Ich und die Comics. Und wie uns die Mangas in die Quere kamen.

Moebius Comics

Bücher, Zeitschriften, Comics – als Kind habe ich einfach alles gelesen, was ich in die Finger bekommen habe. Gefühlt war Lesestoff immer Mangelware. Bücher wurden vor allen Dingen ausgeliehen, gekauft eher selten. Doch ab und an gab es wohl im Supermarkt reduzierte Comics – das war wohl eine Quelle. Die andere Quelle waren die Jungs aus der Nachbarschaft: dort habe ich mir vor allem Donald Duck und Asterix ausgeliehen; ab und an auch mal Superhelden. Meine Mutter musste sich noch verteidigen, dass sie ihrem Kind Comics zu lesen gab – ich bin Jahrgang 1968. Doch selbstbestimmtes Lesen war ihr wichtiger als irgendein literarischer Bildungsauftrag und meine sehr guten Deutsch-Noten nahmen den Kritikern dann eh den Wind aus den Segeln. Sie hatte als Kind auch immer gefühlt zu wenig zu lesen gehabt und war auf die Fortsetzungsromane der Gartenlaube ausgewichen. Geschadet hat ihr das ebenfalls nicht. Eine Leidenschaft für Comics habe ich damals aber nicht entwickelt.…

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Electric Book Fair: was kommt nach dem eBook?

eReader auf der Electric Book Fair Berlin

Eigentlich wollte ich die Electric Book Fair in Berlin als Leser besuchen, oder um genau zu sein: als bloggende Leserin. Schließlich hatte ich die Karte mit meinem Beitrag zur Blogparade „Mein erstes eBook – #1stebook“ gewonnen. Den Plan gab ich schnell auf, denn die Vielfalt der Themen und Sessions berührte so ziemlich alles, was ich mit Büchern mache. eBooks verschenken – wie kann man daraus ein haptisches, persönliches Erlebnis machen? Wie hält man eine Backlist von 1500 eBooks auf dem technisch aktuellen Stand? Wie sieht der Lebenszyklus eines eBooks aus, welche Themen sind überhaupt für eBooks geeignet und welche Rolle spielen dabei Rezensionen und Preisaktionen? Kann man einen eBook-Verlag mit Wunderlist organisieren? Ab wann ist ein Selfpublisher ein Ein-Mann-Verlag? Was gehört alles zu dem Themenbereich Data Driven Publishing? Bieten eBooks leseschwachen Kindern Vorteile oder haben in diesem Fall Apps die besseren Karten? Nicht alle dieser Fragen wurden in Sessions erörtert. Viele hochinteressante Diskussionen fanden zwischendurch…

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Geht doch! Sponsoren-Sessions auf dem #litcamp16

Literaturcamp Heidelberg

Nicht erst seit dem Werbevortrag von Microsoft auf der #dico16 bin ich skeptisch, was Sessions und Vorträge von Sponsoren auf Konferenzen und Barcamps angeht. Doch auf dem #litcamp16 funktionierte sogar das und sorgte für Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe: Netgalley bot zusammen mit dem Carlsen Verlag eine Session zum Thema „Digitale Leseexemplare“ an. Sehr speziell, dachte ich zuerst. Doch auch diese Session war gut besucht. Interessant war für mich, dass Journalisten eher Print-Exemplare als Rezensionsexemplare anfordern; bei Buch-Bloggern gibt es keine klaren Präferenzen mehr. Blogs, die Bücher fotografisch in Szene setzen, möchten natürlich „echte“ Bücher (und sollen sie auch weiterhin bekommen). Bloggern wie mir, die einfach nur lesen wollen, ist es häufig egal, ob sie Print oder eBook erhalten. Auch bei diesem Punkt horchte ich auf: bei Carlsen werden Blogger vom Marketing betreut; Journalisten von der Presse. Ich vermute, dass diese Trennung auch in anderen Verlagen existiert. Und sie erklärt so manches, finde ich. Einige der anwesenden Autoren…

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Buchblogs und Leser offline vernetzen

Literaturcamp Heidelberg Blogger Aktionen offline

„Buchblogs und Leser offline vernetzen“ war das Thema einer Veranstaltung auf dem Literaturcamp in Heidelberg #litcamp16. Alexandra hat die Session sehr spontan ausgerufen. Gedacht war sie als offene Diskussionsrunde, als Ideen-Sammlung. Der Raum war voll, trotz vieler anderer spannender Sessions, die zur gleichen Zeit statt fanden. Für mich war es ein AHA-Effekt auf dem #litcamp16: Viele Buchblogger denken zur Zeit auf den gleichen Themen herum. Die letzte Frage wollten wir in der Session diskutieren. Alexandra vom Blog Bücherkaffee bringt selbst sehr viel Erfahrung beim Thema Offline-Aktionen von Blogs mit: monatlicher Bücherstammtisch „Meet & Read“ und Wohnzimmer-Lesungen sind nur zwei Beispiele ihrer Aktivitäten. Vorneweg: der ultimative Lösungsansatz wurde nicht gefunden. Aber es wurden viele kleine unaufwendige Ideen zusammengetragen und auch ein paar größere Konzepte skizziert. Hier mein – sicherlich lückenhaftes – Gedächtnisprotokoll: So können Buch-Blogs offline sichtbar werden Bemerkenswert fand ich, wieviel Hoffnung auf dem Buchhandel ruht: Blogger-Schaufenster, Buchvorstellungen mit Bloggern, Lesezeichen und Flyer im Laden…

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#litcamp16: das erste Barcamp für Literatur in Heidelberg und meine erste Session

Die Vorbereitung meiner Session für das #litcamp16 knapp zusammengefasst

Freitag Abend dachte ich mir, dass ich auf meinem zweiten Barcamp meine erste Session halten könnte. Samstag fühlte sich die Idee immer noch gut an. Also schnappte ich mir die Postkarte von „Fairer Buchmarkt“ Every time you steal an e-book, a unicorn dies und einen Kuli von Jokers, einem der Sponsoren des #litcamp16, und schrieb mein Session-Konzept auf. Die Buchblogger, die unbekannten Wesen war von mir angedacht als Informationssession für Autoren, Verlage und Pressemenschen mit anschließender Diskussion mit Bloggern. Spontan unterstützt hat mich Alexandra vom Blog Bücherkaffee – Danke! Ich hoffe natürlich, dass jemand diese Session protokolliert und drücke demjenigen fest die Daumen, dass er damit auch den Tolino Reader gewinnt – womit ich einen weiteren Sponsor im Text unterbekommen habe 🙂 Das war mein Einstieg in die Session: Jetzt live beim #litcamp16: Der Buchblogger – Das unbekannte Wesen mit @DagmarEckhardt und @buecherkaffee pic.twitter.com/7FiRqymLM9 — Janine (@Kapri_zioes) 12. Juni 2016 Vorneweg: Blogger sind ein freies und wildes…

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Mein erstes E-Book – was? warum!

eBook Nachteile beim Zeilenumbruch

Mein erstes E-Book. Also das war doch … keine Ahnung. Aber ich weiß genau, warum ich es gelesen habe. Es war eine Vereinfachung, schlicht und einfach. Das Tolle am Beruf der Buchhändlerin ist, dass man ständig neue Bücher in der Hand hat. Das Schlimme am Beruf der Buchhändlerin ist, dass man ständig neue Bücher zu Hause hat. Die Regale werden aber nicht größer. Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem sich selbst meine Freunde keine Bücher bei mir ausleihen wollte, weil ich immer gleich dazu sagte: ich will es aber nicht zurück. Anscheinend sind auch die Regale meiner Freunde nicht mitgewachsen. Als der erste Verlag begann, Leseexemplare als E-Book anzubieten, war ich gleich dabei. Was für eine Erleichterung im wahrsten Sinne des Wortes! Weniger Ballast für meine Wohnung. Keine Frage, wohin mit dem Buch nach der Lektüre. Notfalls kann man ein E-Book auch löschen, aber Festplatten sind geduldiger und belastbarer als Bücherregale. Bald begannen die…

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Anarchistische Entdeckungen, die nur auf der Leipziger Buchmesse möglich sind

Sach-Comic Kleine Geschichte des Anarchismus

Bei diesem Beitrag muss ich aufpassen. Er könnte mir zu sentimental geraten. Verlag Graswurzelrevolution – dieser Name lockt bei mir viele Sätze hervor, die mit „damals“ beginnen. Liegt daran, dass ich den Verlag als Abiturientin entdeckt habe. Hinterfragen, genau wissen wollen, überprüfen, ob es nicht noch ganz andere Alternativen gibt, als die im Lehrplan vorgeschlagenen – das war für mich wichtig. Nicht, dass meine Lehrer mich auf den Pfad gebracht hätten, aber die zufällige Anwesenheit von Werbematerialien anarchistischer Verlage und des Schwarzen Fadens neben meinem Geschichts-Lehrbuch auf dem Schreibtisch wurde doch wohlwollend zur Kenntnis genommen. Oder verkläre ich das im Nachhinein? Eines verkläre ich ganz sicher nicht: Früher konnte man solche Verlage auch auf der Frankfurter Buchmesse antreffen. Ich fand das toll und habe begeistert in Programmen gestöbert, von denen ich sonst mit viel Glück einige Titel in Mannheim in der Xanthippe oder im Anderen Buchladen finden konnte. Vielfalt, Freiheit, Gegenentwürfe – mir ging es…

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Von Reichweite, Zahlenmagie und Buch-Blogs – was ist eine Rezension wert?

Wert einer Rezension auf einem Buch-Blog

Ein Ruck soll durch die Buch-Bloggosphäre gehen, das Selbstbewusstsein soll erstarken. Im Brennpunkt der Diskussion steht die Frage: was sind unsere Rezensionen und Artikel wert? Spitzer formuliert: warum ist es (derzeit) mehr wert, über einen Lippenstift zu bloggen als über ein Buch? Warum werden reichweitenstarke Beauty-Blogger bezahlt, Buch-Blogger aber nicht? Nun, man merkt es meiner Einleitung an, dass ich skeptisch bin. Ich sehe die Buch-Bloglandschaft in ihrer bunten Vielfalt, wie sie heute ist, und ich sehe die Blogs aus anderen Branchen, die mit Sponsored Posts, Anzeigen und durch Auftritte der Blogger als Speaker Geld verdienen. Der Abstand in der Professionalisierung ist gewaltig. Zwei Beispiele für den Stand der Professionalisierung der Buch-Blogs habe ich rausgesucht. Ich lese und rezensiere, da bleibt mir keine Zeit für Technik? Knapp die Hälfte meiner Besucher kommen über die Suche, also Google & Co, auf meinem Blog. Wenn ich möchte, dass meine Beiträge lange gelesen werden und auffindbar bleiben, muss ich…

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Die Karte wollte lieber auf Mallorca bleiben

Mallorca Handbuch für den Urlaub

Ein guter Freund tröstete uns: Urlaub auf Mallorca kommt in den besten Familien vor. Recht hat er. Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, einmal mit schwäbischen Rentnern im Flieger nach Malle zu sitzen. Anfang Dezember letzten Jahres war es dann soweit. Um mich herum sonnengegerbte Blondinen, Sport-Aktivisten und Senioren in praktischen Outdoor-Klamotten. Ehrlich – das war wirklich so! Ich habe die Reise nach Mallorca nicht bereut und das habe ich einmal (weiteren) guten Freunden zu verdanken, die vor Ort waren – und einem sehr guten Reiseführer. Das Mallorca-Handbuch aus dem Reise Know-How bringt Struktur in das Urlaubsland, das so vielen unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden will: Sonnenanbeter, Party-People, Familien, Senioren, Radfahrer, Naturliebhaber und Menschen, die es sich einfach gut gehen lassen wollen (das beinhaltet gutes Essen). Das sind zum Teil gegensätzliche Interessen. Der Reiseführer aus dem Reise-Know-how Verlag ist jedoch so aufgebaut, dass ich locker alles, was mich nicht interessiert, ignorieren konnte. Wichtig für mich sind Wanderungen,…

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Enzensberger, die Nagelfeile und die Bibliothek in meinem Vorort

Bücher für die Vorortbibliotheken

Bücher lesen und ausleihen: da lächelt die Bibliothekarin von heute milde, wenn der Leser damit die Aufgaben einer Bücherei umschreibt. Dass Vorlesenachmittage und ein Recherche-Portal angeboten werden ist noch vorstellbar, doch wie ich bei der tollen Führung durch die Stadtbibliothek Mannheim beim #bookupDE gelernt habe, hört der Service damit noch lange nicht auf. Das Veranstaltungsangebot und die Vielzahl an Dienstleistungen sind beeindruckend, doch wie sieht es mit dem Buchbestand aus? Auf den ersten Blick sehr, sehr gut. Eine große Auswahl an Fach- und Sachbüchern in der Zentrale im Stadthaus Mannheim erfreut mein Leserherz; über den Bestseller-Service freuen sich andere. Doch ich lebe nicht in der Innenstadt, meine Bibliothek ist die im Mannheimer Vorort Rheinau. Buchstützen sind wichtig geworden in meiner Stadtteilbibliothek Damals, als ich noch Schülerin war, war meine Vorort-Bibliothek prall gefüllt. Angeschafft wurde, was wichtig war. Der Bildungsauftrag stand im Vordergrund. Ausleihzahlen waren nicht ganz so wichtig. Das hat sich geändert. Heute kann man in meiner Stadtbibliothek…

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Tut verlinken eigentlich weh?

In love with a blogger oder die Sache mit dem verlinken

Ich verlinke gerne und großzügig. Weil ich nicht möchte, dass das Internet eine einzige große Shopping-Mall ist, verlinke ich nicht nur auf empfehlenswerte Buchhandlungen wie Schmitz Junior und die Schiller Buchhandlung (Update 2025: mittlerweile geschlossen), sondern auch auf die Webseiten von Autoren, Übersetzern und Illustratoren, auf weiterführende Artikel im Internet und auch auf Rezensionen auf anderen Blogs. An meinen Statistiken sehe ich, dass meine Leser diesen Service gerne nutzen. Logisch: Links machen ja den besonderen Reiz des Internets aus. Von Artikel zu Artikel springen, hier eine Info, dort ein Meinungsschnipsel einsammeln – das ist unterhaltsam, inspirierend und informativ. Das wüssten die Leser auch auf den Seiten der Verlage, Autoren und Illustratoren zu schätzen, wenn – ja wenn – dort ein Link wäre. Doch bis auf wenige löbliche Ausnahmen fehlt der meist. Warum eigentlich? Tut verlinken weh? Verlinken als Dank Zu jeder Buch-Rezension gehören für mich mindestens zwei Links auf den Verlag; einer auf die Startseite und…

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Bilderbücher für Erwachsene oder vom Vorteil, zwei Blogs zu betreiben

Buchtipps vom Buchkind

Manchmal begegnen mir, wenn ich in meiner Blog-Identität als Buchkind unterwegs bin, Bilderbücher, die nicht so recht auf den Kinderbuch-Blog wollen. Das sind meist sehr schön illustrierte Bücher, bei denen mir aber die Geschichte zu wenig im kindlichen Erleben verwurzelt ist. Doch manche dieser Bilderbuch-Schätzchen gehen mir trotzdem nicht aus dem Kopf, denn sie besitzen einen Zauber, eine magische Verbindung von Illustration und Geschichte. Sie verdienen also auf jeden Fall eine Rezension – aber lieber unter einer Rubrik namens „Bilderbücher für Erwachsene„. Grundsätzlich ist mein Vertrauen in die Fähigkeit von Kindern, sich auf Geschichten aller Art einzulassen und sie für sich passend zu adaptieren, sehr groß. Es liegt also nicht an den Kindern – denn es liegt nie an den Kindern – das ich bei diesen Bilderbüchern unsicher bin, wie ich sie besprechen soll. Ich kann mir bei diesen Bilderbuch-Schätzchen nicht so recht vorstellen, auf welchen Wegen sich Kinder dem Buch nähern. Ich kann es…

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