Wandernde Himmel – langsam erzählt mit viel Raum zum Nachdenken
Wer den SF-Roman „Wandernde Himmel“ lesen möchte, sollte einen langen Atem mitbringen, denn die Geschichte entwickelt sich sehr gemächlich. So gemächlich, dass ich beim Lesen dachte: ist das wirklich ein Science Fiction oder nicht doch eine Hof-Intrige aus einem vergangenen Jahrhundert? Denn der Plot würde nicht nur mit einer Weltraumkolonie funktionieren, sondern auch zwischen verfeindeten Adelsgeschlechtern. Zwei Staaten – Erde und Mars – suchen nach einem verheerenden Krieg Wege der Annäherung, denn der eine hat die Rohstoffe, der andere begehrte hochentwickelte Technik. Als Unterpfand wird eine Gruppe Kinder auf die Erde geschickt. Fünf Jahre später, als junge Erwachsene, kehren sie zurück auf den Mars. Nun kennen sie beide Welten. Die Erde mit ihrem Wildwuchs-Kapitalismus – oder ist es zerstörerischer Wahnsinn? Der Mars mit seiner Gemeinwohl-Ökonomie – oder ist es eine Diktatur? Interessant, dass sich diese Geschichte eine Autorin aus China ausgedacht hat. Doch sie liefert keine einfachen Antworten. Sie lässt die Jugendlichen Revolutionen planen, Kunst…














