Die Zwanziger Jahre – wild und weltweit

Die Zwanziger Jahre! Berlin! Ja, schon, aber auch Paris, Wien und Moskau. Und Chicago, Tokio und Shanghai. In kleinen, locker zu lesenden Kapitel-Häppchen zeigt dieser Bildband, das jede Ecke der Welt ihre eigenen Zwanziger Jahre erlebte. Das weiße Amerika begann den Jazz zu entdecken; das schwarze Amerika ein neues Selbstbewusstsein unter dem Motto „New negro“. In Berlin flanierten die Flapper und in Japan die „Modan Garu“, kurz Mogas genannt. In…

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Wasteland – Hoffnung in einer postapokalyptischen Welt

Aus gutem Grund lese ich kaum Dystopien. „Wasteland“ hat mich jedoch mit seiner geschlechtergerechten Sprache neugierig gemacht. Was muss ich mir unter Gender-sensibler Phantastik vorstellen? Sternchen überall? Lässt sich so was lesen? Und wenn ja – wie gut? Eines vorneweg: Es liest sich bestens und kommt ohne Sternchen aus. Ich habe die Tatsache, dass hier möglichst geschlechtergerecht formuliert wird, fast überall überlesen. Aufgefallen ist es mir nur dann, wenn es…

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Alte Wege. Einfach losgehen? Von wegen.

Wir kamen nicht zusammen, dieses Buch und ich. Dabei ist es in einer schönen klaren, exakten und zugleich poetischen Sprache geschrieben. Zudem handelt es vom Draußen sein, vom Wandern und Gehen. Auch davon, dass alles zusammenhängt – das Gestern mit dem Heute, jeder Mensch mit jedem anderen, die Sprache mit der Welt und einfach alles mit der Natur. Es hätte exakt mein Buch sein können. Doch ich wollte den Erzähler…

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Der Deutsche Sprachverein und sein Kampf gegen Fremdwörter

Das Buch beginnt grandios mit der Lebensgeschichte des Generalpostmeisters Heinrich Stephan (1831 bis 1897). Seine Mission war es, eine einheitliche und verständliche Terminologie für das frisch vereinte deutsche Postwesen zu schaffen. Einschreiben statt rekommandiert oder Umschlag statt Couvert sind nur zwei Beispiele dafür. Auch bei der Bahn gab es viel zu tun: Aus dem französischen Billet wurde damals eine deutsche Fahrkarte. Womit auch die Hauptschlagrichtung der Sprachpfleger klar wird: Es…

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Giora Feidman- der Klezmer-Musiker erzählt aus seinem Leben

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ein älterer Herr Geschichten von früher so erzählt, dass ihr euch denkt: Den hätte ich gerne als Opa? So erging es mir bei der Lektüre von Giora Feidmans „Klang der Hoffnung“. Der Musiker kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen – und meist auch wieder zurück. In seinen Erzählfluss eingebettet sind Betrachtungen über die Musik und darüber, warum er nicht werktreu spielen kann. Denn Feidman spielt eigentlich…

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