Bauhaus-Frauen. So viel Talent, so viele Hindernisse.

Was könnte ich im Bauhaus-Jubiläumsjahr noch über ein Buch wie Bauhaus-Frauen von Ulrike Müller schreiben, was ihr nicht längst schon irgendwo gelesen habt? Ich konzentriere mich daher erst einmal auf das Wesentliche: Das Buch ist gut und ersetzt einen ganzen Stapel an Lektüre. Biographien, Kunstgeschichte, Feminismus – alles drin auf moderaten 160 Seiten. Das Bauhaus war für mich lange eher ein Kuriosum. Was soll an weißen Würfelhäusern besonderes sein? Meine…

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Art Nouveau, Secession und Stile Modernista: Schnellkurs Jugendstil

Dumont Schnellkurs Jugendstil - Buch Cover.

Jugendstil fasziniert mich. Aber würde ich so wohnen und leben wollen? Nachdem ich mir in Brüssel, Nancy und Hagen Museen angeschaut habe, die komplette Jugendstil-Inneneinrichtungen ausstellen, lautet die Antwort Nein. Zu sehr hätte ich Angst, die filigranen Vasen und Lampen herunterzuwerfen und zu sehr würde mich die Wohnung als Gesamtkunstwerk in meiner eigenen Kreativität einschränken. Was bewegt Menschen, ihr ganzes Leben einem ästhetischen Prinzip unterzuordnen? Das würde ich gerne verstehen.…

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Frau Bauhaus – das Leben der Ise Frank

Jana Revedin JEDER HIER NENNT MICH FRAU BAUHAUS Das Leben der Ise Frank. Ein biografischer Roman

Was braucht eine Idee, um richtig groß zu werden? Einen Visionär. Jemanden, der an seine Vision glaubt, und Menschen, die die Arbeit machen. Das war Walter Gropius sicherlich bewusst, als er Ise Frank mit den Worten „Ise, ich brauche Sie!“ einen Heiratsantrag machte. Ehen, die auf gebraucht werden basieren, sind selten glücklich. So enthält dieser Anfang eigentlich schon die ganze Geschichte. Oder auch nicht. Denn auch wenn das Buch Jeder…

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Warum habe ich das nicht schon viel früher gelesen?

Patti Smith. Just Kides. Ihr Leben mit Mapplethorpe. Und noch so viel mehr.

Bei manchen Büchern kann ich es mir selbst nicht erklären, warum sie so lange ungelesen bleiben. Just Kids von Patti Smith lag gut vier Jahre bei mir. Obwohl ich so viel Gutes darüber gehört hatte, begann ich nicht damit. Warum nur? Vielleicht, weil ich dachte, dass sie vor allem über ein Ende schreiben würde. Auch in meinem Leben ging damals etwas zu Ende und ich interessierte mich mehr für Anfänge.…

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Schule des Sehens: gebt dem Zufall eine Chance

Sachbuch: Die Schule des Sehens von Peter Jenny

Wie lernt man schreiben? Ein berühmter SF-Schriftsteller* antwortete mal auf die Frage eines Fans: „Schreibe eine Million Wörter und dann komme wieder zu mir.“ Wie lernt man demnach fotografieren? Mit jedem Blogbeitrag lerne ich ein wenig mehr über das Schreiben. Mit jedem Smartphone-Foto ein wenig mehr über das Fotografieren. Veröffentlichen ist dabei Teil des Lernprozesses. Ich mache mein Üben damit sichtbar – und nehme es selbst dadurch ernster. Die Suche…

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Leere Räume, Kunst erwartend: die neue Kunsthalle Mannheim

Blick aus der neuen Kunsthalle Mannheim auf die Jugendstil-Anlage am Wasserturm

Wie ist sie nun geworden, die neue Kunsthalle Mannheim? Die Räume, das Licht und die Blicke nach draußen sind großartig. Ich habe mich gleich dort wohlgefühlt. Der Lichthof ist eine wahre Pracht und die Kunstwerke, die dort schon hängen, sind klug gewählt. Die Instagram-Gemeinde hatte jetzt schon Spaß damit! Nur von außen ist die neue Kunsthalle Mannheim keine Schönheit und nein, sie fügt sich weder harmonisch in das Jugendstil-Ensemble am…

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Farewell Photography – Foto Biennale – Hack Museum

Biennale für aktuelle Fotografie 2017 – Farewell Photography. Hack Museum Ludwigshafen

Nein, das Wilhelm Hack Museum hat nicht vergessen, aufzuräumen. Das gehört so und ist Teil der Biennale für aktuelle Fotografie Mannheim / Ludwigshafen / Heidelberg. Die Ausstellung im Hackmuseum war die erste, die ich mir innerhalb der Biennale angeschaut habe. Hier geht es stark um den technischen Prozess des Fotografierens und seine Auswirkung auf das Bild. Nun, das war das erste Problem, das ich mit der Ausstellung hatte: das ist…

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Parthenon of books – Tempel der verbotenen Bücher

Nun ist er selbst im Kunsthimmel, der Tempel der verbotenen Bücher auf der Documenta 14. Ich hatte mich sehr darauf gefreut. Dann stand ich davor, daneben und darin – und wurde nicht so recht warm damit. Seltsam, oder?   War mir der Tempel der verbotenen Bücher zu groß? Nein, eigentlich nicht. Er war groß, sehr groß. Aber der Standort hat das gut vertragen und gegen Kunst im öffentlichen Raum, die…

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