Patti Smith – M-Train

Manchmal gefällt ein Buch, gerade weil es nicht der Erwartungshaltung entspricht. Anscheinend hatte ich mit nach der Lektüre von just Kids ein Bild gemacht, wie Patti Smith erzählt und schreibt. Nun, M-Train ist anders. Während in just Kids noch konkrete Erlebnisse und biographische Reflexionen im Mittelpunkt stehen, ist M-Train viel mehr ein Blick ins Gemüt der Künstlerin und kommt mit erstaunlich wenig konkreter Handlung aus. Das war für mich gelinde gesagt ungewohnt und so habe ich, obwohl ich das Buch vom ersten Kapitel an großartig fand, eine Weile gebraucht, um mich darin zurechtzufinden. Bewusst wurde mir mein Fremdeln mit der Erzählweise erst gegen Ende. Da fällt ein für mich geradezu magischer Satz: Ich habe in meinem eigenen Buch gelebt. Einem Buch, das die vergangene und zukünftige Zeit festhält. Patti Smith, M-Train Wer so lebt, dem fehlt das Jetzt. Doch schreiben, kreativ sein, ist nur im Jetzt möglich. Für mich war das der Schlüsselsatz: M-Train wirkt … Patti Smith – M-Train weiterlesen

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