Unser Gehirn als Wohngemeinschaft: Die Beneficial Thinking Methode

Buchcover: Glück entsteht im Kopf. Die innovative Beneficial Thinking-Methode zeigt dir Schritt für Schritt, wie du dein Gehirn verstehst, ungünstige Muster erkennst und neue, stärkende Bahnen im Kopf anlegst.

„Glaube nicht alles, was du denkst.“ Dieser Satz hat mir schon in vielen belastenden Situationen weitergeholfen. Aber warum ist das so? Wie kann das sein, dass unser Gehirn auf eine eigentlich banale Begebenheit mit Gefahrenabwehr reagiert – Anspannung, erhöhter Puls, Stress? Wieso greife ich zu Chips, obwohl ich genau weiß, dass ein kurzer Spaziergang besser wäre? Weshalb treffe ich unkluge Entscheidungen und komme aus eingefahrenen Verhaltensmustern nicht heraus?

Dr. Karella Easwaran kann das erklären. Vor allem kann sie das sehr niederschwellig erklären. Lediglich der Titel „Beneficial Thinking-Methode“ ist kompliziert. Doch die Arbeitsweise unseres Gehirns beschreibt sie so bildreich, dass die ganze Familie vom Schulkind bis zu den Großeltern damit arbeiten kann.

Unser Gehirn, ein Haus voller Charakterköpfe

Stellen wir uns einfach vor, unser Gehirn sei ein dreigeschossiges Haus. Im Keller wohnen das Krokodil (Stress, Verteidigung, Flucht) und die Taube (Ruhe, Entspannung). Sie bekommen die Informationen von Amy (Gefahrenabwehr, Auswertung von Sinneseindrücken) aus dem Erdgeschoss, die eng mit dem Seepferdchen (Gedächtnis) zusammenarbeitet. Auf der gleichen Etage lebt auch die Glücksfee (gute Gefühle). Ganz oben im Dachgeschoss sitzt der Roboter – unser Denk-Hirn, das plant, entscheidet und uns bewusst durchs Leben steuert. Das kann er aber nur, wenn Harmonie im Haus herrscht. Ich glaube, mit diesem Bild kann jeder Mensch arbeiten!

Alle Hausbewohner haben ihre ganz eigene Arbeitsweise. Wie das so ist, wenn Charakterköpfe zusammenarbeiten sollen, klappt manchmal die interne Kommunikation nicht. Diese Metapher macht komplexe neurologische Zusammenhänge handhabbar. Wer versteht, warum der Körper in Stresssituationen auf „Flucht, Erstarren oder Kampf“ schaltet, kann gezielt gegensteuern – sei es durch Atemübungen, Mini-Bewegungen oder durch das bewusste Hinterfragen automatischer Gedanken.

Wie wir die „Hirn-WG“ ins Gleichgewicht bringen

Wir können, wenn wir uns nicht alles glauben, was wir denken, gut in das WG-Geschehen eingreifen und für mehr Wohlbefinden sorgen. Das ist das schöne, lebensnahe an dem Buch „Glück entsteht im Kopf. Finde mentale Stärke und Lebensfreude mit der Beneficial Thinking-Methode.“: Es steckt voller einfacher Ansätze, wie wir für ein gutes Miteinander unserer „Hirn-WG“ sorgen können.

Statt uns von alten Verhaltensweisen oder Stressreaktionen bestimmen zu lassen, können wir lernen, unser „Hirn-Haus“ besser zu managen. Das beginnt – wenig überraschend – beim Atmen und bei der Bewegung. Hier helfen schon Mini-Schritte und 90-Sekunden-Übungen. Aber auch die ganz großen Lebensthemen wie Tugenden und Werte tragen zu unserem Wohlbefinden bei.

Wer bereit ist, in kleinen Schritten anzufangen – ein paar bewusste Atemzüge, ein wohlwollender Blick auf die eigenen Gedanken –, wird schnell merken: Das Haus im Kopf lässt sich tatsächlich bewohnbarer machen. Eine klare Leseempfehlung für alle, die die Arbeit am Mindset nicht als Kraftakt, sondern als freundliche Übung in Lebenskunst verstehen möchten.


Infos zum Buch:

Karella Easwaran

Glück entsteht im Kopf
Finde mentale Stärke und Lebensfreude mit der Beneficial Thinking Methode

Kösel Verlag


Bewusstes Leben: Rezensionen zu Ratgebern und Sachbüchern, die das Leben leichter machen. Mehr Buch-Tipps hier auf dem Blog GeschichtenAgentin


Wer das Thema vertiefen möchte und wissen will, wie Amy zu ihren Informationen (und Fehleinschätzungen) kommt: dieses Buch beschreibt genau das!

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