Schule des Sehens: gebt dem Zufall eine Chance

Sachbuch: Die Schule des Sehens von Peter JennyWie lernt man schreiben? Ein berühmter SF-Schriftsteller* antwortete mal auf die Frage eines Fans: „Schreibe eine Million Wörter und dann komme wieder zu mir.“

Wie lernt man demnach fotografieren?

Mit jedem Blogbeitrag lerne ich ein wenig mehr über das Schreiben. Mit jedem Smartphone-Foto ein wenig mehr über das Fotografieren.

Veröffentlichen ist dabei Teil des Lernprozesses. Ich mache mein Üben damit sichtbar – und nehme es selbst dadurch ernster.

Die Suche nach neuen Themen und Motiven ist ein zweiter wichtiger Ansporn. Nicht ausruhen auf dem, was man schon kann. Weitergehen, Neues wagen. Neue Fotomotive suchen, neue Blog-Themen.

Über Bücher schreiben kann ich. Außer, es ist ein Buch aus dem Herrmann Schmidt Verlag. Dann wird es knifflig, denn diese Bücher sind anders als die, die ich 25 Jahre lang in der Buchhandlung angepriesen habe.

Die Schule des Sehens – zweite Runde

Der 8. Band aus der Reihe Schule des Sehens von Peter Jenny war für mich ein Durchbruch. Mit Bild sucht Bild – Weitere Ideen aus dem Atelier der Gegensätze entdeckte ich, die sich bisher als Wortmensch bezeichnete, das kreative Potential von Fotos für mich. Schreibblockaden gibt es seit dem für mich nicht mehr. Wenn ich an einer Idee festhänge, wechsel ich das Medium. Darüber hatte ich hier geschrieben.

Seit einigen Monaten beschäftige ich mich mit dem 9. Band aus der Reihe. Notizen zur Fotogestaltung – Findet Sie der Zufall?  bezeichnet sich als Einladung zur Fotosafari in den eigenen vier Wänden. Das ist Understatement, denn das Büchlein verführt zu noch so viel mehr.

Der Weg ist das Ziel tönt zwar gut, entspricht aber auch nicht der zielgerichteten Wirklichkeit. Ein Glückspilz zu sein, setzt voraus, abseits des Weges Entdeckungen zu machen.
S. 21

Seit dieser Lektüre kultiviere ich lustvolles Verlaufen in meiner eigenen Wohnung und übe mich darin, zu erblicken, was der Zufall mir beschert. Ich entdecke Schattenspiele, Strukturen und Blickwinkel.

Aufnahme eines Schattenspiels, inspiriert durch Peter Jenney -Schule des Sehens BAnd 9

Dabei bemühe ich mich, nicht zu werten, sondern dem Zufall, dem glücklichen Moment Raum zu geben.

„Nicht zu werten“ heißt für mich auch, auf Instagram Bilder zu veröffentlichen, die mein Üben protokollieren. Dabei bin ich immer wieder erstaunt, wie sich Bilder über Nacht verändern. Was habe ich früher Bilder in die Tonne getreten! Vielen davon würde ich heute eine Chance geben und ich bin mir sicher, dass sich eine kleine Handvoll davon im Nachgang durchsetzen würde.

Abfalltonne für Ideen. Mülleimer fotografiert nach der Lektüre von: Peter Jenny - Schule des Sehens Band 9 Notizen zur Fotogestaltung

 

Ich glaube, als nächstes erkunde ich mit Peter Jenny und seiner Schule des Sehens das Vorher – Nachher.

Informationen zu den Büchern:

Peter Jenny

Die Schule des Sehens

Band 8
Bild sucht Bild
Weitere Ideen aus dem Atelier der Gegensätze

Band 9
Notizen zur Fotogestaltung
Findet Sie der Zufall?

Verlag Hermann Schmidt

* „Wenn Du schreiben lernen willst, dann schreibe erst einmal eine Million Wörter“. Leider bin ich mir nicht mehr ganz sicher, von wem das Zitat ist. Es könnte Niven gewesen sein – oder Heinlein. Wisst Ihr es? Falls Ihr es wisst freue ich mich über einen Kommentar. Und Ihr freut Euch vielleicht über das Blogstöckchen #SFvongestern

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