Mama Superstar: Heimat ist, was Mütter daraus machen

Buch Mama Superstar

Töchter erzählen über das Leben ihrer „Migrant Mamas“, Mütter, die nicht in Deutschland geboren wurden. Um genau zu sein: Sie feiern ihre Mütter, denn jetzt, wo sie selbst junge Erwachsene sind, können sie all das würdigen, was ihnen als Jugendliche noch peinlich war. Oder auch das, was ihnen als Kind ein Gefühl von anders sein gab – sei es, weil im Treppenhaus nur vor ihrer Haustür die Schuhe standen, oder weil es aus ihrer Küche so ganz anders roch als in den Küchen ihrer Freunde.

Entstanden ist ein Buch mit Lebensgeschichten, dass mich mit seiner Herzenswärme überrumpelt hat. Ich, die Familiengeschichten meidet, wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Unglaublich, mit wie viel Mut diese Frauen ihr neues Leben in Deutschland angegangen sind und was ihnen zu Beginn alles fremd war. Da gibt es die Geschichte der Südamerikanerin, die sich auf ihren ersten Karneval in Deutschland freut, um dann festzustellen, dass hier im Sitzen gefeiert wird. Oder die der Inderin, die erst nach dem ihre Imbissbude abgebrannt war, versteht, warum sie all die Jahre in eine Versicherung einbezahlt hat. In „Mama Superstar“ steckt das pralle Leben.

Als Kinder haben wir unseren Mamas oft das Gefühl gegeben, dass das, was sie können und was sie tun, nicht genug ist.

Manik Chander und Melisa Manrique im Interview auf BR.de


Ein Gefühl, dass viele erwachsen gewordene Kinder kennen. Man war als Kind nicht immer fair. Die Töchter aus diesem Buch haben die Chance ergriffen, aus vollem Herzen DANKE zu sagen und ihre Mütter für ihre Lebensleistung, für das Erschaffen von Heimat für eine ganze Familie, aber vor allem für ihre Einzigartigkeit zu feiern.

Infos zum Buch:

Manik Chander und Melisa Manrique

Mama Superstar
Elf Porträts über Mut, bedingungslose Liebe und kulturelle Vielfalt

Mentor Verlag

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