Besser als Ostalgie: Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat
Am Kauf dieses Buchs ist der Titel nicht ganz unschuldig: „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat.“ Auch meine Familiengeschichte ist mit Schuld: Meine Mutter ist Republikflüchtling; meine Oma kam als Rentnerin zu uns in den Westen. Das Thema DDR war bei uns immer präsent. Kurz musste ich daran denken, dass meine ostdeutschen Großtanten das Versprechen von Helmut Kohl wirklich geglaubt hatten. Ich hatte mir damals gewünscht, dass unsere Brüder und Schwestern im Osten nicht von unserer Politik-Wirtschafts-Verwaltungs-Maschinerie überrollt werden. Meine Großtanten wollten nur ein schnelles Ende der DDR. Das Ausbleiben der blühenden Landschaften und alles, was daraus entstanden ist, haben sie nicht mehr erlebt. Zack, lag die Sonderausgabe in meinem Einkaufswagen bei der Bundeszentrale für politische Bildung. Das war eine gute Entscheidung! Dialektik und Gummihopse: Aufgewachsen in der DDR – wie ging es dann weiter? Was wie ein loses Gespräch bei dem einen oder anderen Glas beginnt, entwickelt schon nach wenigen…














