Politisches Framing von Elisabeth Wehling: Sprache lenkt unser Denken ganz unbewusst
Unbedingt lesen, must read, Pflichtlektüre – das sind Bewertungen, die ich vermeide. Bei dem Grundlagenwerk „Politisches Framing“ von Elisabeth Wehling juckt es mich, davon abzuweichen. Ich wäre sehr froh, wenn mehr Menschen, die mit dem Begriff Grundgesetz-Ultras sympathisieren, dieses Buch kennen würden. Oder Menschen die wissen, wofür das große C und das große S in vertrauten Parteinamen ursprünglich stand. Oder … ach lassen wir das, die Aufzählung könnte sehr lang werden. Elisabeth Wehling ist Kognitionswissenschaftlerin und Linguistin. Sie studierte Soziologie, Journalistik und Linguistik – diese Mischung ist wichtig für ihr Buch. Seit 2013 leitet sie am International Computer Science Institute in Berkeley Forschungsprojekte zu Ideologie, Sprache und unbewusster Meinungsbildung. Klingt nach schwerem Stoff, abstraktem Denken und Themen, mit denen man sich nach Feierabend nicht mehr beschäftigen möchte? Hätte ich auch gedacht, ist aber nicht so. Elisabeth Wehling schreibt unglaublich klar und direkt an dem entlang, was wir alle erleben. Bürger bilden sich ihre politische Meinung…












