Ein Trash-Universum: Evil Miss Universe
Es ist schon eine abgefahrene Geschichte, die sich Tobias O. Meissner für „Evil Miss Universe“ ausgedacht hat: Die Karriere der Superschurkin Dominique, die mit ihren äußerst kreativen Verbrechen die ganze Welt in Atem hält. Diese Heldin ist so fies wie ein Bond-Bösewicht, aber so attraktiv wie alle Bond-Girls zusammen. Sie hat das Herz eines Robin Hoods und den Mut des gesamten Marvel-Universums. Ihre Lebensgeschichte könnte jederzeit der Stoff eines neuen #SchleFaZ werden – kurz: Evil Miss Universe ist Trash der feinsten Sorte. Ich mag Trash. Und doch hatte ich meine Probleme mit dem Buch. Das liegt am Erzähler, der allwissend und naiv zugleich ist, und die wilde Geschichte im Tonfall von „Mein schönstes Ferienerlebnis“ erzählt. Warum das so ist – dafür liefert die Handlung einen gewichtigen Grund. Doch dem Lesevergnügen tut dieses ständige „Und dann passierte das, was wiederum das auslöste“ nicht gut. Ich habe eine zweite Stimme vermisst. Ähnlich schwer tat ich mir mit…












