Zwischen Gebet und Gartenerde: Die Geschichte der Nonnen aus Fulda, die den Biogartenbau prägten
Bete und arbeite. Das ist die Ordensregel der Benediktinerinnen. Von gärtnern ist da nicht die Rede. Doch wer so wie die Nonnen von Fulda gärtnert, verbindet beides. Die Liebe zu Gottes Schöpfung, ein unbändiger Forschungsdrang, harte Arbeit und die Wertschätzung der Ernte zeichnen ihr Gärtnern aus. Letzteres ist kein Wunder. Nach dem Krieg war das Kloster in Fulda überbelegt und Lebensmittel knapp. Selbstversorgung war kein philosophisches Ideal, sondern schiere Notwendigkeit. Mit Gottvertrauen und Erfinderinnengeist begannen die Nonnen, ihre Gärten und Äcker zu bewirtschaften. Lernen und lachen, beten und arbeiten. Weder Landwirtschaft noch Unternehmertum waren ihnen in die Wiege gelegt worden. Doch das schreckt sie nicht ab. Sie sammeln Erfahrungen und Schritt für Schritt wird aus einer kleinen Idee ein erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen. So entstand ein Leuchtturm des ökologischen Gartenbaus, auch wenn man den Begriff damals noch nicht kannte und von naturnahem Gärtnern sprach. Die Nonnen entwickeln die Mischkultur weiter, erfinden Humofix,…
















