Was ich gerne schon mit 20 gelesen hätte: Anarchie Deco.

Viele Jahre meines Leserinnen-Lebens habe ich mit Macho-Figuren wie dem Dunkelelfen verbracht. Abends, vor dem Einschlafen, hatte ich dann das dringende Bedürfnis, diese Geschichten umzudichten. Die Fantasy-Welten habe ich mit gescheiten, authentischen Frauen gefüllt und den Männern habe ich differenziertere Eigenschaften zugestanden, als deren Schöpfer das taten. Nur so konnte ich mich mit den Büchern wirklich wohl fühlen. Wäre ich heute noch mal 20, ich müsste das nicht mehr machen.…

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Dystopische Fantasy: Zerrissene Erde

Wenn es auf einem Kontinent alle paar Jahrhunderte die Erde zerreißt – Erdbeben und Vulkanausbrüchen, auf die Hungersnöte und Massenfluchten folgen – wie würde sich dort die Gesellschaft entwickeln? Welche Charaktereigenschaften braucht man, um Katastrophen zu überleben? Wie muss die Siedlungsstruktur sein, wie Landwirtschaft und Vorratshaltung? Und wenn es dort, auf dieser zerrissenen Erde, Menschen geben würde, die mit mentalen Kräften Magma und Gestein beeinflussen können und so Naturkatastrophen abschwächen…

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Geheimrezept für Fantasy-Romane: Die Spiegelreisende

Man nehme 500 Gramm gemischte Regency-Romane, einen soliden Brocken Fantasy-Weltenbau, eine Dosis High-Fantasy und eine geheime Familienzutat nach Wahl. All das jage man gründlich durch den Fleischwolf. Die Masse würzt man mit einer Prise Hermine-Massala und etwas Georgette -Heyer-Pulver und forme daraus äußerst schmackhafte, nicht zu schwere Schmöker-Buletten. Kurz: „Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters“ von Christelle Dabos ist herrlich! Aber das haben schon viele Buch-Bloggerinnen vor mir festgestellt.…

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Das Licht hinter den Wolken

Viel Spaß hatte ich in diesem Sommer mit Oliver Plaschkas „Das Licht hinter den Wolken“, ein High-Fantasy-Roman, der schon 2013 erschienen ist. Wie mir überhaupt in diesem Jahr mal wieder richtig bewusst wurde, dass ich bei Romanen bis an mein Lebensende lesen könnte, was jetzt schon lieferbar ist. Wir sitzen auf einem Buchschatz. Kaum angefangen, schon schweife ich ab. Den Eindruck erweckt Oliver Plaschka manchmal auch. Aber ihr wisst ja:…

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Plötzlich Kaiser: Macht und Intrigen am Hof

Ich habe ihn gefunden, den einen Fantasy-Roman, der (fast) ohne Brutalität, Gewalt und ganz ohne Schlachtengetümmel daher kommt: „Der Winterkaiser“ von Katherine Addison ähnelt einem Kammerspiel. Als bei einem Unglück der Kaiser und seine Thronfolger ums Leben kommen, findet sich Maia, der ungeliebte Sohn des Kaisers, auf einmal auf dem Thron wieder. Allerdings wuchs er in der Verbannung auf und hat weder Ahnung vom Leben am Hof noch von Politik…

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