Muslim Girls oder was ein Kopftuch bedeuten kann, aber nicht muss
Meine ganz persönliche Kopftuchgeschichte spielt in den 70er Jahren. Für meine Oma war ein Kopftuch ein ganz normales, ungemein praktisches Kleidungsstück. Es hielt bei Wind die Haare aus dem Gesicht, schützte im Sommer vor der Sonne, bei der Gartenarbeit vor dem Dreck und fing an den Schläfen und im Nacken den Schweiß auf. Bei schlechtem Wetter hielt es warm, ein leichter Regen machte dem Kopftuch nichts aus. Damit verhinderte das Kopftuch Ohrenschmerzen und, wenn man es in die Stirn zog, Stirnhöhlenentzündungen. Sehr praktisch und angenehmer zu tragen als eine Mütze. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs und trug ein Kopftuch. Wahrscheinlich war ich, Jahrgang 68, gerade eben noch Grundschülerin. Meine langen, dunklen Haare schauten unter dem Kopftuch heraus, das ich mir bestimmt in die Stirn gezogen hatte, denn es wehte ein frischer Wind. Meine dunklen Augen blitzten darunter hervor. Da hörte ich es: „Scheiß Türkin!“ Laut und deutlich wurde mir…















