
Anita Blake begleitet mich schon lange. Nicht jede trashige Buch-Serie, die ich im Laufe meines Leserinnen-Lebens ins Herz geschlossen habe, kann mich heute noch überzeugen. Die Saga vom Dunkelelfen durfte zum Beispiel weiterziehen, Anita Blake hingegen bleibt. Nicht nur das: Ich habe mir mittlerweile alle Taschenbücher, die damals bei Bastei Lübbe erschienen sind, gebraucht gekauft. Zum ersten Mal besitze ich die Serie komplett und mein re-Read läuft noch.
Natürlich machen mir heute noch all die Wer-Ratten, Wer-Schwäne und die anderen Geschöpfe der Nacht Spaß. Köstlich amüsieren kann ich mich auch über den Ehrenkodex der Vampire, Werleoparden und Werwölfe, der zuverlässig dafür sorgt, dass sie sich selbst im Weg stehen. Doch am meisten fasziniert mich etwas anderes: Anita Blakes langer Weg vom braven, monogamen Girl, das zufällig Tote beschwören kann, zum Role Model für polyamore Beziehungen.
So klang meine Begeisterung im Jahr 2012 hier auf meinem Buch-Blog, bei meiner damaligen Vernetzungsaktion. Es ist zugleich eine meiner wenigen Buchbesprechungen, die aus der Aktion immer noch online ist. Danke dafür!
Die erste Rezension, die in meinem Projekt „Adopt a Blogger – ich schreibe, ihr bloggt“ veröffentlicht wurde, gilt meiner Lieblings-Trash-Serie:
Anita Blake, die Vampirhenkerin – geschrieben von Laurell K. Hamilton.
Adoptiert wurde dieser Beitrag von Sara Salamander und das ist wirklich der passende Blog dafür! Ich glaube, ich werde noch wochenlang in ihrem Blog weiterstöbern! Hier geht es zu meinem Beitrag.
Eine kleine Textpassage zeigt, wie kompliziert Anitas Liebesleben inmitten all der sexy Vampire, Werleoparden, äußerst männlichen Polizisten und Werwölfen mit Besitzdenken geworden ist und vermittelt Euch, was den besonderen trashigen Reiz der Serie ausmacht (wobei ich vermute, dass die Autorin nie vor hatte, Trash zu schreiben).
„Es war wirklich so, das Micah, Nathaniel und ich uns abends gegenseitig vorlasen … Also wechselten wir uns mit dem Lesen ab, ein Zubett-geh-Ritual, das anheimelnd und sonderbarerweise intimer war als Sex. Man liest seine liebsten Kinderbücher nicht Leuten vor, die man f***t. Man liest sie Leuten vor, die man liebt. Da war es wieder, das Wort Liebe.“
Oder auch:
“Ein Tag wie jeder andere, Ein Tag, an dem ich mal wieder dachte, ein neues Leben, ein anderes Leben wäre gar nicht so schlecht. … konnte man etwas umtauschen, das über 20 Jahre alt war? Wo bekam man ein neues Leben, wenn man das alte nicht richtig hinbekam?“



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