Museumsbesuch – Citânia de Briteiros – Portugal

Museum Citania Briteiros

800 v. Christus war Citânia de Briteiros eine große keltische Siedlung. Heute ist Citânia de Briteiros ein Museum, das gutes und festes Schuhwerk erfordert. Fast 200 Häuserfundamente der keltiberischen Siedlung wurden mittlerweile ausgegraben. Häuserfundamente, Wasserrinnen, Verbindungsstraßen – also Steine, Steine und nochmals Steine. Diese gilt es zu erkunden, zu erlaufen, zu erklettern. Nur so kann man den Reiz des Ortes erfahren. Der Begriff Häuserfundamente passt nicht wirklich. Grundstücksgrenzen wäre wohl treffender. Jede Familie hatte einen abgegrenzten Bereich, den sie je nach Bedarf bebaute. Wenn man annimmt, das eine Familie aus mindestens 8 Mitgliedern besteht, wohnten in Citânia de Briteiros um die 1600 Personen. Wahrscheinlich waren es mehr. Wie das Leben dort wohl ausgesehen haben mag? Auf einmal sah ich nicht nur Steine, sondern eine kleine Stadt und kletterte fasziniert weiter. Das Museum und ich, wir laden Euch jetzt zu einer virtuellen Rundtour durch Citânia de Briteiros ein. Den Spaß des Kletterns habt…

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Museumsbesuch – Der Hohenhof in Hagen

Das altmodische Wort Wohnsitz ist für mich der einzige Begriff, der zur Villa Hohenhof in Hagen passt. Der Hohenhof war der Familienwohnsitz des Gründers des Folkwang-Museums Karl Ernst Osthaus und wurde 1906 bis 1908 vom Architekten Henry van de Velde konzipiert und erbaut. Dieses Gesamtkunstwerk des Jugendstils ist bis heute unverändert erhalten geblieben. Sogar die Ausstattung der repräsentativen Räume wie Möbel, Wanddekorationen, Lampen und Stoffe bis hin zu Heizkörperverkleidungen sind unverändert erhalten geblieben! Dies macht das Museum „Villa Hohenhof“, eine Außenstelle des Osthaus-Museums in Hagen, zu etwas ganz besonderem. Auf lichtbild.org findet ihr großartige Fotos, die das Besondere dieses Hauses aufzeigen. Dort erkennt ihr auch, das diese Form des Jugendstils so gar nichts mit floraler Leichtigkeit zu tun hat, wie es zum Beispiel beim Wiener Jugendstil der Fall ist. Hier zeigt sich der Jugendstil von seiner eher sachlichen Seite und weist den Weg zum Bauhaus-Stil. Von der Straßenseite zeigt sich der Hohenhof…

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Besuch in Nürnberg – Neues Museum

Nürnberg Neues Museum GeschichtenAgentin Museumsbesuch

Endlich hatte ich mal wieder Gelegenheit, ein Museum zu besuchen, das ich noch nicht kannte: Das neue Museum in Nürnberg. Die Architektur ist nicht nur sehenswert, ich habe mich in den Räumen auch wohl gefühlt. Manches an der Raumwirkung hat mich an das Museum der bildenden Künste in Leipzig erinnert. Da ich ein großer Leipzig-Fan bin, ist das ein Riesen-Lob. Da wir eine ausstellungsfreie Phase erwischt haben, waren nur zwei Etagen geöffnet – das dann wiederum zum Schnäppchenpreis von einem Euro. Design-Ausstellungen in einem Museum finde ich immer schwierig, da ich so nur die Form bewundern kann, aber nicht die Funktion testen kann. Trotzdem bleibt mir der Raum über Komplot im Gedächtnis, da hier sehr schön gezeigt wird, wie aus einer Ebene eine Lampe wird: der Design-Klassiker Sinus. Highlight war für mich der Gerhard Richter Raum, in dem Bilder aus ganz verschiedenen Schaffensperioden hängen. Keine Abbildung in einem Buch wird…

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Buchkauf – ganz woanders: Australien

Bücher kommen über Nacht in die Buchhandlung.  Eigentlich ein unglaublicher Luxus, oder? Lediglich Medikamente werden in Deutschland noch schneller geliefert! Über 1,2 Millionen lieferbarer Bücher, die von jeder Buchhandlung besorgt werden können. Lieferzeit meist unter 10 Tagen. Wie sieht das eigentlich in anderen Teilen der Welt aus? Zum Beispiel in Australien? Tina lebt in der australischen Kleinstadt Mudgee und ist eine echte Leseratte; ein Bookworm, wie man in Australien sagt. Wir waren mal Kolleginnen und der Beruf der Buchhändlerin prägt einen für das ganze Leben. Einmal Buchhändlerin, immer Buchhändlerin. Damals haben wir gemeinsam eine der ersten Manga-Abteilungen aufgebaut. Das war die Ära von Mondstein sieg und flieg …Tina flog dann nach Australien und wir verloren uns aus den Augen. Dank Facebook haben wir heute wieder Kontakt und ich damit die Möglichkeit, Tina ein paar Fragen dazu zu stellen, wie sie in Australien an ihre Bücher kommt. Das Land ist groß…

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