Unkonferenz – das Literaturcamp Heidelberg

Das Literaturcamp Heidelcamp ist ein offenes Barcamp, eine Unkonferenz rund ums Buch, die Literatur, das Schreiben und Veröffentlichen. Es machte seinen Namen diesmal alle Ehre – noch unkonferenziger als das, was ich in den zwei Tagen erlebte, geht kaum. Das begann mit dem Anfang: extra eine halbe Stunde früher starten als letztes Jahr um dann eine halbe Stunde mit der Technik rumschraddeln, bis endlich alles läuft. Das hätte man durchaus auch vorher proben können. Auch ein kleines Skript, was es alles zu sagen gibt, könnte helfen. Über die Hälfte der Anwesenden war noch nie auf einem Barcamp – da muss man auch ein wenig erklären, dass alles in Selbstorganisation abläuft. Dann müsste man auch am zweiten morgen nicht so schimpfen, dass Müll wegräumen und leere Flaschen in die Kästen zurückstellen nicht geklappt hat. Egal, ich hab Euch trotzdem lieb. Unkonferenz – jede Session ist unerwartet und anders Meine erste Session war gleich Unkonferenz pur. „Mein…

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SEO für Menschen, die lieber schreiben als sich um Technik zu kümmern

SEO für Menschen, die lieber schreiben als sich um Technik zu kümmern. Wie kann ich nur mit Text Google beeindrucken? Das war das Thema der Session, die ich am zweiten Tag des Literaturcamp Heidelbergs #litcamp17 angeboten haben. Wie versprochen stelle ich mein Skript für die Session online. Die echte Session lief natürlich anders. Dazu findet Ihr am Ende einige Anmerkungen. Danke für Eure Fragen und Erfahrungen! Wenn Ihr über die Session schreibt, verlinke ich Euch gerne. Und wenn ihr Fragen oder Ergänzungen habt, dann freue ich mich über Eure Kommentare! SEO für Menschen, die lieber schreiben Wieviele eurer Blog- oder Webseitenbesucher kommen über Google? Bei mir sind es 60% Lohnt sich also, ein bisschen SEO zu betreiben, damit mehr davon kommen. Ich skizziere euch einen Weg, der bei SEO das in den Mittelpunkt stellt, was ihr wahrscheinlich am liebsten macht: schreiben. Schreibt zuerst einen großartigen Text. Fertig? Fasst die Kernaussage des Texts in zwei Sätzen…

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Auerhaus, in the middle of the street

Auerhaus. Roman von Bov Bjerg

Ja, so könnte es gewesen sein, genau so. Aber wäre ich schon vor meinem Abi in eine WG gezogen, dann hätte es dort mehr als nur ein Mixtape gegeben. Madness wäre sicherlich auch mit drauf gewesen, aber wahrscheinlich nicht mit ihrem Hit „Our house“. In meiner WG wäre es „Nightboat to Cairo“ gewesen. Aber ich bin erst nach meiner Ausbildung in eine WG gezogen. Das ist eine ganz andere Geschichte als die, die Bov Bjerg erzählt. Er erzählt von den zwei Jahren vor dem Abi. Dann, wenn es sich entscheidet, ob aus Zwangsbekanntschaften Freundschaften werden, die länger halten. Vielleicht sogar ein Leben lang. Nur, weil man in einer Klasse ist, muss man sich nicht mögen. Es braucht noch mindestens eine zweite Gemeinsamkeit: Musikgeschmack, soziale Schicht, gemeinsames Außenseitertum. Jahre später lässt sich das meist gar nicht mehr so genau nachvollziehen, wie es zur Freundschaft kam. Aber man kann sich genau daran erinnern, wie die Freundschaft wuchs,…

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My Maifeld

Maifeld Derby Mannheim

Aus. Das Derby ist aus. Das siebte Maifeld Derby war mein drittes. Was war? Was bleibt? Wer will das wissen? Ich. Ich will das wissen. Die Erinnerungen an mein erstes Maifeld Derby überlagern sich mit dem zweiten. Wann habe ich Die Nerven gesehen? Metz? Freiburg? Human Abfall? Soft Moon? Und wie hieß diese andere Band mit S? Diesmal habe ich mir Notizen gemacht – auf Instagram, auf Facebook, auf dem Grooveblog. Solche Notizen sind vergänglich, rutschen nach unten, nach hinten, weg. Also muss eine Meta-Notiz her, hier, auf dem Blog. Ein Festival besteht aus Momenten. Das Grinsen von Gemma Ray. Staub, der auf einer Schicht von Sonnenmilch klebt. Technikausfälle am Keyboard, die vom Sänger überspielt werden. Eine Rückkopplung, ein Schwarm Krähen über dem Palastzelt, ein Marienkäfer in der Menschenmenge. Eine Textzeile, ein Beat. Ein Gefühl, ein wahrer Moment. Meine Sammlung an Band-Momenten beginnt mit Gemma Ray. Wie konnte ich sie so lange übersehen? Fast wäre…

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Unsagbare Dinge. Eine unschreibbare Rezension.

Am 2. Januar 2016 bezeichnete ich mich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder als Feministin. Auslöser waren weniger die Ereignisse in der Silvesternacht am Kölner Bahnhof als viel mehr das, was darauf folgte. Viele Männer (und einige wenige Frauen) fühlten sich auf einmal für den Schutz von Frauen zuständig. Sie erklärten mir, dass ich gefährdet sei und legten auch gleich fest, was ich für meine Sicherheit zu tun hätte: wo ich hingehen darf und wo nicht, was ich anzuziehen habe und was nicht und wie viel Abstand ich von meinen Mitmenschen zu halten habe. Ganz ehrlich, liebe selbst ernannten Retter: bringt erst mal Euer Leben in Ordnung und dann unterhalte ich mich gerne mit Euch darüber, wer Schutz braucht und vor allem Dingen vor wem und wie. Wer jungen Frauen erklärt, sie dürfen nicht dieselben Fehler begehen, nicht genauso viel Spaß haben und nicht dieselben Risiken eingehen wie junge Männer – sich betrinken, auf…

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Musik 2016 – Spotify und tote Künstler

Musik 2016: nicht nur Spotify sondern auch Konzerte

2015 hatte ich schon keine Top Songs für meinen Kollegen vom Grooveblog – darüber hatte ich hier gebloggt. Dieses Jahr ist das auch nicht anders, aber trotzdem ist alles besser. Viel besser. Nicht nur, weil der Student über mir, der im letzten Jahresrückblick eine entscheidende Rolle spielte, ausgezogen ist. Ich habe so viel Musik gehört wie schon lange nicht mehr; darunter auch viel Neues, sehr viel Neues. Ich habe so viel Musik gehört, dass kein Song es geschafft hat, ein Jahreshit zu werden, denn es gab immer noch den nächsten Song zu entdecken. Und den darauf. Und den übernächsten. Hatte ich letztes Jahr noch Orientierungsschwierigkeiten, gab es dieses Jahr damit einen akustischen roten Faden für mich: weiterhören, immer weiterhören. Nächstes Genre, nächster Künstler, nächstes Thema. Mochte ich mich 2015 noch nicht so recht mit Spotify anfreunden, bin ich Ende 2016 eine Heavy Userin. Und das kam so: 2016, Spotify und ich Am Anfang stand ein…

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Der Buchkönig und ich: eine Glücksgeschichte

Wenn es eine Göttin des Bloggens gibt (Saraswati, bist Du das?) dann meint sie es gut mit mir. Sie beschert mir Glücksfälle wie (in chronolgischer Reihenfolge) den Hugendubel-Buchblog, Blogger schenken Lesefreude, den Kinderbuchlotsen und den Buchkönig. Gerade der Buchkönig hat mich in diesem Jahr wieder zum Staunen gebracht. Nicht, weil alle Leser und die gesamte Buchbranche unserem ideellen Preis für Bilderbücher und Kinderbücher aus Kleinverlagen zujubelt (wir arbeiten daran) – mein ganz persönliches Buchkönig-Wunder kommt anders zustande. Als ich vor knapp 4 Jahren den Buchhandel den Rücken zukehrte dachte ich mir: endlich kann ich lesen, was ich will, ohne mir gleich überlegen zu müssen, ob es verkäuflich ist. Klingt banal, hat sich aber als gar nicht so leicht umsetzbar herausgestellt. Wenn ich nicht mehr lesen muss, was neu auf den Markt kommt und von mir verkauft werden will – wonach suche ich dann meine Lektüre aus? Ganz ehrlich: ich hatte keinen Plan. Meine ersten Versuche…

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Aus der Yoga-Praxis gefallen. Und nun?

Yoga Asanas Buch von Barbara Kündig

Ich bin aus meiner Yoga Praxis gefallen, so gründlich und so lange wie noch nie. Ich weiß auch, wie es dazu kam, und dass es mir nicht gut tut. Steifheit macht sich breit, Körperspannung lässt sichtbar nach, Nackenschmerzen breiten sich entlang der Wirbelsäule weiter aus. Ich weiß, dass eine regelmäßige Yoga Praxis all das beenden würde. Was ich nicht weiß ist, wie ich wieder zurück auf die Matte finde. Das Anfangen habe ich verlernt, beim Üben bin ich aus der Übung. Das einfach machen will mir nicht gelingen. Also probiere ich es mit dem einfach lesen, auch wenn dieser Kobold in mir sagt, dass ich mittlerweile mehr Yoga gelesen als praktiziert habe. Ich ignoriere die Stimme so gut, wie es geht, und hoffe auf die Kraft des richtigen Buchs zur richtigen Zeit. Yoga Asanas von Barbara Kündig könnten das passende Buch für mich sein. Barbara Kündig, deren Yoga Nidra Buch mit CD ich schon sehr…

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Hainich – wandern im Noch-Nicht-Urwald

Wandern im Hainich Buchenwald

Es waren die alten Buchenwälder, die dem Hainich zum Status Unesco Weltnaturerbe verhalfen. Doch selbst ein alter Buchenwald ist kein Urwald. Das liegt einmal an der Struktur des Waldes: das dichte Laubdach der alten Buchen lässt nur wenig Licht durch, so dass kaum Unterholz wächst. Erst, wenn ein Baum umstürzt, fällt genug Licht auf den Waldboden und das Wachstum beginnt. Zudem wurden im Hainich bis 1998 noch Bäume gefällt. Die Spuren der Forstwirtschaft verblassen genauso wie die Spuren des Truppenübungsgeländes. Doch Urwald ist der Hainich nicht – eher ein Urwald-Erwartungsgebiet. Dschungelgefühl kommt daher nur sehr selten auf – das kann man im Nationalpark Bayrischer Wald besser erleben. Aber auch dort sind es nur wenige Waldstücke, die schon seit sehr langer Zeit nicht mehr bewirtschaftet werden. Nicht, weil man den Wald schützen wollte, sondern weil sie einfach zu unzugänglich und abgelegen waren. Es ist auch nicht nur der Hainich, der von der Unesco ausgezeichnet und unter Schutz gestellt…

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Barcamp Rhein-Neckar #bcrn16

dezernat 16 in Heidelberg. Toller Veranstaltungsort für das Barcamp Rhein-Neckar

Schule im digitalen Zeitalter, Müll von Pappbechern vermeiden, Minecraft, Drohnen und Zen: Obwohl das Barcamp Rhein-Neckar eine wilde, bunte Mischung an Themen bot, habe ich mir diesmal sehr viele Sessions mit technischem Hintergrund herausgesucht. Damit war für mich über weite Strecken das Barcamp eine Fortbildungsveranstaltung und eine Möglichkeit, in Themen hineinzuschnuppern, von denen ich selbst nicht viel verstehe. Genauso gut kann man ein Barcamp als Reality-Talkshow und Diskussionsrunde wahrnehmen. Oder als gemütliches Abhängen mit interessanten Menschen (und Hunden). Auf jeden Fall gibt es auf jenem Barcamp immer mindestens eine Session, die einem lange im Gedächtnis bleiben wird. Auf dem Barcamp Rhein-Neckar waren es gleich zwei, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Autistisch – Authentisch! Sicherlich die intensivste Session lieferte @querdenkender Aleksander Knauerhause, der sich ganz entspannt vorne hinsetzte und über Autismus erzählte – seinen Autismus. Damit lieferte er Aha-Momente im Sekundentakt. Vergesst alles, was ihr meint, bei Rain Man & Co gelernt zu haben, und hört einfach ihm zu!…

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Electric Book Fair: was kommt nach dem eBook?

eReader auf der Electric Book Fair Berlin

Eigentlich wollte ich die Electric Book Fair in Berlin als Leser besuchen, oder um genau zu sein: als bloggende Leserin. Schließlich hatte ich die Karte mit meinem Beitrag zur Blogparade „Mein erstes eBook – #1stebook“ gewonnen. Den Plan gab ich schnell auf, denn die Vielfalt der Themen und Sessions berührte so ziemlich alles, was ich mit Büchern mache. eBooks verschenken – wie kann man daraus ein haptisches, persönliches Erlebnis machen? Wie hält man eine Backlist von 1500 eBooks auf dem technisch aktuellen Stand? Wie sieht der Lebenszyklus eines eBooks aus, welche Themen sind überhaupt für eBooks geeignet und welche Rolle spielen dabei Rezensionen und Preisaktionen? Kann man einen eBook-Verlag mit Wunderlist organisieren? Ab wann ist ein Selfpublisher ein Ein-Mann-Verlag? Was gehört alles zu dem Themenbereich Data Driven Publishing? Bieten eBooks leseschwachen Kindern Vorteile oder haben in diesem Fall Apps die besseren Karten? Nicht alle dieser Fragen wurden in Sessions erörtert. Viele hochinteressante Diskussionen fanden zwischendurch…

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Schöner wandern in Franken mit Graupelschauern

Fotos Franken

Graupelschauer. Für diese Form des Niederschlag habe ich im Franken-Urlaub im winterlichen Frühling 2016 eine besondere Vorliebe entwickelt. Graupelschauer prallen von der Regenjacke ab. Dabei wird man nicht nass. Einfach weiterlaufen bis zum nächsten Gasthof und dort wieder aufwärmen. Geplant war ein Wander- und Biergartenurlaub; es wurde ein Wander-und Bierurlaub. Doch dank der Graupelschauer konnten wir trotz des unerwarteten Kälteeinbruch sehr viel wandern. Bei der Urlaubsplanung und beim Finden der Wanderrouten geholfen haben diesmal diese Reiseführer aus dem fränkischen Ars Vivendi Verlag: Pünktlich nach meinem Franken-Urlaub war dann auch der Bierführer lieferbar: Wandern in Franken: bergauf, bergab und wieder hinauf und wieder hinab Ars Vivendi ist kein Reiseführer Verlag, verlegt aber Regionalia, nach denen man reisen kann. Diese Unterscheidung musste ich als Leserin stets im Hinterkopf behalten. „Fundort Sagen und Legenden in Franken“ enthält wenig Kartenmaterial, aber viel Geschichten, Anekdoten, Sagen und Wissenswertes zur Landschaft und zur Geschichte Frankens. In diesem Buch habe ich mir…

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