• GeschichtenAgentin - Buch-Blog und Lese-Tagebuch. Sachbücher und Ratgeber, Fantasy und Romane, Backlist und Neuerscheinungen – ich lese immer viele Bücher gleichzeitig. Dazu schreibe ich keine klassischen Rezensionen, sondern erzähle, was Bücher mit mir machen: persönlich und ehrlich, aus Leserinnen-Sicht und mit einem Blick auf die Buchbranche. Denn ich war Buchhändlerin und bin es tief im Herzen geblieben. Wenn ich nicht gerade lese oder blogge, bin ich in Museen unterwegs oder in der Pfalz und draußen im Wald – auch darüber schreibe ich. Stöber durch meine Rezensionen und Buchtipps, denn vielleicht ist dein nächstes Lieblingsbuch dabei!

Blogparade: Und was machen Sie so beruflich?

Und was machen Sie so beruflich? Oder warum eindeutige Berufsbezeichnungen auch nicht weiterhelfen. In den letzten 25 Jahren gab es bei mir auf die Frage „Und was machen Sie so beruflich?“ eine einfache, klare Antwort: Buchhändlerin. Darauf gab es, vereinfacht ausgedrückt, drei verschiedene Reaktionsmuster: Während ich jahrelang auf diese Frage eine einfache Antwort geben konnte, veränderte sich mein Beruf. Doch die Antwort blieb die gleiche. Die Warenwirtschaftssysteme wurden eingeführt und die Betriebswirtschaft wurde wichtiger. Die Buchhandlungen wurden größer, die Zentrale gewann an Bedeutung und Betriebswirtschaft fand nur noch dort statt. Das Internet kam und brachte den informierten Kunden mit. Die Ladenöffnungszeiten wurden länger und die Kolleg*innen weniger. Harry Potter erschien, Jugendbücher wurden cool und die Buchhandlung zum Familienzentrum mit Events und Lebensberatung. Der E-Reader machte die Buchhändlerin zur Technikerin und immer noch antwortete ich mit „Ich bin Buchhändlerin“. Wie wenig die Vorstellung meines Gesprächspartners von diesem Beruf mit meiner Realität übereinstimmte, fiel erst auf, als…

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Besuch in Nürnberg – Neues Museum

Nürnberg Neues Museum GeschichtenAgentin Museumsbesuch

Endlich hatte ich mal wieder Gelegenheit, ein Museum zu besuchen, das ich noch nicht kannte: Das neue Museum in Nürnberg. Die Architektur ist nicht nur sehenswert, ich habe mich in den Räumen auch wohl gefühlt. Manches an der Raumwirkung hat mich an das Museum der bildenden Künste in Leipzig erinnert. Da ich ein großer Leipzig-Fan bin, ist das ein Riesen-Lob. Da wir eine ausstellungsfreie Phase erwischt haben, waren nur zwei Etagen geöffnet – das dann wiederum zum Schnäppchenpreis von einem Euro. Design-Ausstellungen in einem Museum finde ich immer schwierig, da ich so nur die Form bewundern kann, aber nicht die Funktion testen kann. Trotzdem bleibt mir der Raum über Komplot im Gedächtnis, da hier sehr schön gezeigt wird, wie aus einer Ebene eine Lampe wird: der Design-Klassiker Sinus. Highlight war für mich der Gerhard Richter Raum, in dem Bilder aus ganz verschiedenen Schaffensperioden hängen. Keine Abbildung in einem Buch wird den Original-Bildern gerecht. „Stadtbild PL“ war…

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Martin Boroson – One Moment Meditation – Buch-Tipp

Das einzige, was „One Moment Meditation“ von Martin Boroson erschienen im Kamphausen Verlag mit anderen Meditationsbüchern gemeinsam hat, ist, das auch dieses Buch sich nicht von alleine meditiert. Jammern nützt nichts – selbst hinsetzen und üben ist angesagt. Aber damit hören auch schon alle Gemeinsamkeiten auf. Martin Boroson hat eine ganz eigene Meditationstechnik entwickelt, die ich als Achtsamkeitskonzentrat bezeichnen würde. Ob das nun noch echte Meditation ist oder nicht – darüber mögen sich bitte die Gelehrten streiten. Mich interessiert nur, ob es wirkt. Und es wirkt! Eine Minute genügt. Eine Minute ist nicht viel; eine Minute kann jeder erübrigen. Damit hebelt Martin Boroson schon mal eine der Lieblingsausreden aus: „Ich habe keine Zeit“ gilt nicht. Auch den anderen typischen Ausreden rückt er mit Charme, Sturheit und buddhistischer Gelassenheit auf den Leib. In meinem Fall blieb erst einmal nur eine Ausrede übrig: ich hatte keinen Wecker. Um die Basisminute der „One Moment Meditation“ umzusetzen benötigt man zwingend…

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Blogger-Lebenslauf. Warum ich einen eigenen Buch-Blog haben wollte

In love with a blogger oder die Sache mit dem verlinken

Die Website Buchkarriere hat mich gefragt, wie ich eigentlich Buch-Bloggerin wurde. Das war meine Antwort: „Es gab mal eine Zeit, da hatten Buchhändler und Literaturkritiker die Deutungshoheit über Bücher. Was gibt es, was lohnt sich zu lesen, was ist gut und was nicht … wir Buchhändler gaben Auskunft und der Leser folgte uns. Dann kamen die Buch-Blogger und alles änderte sich. Auf einmal hatten die Kunden andere Informationsquellen. Erst dachte ich, sie meinten ihre Freundinnen wenn sie von Steffi, Ada oder Daniela sprachen. Als ich begriff, das die Informationen aus Blogs kommen, begann ich selbst Blogs zu lesen und stellte fest, das Bloggerinnen tatsächlich so etwas wie beste Freundinnen sind, die ganz überzeugend „Das musst Du gelesen haben!“ ausrufen. Ganz schnell wurde ich Fan und die Begeisterung der Blogger*innen floss in meine Verkaufsgespräche ein. Genauso hatte ich es mit den Leseerfahrungen meiner Freundinnen schon immer gehalten. Keine Buchhändlerin kann alles gelesen haben, was im Laden steht – leider. Doch…

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Donna Hay – Simple Dinners. Kochbuch-Tipp

Die meisten Kochbuch- Modewellen sind an mir vorübergegangen. Doch diesmal hat es mich und meine Küche voll erwischt: Donna Hay begeistert mich mit ihrer frischen, schnellen und spannend gewürzten Küche und hat meinen Speiseplan seit einigen Monaten fest im Griff. Vor 25 Jahren gab es in meiner Küche mal eine Paul-Bocuse-Phase. Das alte Heyne-Taschenbuch „Paul Bocuse: Die neue Küche. Die Rezepte des Königs der Köche“ haben wir immer noch. Mittlerweile sieht es richtig übel aus – schuld war eine Küche ohne Dunstabzug. Wirklich alltagstauglich war Bocuse nicht, Susi Piroués „Die echte französische Küche“ war da schon besser zum Nachkochen geeignet. Auf die Haute-Cuisine-Phase folgte die Länderküchen-Phase. Die indische Küche begeisterte uns am meisten. Eine Woche ohne Kardamom, Kurkuma und Curry ist eine schlechte Woche. Während dann Starköche in Mode kamen griffen wir zu den Standard-Werken. „Kochen, die große Schule“ aus dem Zabert-Sandmann Verlag und die beiden großen Teubner-Handbücher „Küchenpraxis“ und „Kochschule“ waren in der Phase unsere Lieblingskochbücher. Seit…

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Alle Blogger verlinken auf Amazon …

Alle Blogger verlinken auf Amazon und Amazon ist pöse … Spätestens mit dem Artikel im Börsenblatt ist unsere Aktion „Blog den Welttag des Buches – Blogger schenken Lesefreude“ im Bewusstsein der Buchbranche angekommen. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten. Wir helfen im Rahmen der Aktion, wo wir können. Aber wir sind weder die Retter des unabhängigen Buchhandels noch die Taskforce von Amazon; wir sind keine Erziehungsanstalt des literarischen Geschmacks und auch nicht das Schwert der Fantasy-Autoren; wir haben den E-Reader im Zug dabei, das Buch mit in der Badewanne und das Hörbuch beim Autofahren; wir lieben die Indie-Verlage genauso wie die großen Häuser und lesen Erstlingswerke mit der gleichen Neugier wie den 6. Band einer Serie. Wir sind Buch-Blogger und eigentlich ist der Umgang mit uns ganz einfach: Gebt uns Bücher, die uns begeistern und wir werden die Begeisterung auf unseren Blogs verbreiten! Doch ich habe den Eindruck, das das Phänomen Buch-Blogger vielen immer noch suspekt ist.…

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Blog den Welttag des Buches – Blogger schenken Lesefreude!

Blog den Welttag des Buches – Blogger schenken Lesefreude! Wir Buch-Blogger sind Botschafter in Sachen Lesefreude und deswegen ist der Welttag des Buches unser Tag! An diesem besonderen Feiertag wollen wir die Welt mit unserer Begeisterung für Bücher anstecken. Wir werden bloggen wie die Wilden und wir werden Bücher verschenken! Wer kann mitmachen? Alle buchbegeisterten Blogger – egal ob Buch-Blog, Autoren-Blog, Alltags-Blog, Tech-Blog und egal, auf welcher Plattform gebloggt wird. Auch reine Facebook-Fanpages sind willkommen! Wie lautet der Plan? Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichen alle teilnehmenden Blogger einen Beitrag, in dem sie ein Buch verlosen. Natürlich sind wir neugierig, warum ihr euch gerade für dieses Buch entschieden habt! Ist es ein Buch von einem Lieblingsautor, ein unentdecktes Buchjuwel, ein Buch aus Kindertagen oder ein Überraschungstitel? Leser, die diese Bücher gewinnen möchten, kommentieren eure Beiträge. Verlost werden die Bücher am 30. April. Wo kann ich mich anmelden? Mit diesem Formular. Wir benötigen deine Blog-Url, den Namen des…

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Das Achtsamkeits-Übungsbuch für Beruf und Alltag – Rezension

Wenn ich gehe, gehe ich.  Wenn ich esse, esse ich.  Wenn ich blogge, blogge ich. Schön wärs.  Ausatmen, Salzstangen zur Seite schieben, Social Media schließen, To-Do-Liste für morgen aus dem Blickfeld räumen, denn „Das Achtsamkeits-Übungsbuch für Beruf und Alltag“ hat meine volle Aufmerksamkeit verdient.Mehr Lebensqualität durch Entschleunigung verspricht der Ratgeber von Halko Weiss, Michael E. Harrer und Thomas Dietz aus dem Hause Klett-Cotta. Dies ist kein Wellness-Buch, kein Seelenstreichler, kein Buddha-leicht-gemacht für den Westler. „Das Achtsamkeits-Übungsbuch“ ist ein fundierter psychologischer Ratgeber. Die geballte Therapeuten-Erfahrung hilft, Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren. Die Übungen sind machbar. Zwei (!) CDs helfen beim Training.Ja, ich meine wirklich Training – dieses Buch macht Arbeit. Erst einmal. Und dann bringt es Leichtigkeit im Alltag und damit mehr Raum für mehr Training. Achtsamkeit üben bedeutet lebenslanges Üben. Klingt schlimmer als es ist, denn Achtsamkeit üben bedeutet auch lebenslange Erfolgserlebnisse.Allerdings erfordert das Buch eine gewisse Bereitschaft, sich auf psychologische Theorien und Forschungen einlassen.…

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Montagsfrage: Die Lieblingsbuchhandlung

Erzähl doch mal ein bisschen von deiner Lieblingsbuchhandlung! Was für eine harmlose Frage die Paperthin da stellt und für mich doch eine echte Knobelaufgabe. Ich bin Buchhändlerin, ich habe einen ganz speziellen Blick auf Buchhandlungen. Ich finde immer etwas, was mich begeistert und ich finde immer etwas, was sich meiner Meinung nach verbessern ließe. Meine absolute Lieblingsbuchhandlung habe ich noch nicht gefunden – aber es gibt an jeder Buchhandlung etwas, das ich lieb habe. Daher würde ich gerne andersrum beginnen: es gibt zwei Punkte, die eine Buchhandlung disqualifizieren. Schlechte Stimmung im Laden. Fehlende Ansichtsexemplare.  Wenn mich ein Buch interessiert, dann will ich es in die Hand nehmen und darin blättern. Und zwar genau jetzt, in diesem Moment. Und ich will nicht erst zur Buchhändlerin rennen und sie fragen. Und ich will auch nicht das Buch selbst aus der Folie auspacken und den Abfall irgendwo im Regal liegen lassen. Ich will blättern können – frei und…

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Buchkauf – ganz woanders: Australien

Bücher kommen über Nacht in die Buchhandlung.  Eigentlich ein unglaublicher Luxus, oder? Lediglich Medikamente werden in Deutschland noch schneller geliefert! Über 1,2 Millionen lieferbarer Bücher, die von jeder Buchhandlung besorgt werden können. Lieferzeit meist unter 10 Tagen. Wie sieht das eigentlich in anderen Teilen der Welt aus? Zum Beispiel in Australien? Tina lebt in der australischen Kleinstadt Mudgee und ist eine echte Leseratte; ein Bookworm, wie man in Australien sagt. Wir waren mal Kolleginnen und der Beruf der Buchhändlerin prägt einen für das ganze Leben. Einmal Buchhändlerin, immer Buchhändlerin. Damals haben wir gemeinsam eine der ersten Manga-Abteilungen aufgebaut. Das war die Ära von Mondstein sieg und flieg …Tina flog dann nach Australien und wir verloren uns aus den Augen. Dank Facebook haben wir heute wieder Kontakt und ich damit die Möglichkeit, Tina ein paar Fragen dazu zu stellen, wie sie in Australien an ihre Bücher kommt. Das Land ist groß und Über-Nacht-Lieferung wohl kaum möglich,…

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Montagsfrage von Paperthin

Freitag ist ein guter Tag, um eine Montags-Frage zu beantworten, oder? Letzt habe ich noch rumgealbert, dass ich ja gar keine echte Buch-Bloggerin sei. Ich habe noch nie an einer Challenge teilgenommen und habe auch noch nie ein Buch verlost. Ts, ts, ts … Mit einiger Verspätung, denn der Dezember ist für mich kein Monat, um andere Blogs zu verfolgen, fand ich „Die Montagsfrage“ von Paperthin. Ein guter Anlass für mich, mich in das echte, wahre und einzigartige Blogger-Leben zu stürzen und die Fragen zu beantworten. Was sind deine Leseziele im neuen Jahr? Wie viele Bücher möchtest du lesen? Oder hast du ganz andere Pläne: Ein neues Genre ausprobieren, eine Reihe endlich beenden? Nimmst du an Challenges teil oder lässt du das Lesejahr 2013 einfach auf dich zu kommen? Ein neues Genre ausprobieren ist bei mir kaum möglich, da ich alles lese außer blutrünstigen Krimis. Ich werde auch 2013 offen sein, damit mir Bücher passieren…

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Günter Faltin – Kopf schlägt Kapital – Rezension

„Kopf schlägt Kapital“ motiviert mich sofort loszulegen und mein eigenes Handelsprojekt zu starten – das kann der Autor Günter Faltin richtig, richtig gut.Einen Ratgeber in Buchform zu verfassen, kann er allerdings nicht so gut. Eine Aneinanderreihung von Kurzvorträgen ergibt leider kein schlüssiges Buchkonzept. So ist redundant noch ein nette Umschreibung. Oder ist es Absicht, weil der Autor davon ausgeht, dass angehende Manager nicht die Zeit haben, ein Buch komplett zu lesen? Für alle eiligen und oder unwilligen Leser mag es eine gute Nachricht sein, dass bei „Kopf schlägt Kapital“ drei beliebige Kapitel genügen, um die Kernaussagen zu erfassen. Ich fand die Wiederholungen und die Beschränkung auf die Kernaussage „Unternehmensgründung aus Komponenten lässt Raum für die richtig gute Idee und allein die ist entscheidend“ ermüdend. Warum habe ich den Ratgeber zur Unternehmensgründung dann doch ganz gelesen? Weil Günter Faltin hervorragend motivieren kann. Frisch, direkt und schwungvoll lenkt er den Blick weg von den Problemen hin zu den Möglichkeiten. Weg von „In Buchhaltung bin ich…

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