Alte Wege. Einfach losgehen? Von wegen.

Alte Wege von Robert Macfarlane. Das Buch liegt auf einem Weg aus alten Ziegelsteinen.

Wir kamen nicht zusammen, dieses Buch und ich. Dabei ist es in einer schönen klaren, exakten und zugleich poetischen Sprache geschrieben. Zudem handelt es vom Draußen sein, vom Wandern und Gehen. Auch davon, dass alles zusammenhängt – das Gestern mit dem Heute, jeder Mensch mit jedem anderen, die Sprache mit der Welt und einfach alles mit der Natur.

Es hätte exakt mein neues Lieblingsbuch aus dem Genre Nature Writing sein können.

Doch ich wollte den Erzähler mehr als einmal schütteln. Hätte er nicht wenigstens ein einziges Mal einfach loslaufen können, ohne vorher fast vergessene Dichter und Denker zu zitieren? Einfach nur losgehen, ohne zuerst Wochen in Bibliotheken zu verbringen? Einmal den ersten Schritt machen, ohne vorher noch gälische Verse zu zitieren?

Er konnte nicht.

Weswegen ich die Lektüre abgebrochen haben. Schade, zumal mir ein anderes Buch von ihm hervorragend gefallen hat: Robert Macfarlane – Karte der Wildnis.


Angaben zum Buch:

Robert Macfarlane
Alte Wege

Übersetzt von Andreas Jandl und Frank Sievers


Reihe Naturkunden – Band 25
herausgegeben von Judith Schalansky


Matthes & Seitz Verlag

Mehr über den Autor im SZ Magazin


Seltsamer Zufall? Auch mit dem Namensvetter „Über alte Wege“ wurde ich nicht wirklich warm. Hier findet ihr meine Rezension zu dem Buch von Mathijs Deen: Über alte Wege. Eine Reise durch die Geschichte Europas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert