-im-Süden-Verzauberung und nüchternen Blick auf den Alltag als Expat – genau das macht das Buch für mich so authentisch. Sie schwärmt von Spaziergängen an der Strandpromenade und von Wanderungen im Hinterland und flucht über die unzuverlässige Internet-Verbindung, die ihre Arbeit als Journalistin behindert. Auch sie wartet – wie anscheinend alle Schriftsteller in … Reise in den Alltag – Ein Jahr an der Côte d’Azur weiterlesen
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