Mannheims verlorene Pracht: die Spuren der Belle Époque

Was wäre aus Mannheim geworden, wenn es keine Weltkriege gegeben hätte? Um 1900 war Mannheim eine Stadt im Aufbruch. Hafen und Bahnhof entstanden. Wasserturm, Rosengarten und die Jugendstilanlage wurden gebaut. Die BASF zog zwar nach Ludwigshafen, doch Mannheim glänzte mit Luftschiffen, dem Benz-Werk und Traktoren von Heinrich Lanz. Die Entwicklung wurde durch den Ersten Weltkrieg ausgebremst. Der Zweite Weltkrieg zerstörte viel von dem, was in der Gründerzeit entstand. Doch wer…

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Nur echt mit Dubbeglas: Gebrauchsanweisung Pfalz

In der Pfalz ist es derzeit ruhig. Beim Wandern trifft man nur wenige Menschen und selbst die Pälzer Krischer scheinen leiser zu sein als sonst. Unglaublich – aber Corona macht es möglich. Also ab in den Pfälzer Wald, Seele lüften! Aber wandern, ohne in einer Pfälzer Hütte einkehren zu können, ist auch nicht das Wahre. Da fehlt einfach ein elementarer Bestandteil, etwas von dem, was die Pfalz so einzigartig macht.…

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Jenseits der Lehrmeinung: der Heiler und die Bienen

Es ist ein bisschen so, als würde man mit dem Heiler und Imker Edgar Zimmermann am Küchentisch sitzen und ihm zuhören. Er erzählt, lamentiert, grummelt, schmunzelt und kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen. Am Ende hat er alles gesagt, was er sagen wollte, doch der Weg dahin ist eigen. Zu erzählen hat er viel. Wie es sich anfühlt, als Kind seine Gabe zu entdecken, und sich dann autodidaktisch zum Heiler auszubilden.…

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Einmal quer durch die Stadt: Leipzig zum Lesen

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Reise-Anthologien. Aber Leipzig ist nun mal meine Lieblingsstadt und das machte den Reclam-Band „Leipzig zum Verweilen“ für mich zur Pflichtlektüre. Ich habe es nicht bereut! Der literarische Streifzug durch Leipzig bietet einen äußerst facettenreichen Blick auf die Stadt, die so viel mehr zu bieten hat als nur Auerbachs Keller, Thomas-Kirche und Völkerschlachtdenkmal. Herausgeberin Marianne Eppelt bewundert mit uns den Leipziger Hauptbahnhof, führt uns…

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Kurz, kürzer, SF: Micro Science Fiction

In ganz seltenen Fällen wäre ich gern mal einen Tag lang Gast im Gehirn eines Autors. Einfach nur um herauszufinden, wie jemand denkt, der sich so etwas wie 200 Zeichen lange Kürzest-Science-Fiction, die alle noch einen Plot-Twist enthalten, ausdenkt. Also so jemand wie O. Westin. Zum Vergleich: Diese Einleitung für meinen Blog-Beitrag hat bereits 281 Zeichen. Sie ist damit deutlich länger als jede Geschichte aus dem Buch „Micro Science Fiction“.…

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Leben in der Optimalwohlökonomie: Science Fiction von Theresa Hannig

Warum eigentlich habe ich schon so lange keinen Science-Fiction mehr gelesen? Theresa Hannigs Zweiteiler „Die Optimierer“ und „Die Unvollkommenen“ waren für mich auf jeden Fall der perfekte Einstieg, um mich dem Genre wieder zu nähern. Ihre Geschichte beginnt im Jahr 2052 in der Bundesrepublik Europa, einer Insel im Weltgeschehen. Hier geht es den Bürgern gut, denn es ist genug für alle da – aber nur, wenn jeder sich an die…

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Träume deuten – intuitiv und doch systematisch

Ich träume intensiv, kann mich gut an meine Träume erinnern und habe ein für mich funktionierendes System entwickelt, meinen Träumen eine Bedeutung zu entlocken. Trotzdem greife ich alle paar Jahre zu einem Traumdeutungsbuch und schaue, ob es neue Ideen enthält, die ich in meinen Umgang mit Träumen integrieren kann. In „Träume deuten und sich selbst verstehen“ bin ich fündig geworden. Was mir an dem Buch richtig gut gefällt, ist die…

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Adventure Huhn – Comic-Tipp

Man muss die beiden einfach lieben: das hyperaktive und naive Adventure Huhn und seine unfreiwillige Weggefährtin, die depressiv-nörgelige Raupe Susan. Gemeinsam erleben sie ein Abenteuer, das uns einmal quer durch Fantasy-Welt führt. Schlachten und Prinzessinnen, Rätsel und Intrigen. An jeder Wegbiegung stellt sich die Frage, welcher Plot-Twist diesmal auf uns wartet. Rollenspieler kennen das und fühlen sich gleich zuhause. Gelegenheits-Fantasy-Leserinnen wie ich lieben die Geschichte, weil sie so herrlich mit…

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Relativ real: was sehen wir wirklich?

Alles Maya sagten schon die alten Inder: Die Welt ist eine Täuschung. Donald D. Hoffman ist kein alter Inder, sondern Kognitionspsychologe. Er forscht darüber, wie sich unsere Wahrnehmung entwickelt hat. Dafür nutzt er mathematische Modelle und neuropsychologische Experimente, über die er gerne und ausführlich schreibt. Genau das machte das Buch für mich schwierig: Ich bin nicht so sehr an seitenlangen Versuchsbeschreibungen interessiert. Mir würde es genügen, kurz und knackig zu…

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