Schneller, als Darwin dachte: Evolution in Echtzeit – eine Chance für bedrohte Arten?
Evolution ist, wenn aus einem Dinosaurier ein Huhn wird. Das dauert Millionen von Jahren und lässt sich an Fossilien ablesen. Schnelle Evolution ist, wenn meine Großmutter noch einen Ostsee-Kabeljau auf den Tisch bringen konnte, der eine Familie satt machte, und der Kabeljau heute so klein ist, dass er schon gar nicht mehr gefischt wird. Was passiert da? Passen sich Arten wirklich schneller an? Oder sind unsere Forschungsmethoden genauer geworden, so dass wir heute Veränderungen dokumentieren und erklären können, die uns früher gar nicht aufgefallen wären? Beides ist wahr. Und das ist das Schöne an Bernhard Kegels Buch: Es verzichtet sowohl auf Alarmismus als auch auf einfache Antworten. Vielmehr erklärt es leicht zugänglich, wie Evolution funktioniert und dass sie immer stattfindet, direkt vor unseren Augen. „Leben evolviert – immer, überall, zu jeder Zeit und an jedem Ort, unabwendbar, gestern, heute, morgen. Neu ist nur, dass in den letzten Jahrzehnten immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zugesehen…














