Die Surrealistin: Roman über Leonora Carrington. Und über Max Ernst.

Mich auf Leonora Carringtons Bilder einzulassen erfordert immer Mut. Es ist, als würde ich in der Dämmerung auf einem Sprungbrett stehen. Unter mir schimmerndes Wasser. Darin Schemen von Menschen, Wesen und Tieren, die nicht so aussehen, wie die Tiere, die mir vertraut sind. Nichts davon erscheint auf den ersten Blick gefährlich. Doch kann ich dem Frieden trauen? Bin ich bereit, einzutauchen und mich den dort wirkenden Kräften zu überlassen? Meine Rationalität sucht in dieser Situation einen Ausweg und beginnt, Fragen zu stellen: Was ist das für ein Mensch, der so malen kann? Wie hat sie es gemalt, woher kam die Inspiration? Und muss man ein wenig verrückt sein, um solche Bilder zu erschaffen? Fragen, um die auch der biographische Roman „Die Surrealistin“ von Michaela Carter kreist. Auf fast alle findet er eine Antwort. Nicht alle davon überzeugen mich, denn zu viele davon sind mit Max Ernst verknüpft. Zumindest war das … Die Surrealistin: Roman über Leonora Carrington. Und über Max Ernst. weiterlesen

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