So läuft das mit dem Bloggen bei mir

Hier entsteht die GeschichtenAgentin - Blog Arbeitsplatz

Wie entscheidest du, ob du über ein Buch bloggst oder nicht? Mein Blog ist auch ein Lesetagebuch. Ich blogge über alles, was ich zu Ende gelesen habe und am liebsten über das, was mich begeistert hat. Ich blogge aber auch über alles, was so schlecht war, dass ich die Lektüre abgebrochen habe und mich darüber aufgeregt habe. Nur über das, was keine Reaktion bei mir hervorgerufen hat, blogge ich nicht. Woher nimmst du deine Inspiration für neue Beiträge? An Ideen hat es mir noch nie gemangelt. Ich finde immer Themen, über die ich gerne schreiben würde. Bücher, Museen, Reisen, Erlebnisse, Blogparaden – es gibt immer etwas, das mich zum Bloggen inspiriert. Was willst du mit deinem Blog erreichen? Eine GeschichtenAgentin hat eine Mission: Geschichten und Menschen zusammenbringen. Mehr dazu auf meiner Über-mich-Seite. Wie viel Zeit nimmst du dir für das Verfassen eines neuen Beitrags? Klare Ansage an mich: ein Beitrag sollte innerhalb von 45 Minuten fertig…

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Yoga ist …

Yoga bewusstes Leben Blog

Was ist Yoga für Dich? Diese Frage wurde auf Facebook zu mir herangespült. Die Antwort auf diese Frage ändert sich alle paar Jahre. Beginnen wir mit dem Anfang: wie habe ich Yoga eigentlich für mich entdeckt? Nicht verwunderlich, dass bei mir der Erstkontakt mit Yoga durch ein Buch ausgelöst wurde. Ende der 80er Jahre machte ich meine Ausbildung zur Buchhändlerin. Dort bei Kober in N2 in Mannheim fand ich in der Abteilung Östliche Lehren dieses Buch: „Yoga für alle Lebensstufen in Bildern„. Herausgegeben vom Sivananda Yoga Zentrum; erschienen bei Gräfe und Unzer in der Reihe Naturgemäß leben. Bücher lesen war mir schon immer wichtiger als Bücher besitzen, aber dieses musste ich haben. Zu diesem Zeitpunkt war Yoga für mich eine exotische und faszinierende Kunst. Ich experimentierte immer mal wieder zu Hause mit den Übungen aus dem Buch und merkte, dass ich mir das nicht alleine beibringen kann. Daraufhin passierte jahrelang nichts. Was ist Yoga für…

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Die Karte wollte lieber auf Mallorca bleiben

Mallorca Handbuch für den Urlaub

Ein guter Freund tröstete uns: Urlaub auf Mallorca kommt in den besten Familien vor. Recht hat er. Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, einmal mit schwäbischen Rentnern im Flieger nach Malle zu sitzen. Anfang Dezember letzten Jahres war es dann soweit. Um mich herum sonnengegerbte Blondinen, Sport-Aktivisten und Senioren in praktischen Outdoor-Klamotten. Ehrlich – das war wirklich so! Ich habe die Reise nach Mallorca nicht bereut und das habe ich einmal (weiteren) guten Freunden zu verdanken, die vor Ort waren – und einem sehr guten Reiseführer. Das Mallorca-Handbuch aus dem Reise Know-How bringt Struktur in das Urlaubsland, das so vielen unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden will: Sonnenanbeter, Party-People, Familien, Senioren, Radfahrer, Naturliebhaber und Menschen, die es sich einfach gut gehen lassen wollen (das beinhaltet gutes Essen). Das sind zum Teil gegensätzliche Interessen. Der Reiseführer aus dem Reise-Know-how Verlag ist jedoch so aufgebaut, dass ich locker alles, was mich nicht interessiert, ignorieren konnte. Wichtig für mich sind Wanderungen,…

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2016 – ruhig weitergehen

Mantra für 2016: ruhig weitergehen

Mein Mantra für 2016 lautet ruhig weitergehen. Natürlich gehört dazu eine Geschichte und damit ich diese Geschichte und das Mantra nicht vergesse, schreibe ich es hier auf. In 2015 habe ich die Kunst, mir selbst im Weg zu stehen, verfeinert und weiterentwickelt. Aber das macht nichts, denn während ich mir da so im Weg rum stand, konnte ich mich in Ruhe betrachten und besser kennenlernen. So war 2015 für mich nicht das allerbeste Jahr; aber es war so, wie es war, genau richtig. Was war, was ist, wo soll es hingehen? Die Antworten auf solche Fragen finde ich da draußen, in der Natur. In diesem Fall bei einem Spaziergang durch die frostigen Rheinwiesen, am ersten kalten Tag des Winters. Tief durchatmen, zur Ruhe kommen, den Kopf leeren. Wo komme ich her, wo bin ich jetzt, wo soll die Reise hingehen? Wenn ich zur Ruhe gekommen bin und die Fragen für mich geklärt habe, beginnt mein ganz…

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Ich habe heute keine Top Songs 2015 für Dich

Grooveblog auf Facebook

Mein Kollege vom Grooveblog meinte, dass auch wir am Jahresende zurückblicken oder hören könnten. Da hat er recht, doch die erhofften Top-5 Songs 2015 kann ich ihm und Euch diesmal nicht bieten. Wirklich nicht. Und das verblüfft mich selbst. Was ich aber bieten kann sind meine Top 5 Erlebnisse mit Musik 2015. Deren Existenz erklärt dann auch die Abwesenheit der Hitliste: Der Student über mir – Stille – Youtube nervt – Musik da draußen – Stuttgarter Nervengeflecht. Bonus-Kapitel: Musik lesen. Der Student über mir Der Student über mir mag Musik. Das merke ich an den vielen Amazon-Paketen, die ich für ihn annehme, die eindeutig Vinyl-LPs enthalten. Aber was hört er eigentlich? Am Anfang drang ein undefinierbares Gewummer durch die Decke an meinem Schreibtisch, der anscheinend genau unter seiner Anlage steht. Monate später AC/DC und dann auf einmal drei Tage Nirvana Teen Spirit in Endlos-Schleife. Es gibt Schlimmeres, aber irgendwie fühlte ich mich alt dabei. Aktuell…

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Pubertäre Punk-Elfen – Die Elfen von New York wiedergelesen

Cover Elfen New York 1996

Damit ich einen Roman aufhebe, muss er mich schon sehr beeindruckt haben oder mich an eine besondere Phase meines Lebens erinnern. Der Platz für Bücher in meiner Wohnung ist strikt begrenzt. Wenn die Bücher nicht mehr in das Regal passen, sortiere ich aus. Da ich mich meist auch noch nach 10 Jahren sehr gut an die Handlung eines Romans erinnern kann, hebe ich eher Sachbücher als Romane auf. Das Kult-Buch, das bei mir drei Umzüge überstand Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit habe ich nun einen aufgehobenen Roman wieder zur Hand genommen. „Die Elfen von New York“ von Martin Millar erschien 1994 bei Eichborn und kam 1996 als Taschenbuch bei DTV heraus. Wahrscheinlich habe ich es damals direkt nach Erscheinen des Taschenbuchs gelesen. Also sind jetzt 19 Jahre seit der Lektüre vergangen (hier ein HILFE-ich-werde-alt-Geräusch vorstellen). Mich hat es damals mit seiner rotzfrechen Art beeindruckt und ich habe es drei Umzüge lang aufgehoben. Das…

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10 nutzlose Supertalente und ein super nützliches Bonus-Talent

Fahrrad Wand hoch - Supertalente gesucht

Es gibt so Dinge, die kann man wirklich großartig und beeindruckend. Leider keine vernünftigen Dinge oder zum Geld verdienen nützliche Dinge. Mama arbeitet hat eine Liste mit 11 Supertalenten erstellt und mir damit so etwas wie einen Blogger-Ohrwurm in den Kopf gesetzt. Diesen Blogger-Ohrwurm lasse ich nun frei – ab hinaus in die Blogosphäre mit Dir! Hier ist, nach dem Buchmessen-ABC, dem ABC der Inspiration und dem 20 Dinge über mich Blogstöckchen meine neue Liste mit 10 absolut unnützen Supertalenten und einem absolut nützlichem unnützen Supertalent: Und nun mein super-nützliches Bonus-Talent: Exakt dann, wenn der Korken mit einem satten Plopp die Sektflasche verlässt, komme ich auf der Party an. Immer. Das wolltet Ihr doch sicherlich schon immer wissen, oder? Was sind denn Eure völlig nutzlosen Supertalente? *Für ganz Neugierige: Das Foto habe ich hier aufgenommen.      

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Hauptsache Gemüse: von der Beilage zum Star

Kochbuch Hauptsache Gemüse

Hauptsache Gemüse. Das ist der Titel des Kochbuchs, könnte aber genauso ein guter Vorsatz für mich für das nächste Jahr sein. Mit dem Gemüse verlief es bei mir ähnlich wie mit dem Salat: es dauerte lange, bis wir gute Freunde wurden. Der Salat meiner Kindheit war der Kopfsalat. Die Salatsauce meiner Mutter bestand aus Fondor, die meiner Oma aus Zucker und Zitronensaft. Als Teenager begann ich, den Salat roh zu essen, ganz ohne Sauce. Dass es auch andere Salatsaucen gab als die beiden, die ich kannte und nicht mehr essen mochte, lernte ich erst später. Auch beim Gemüse gab es für jede Sorte genau eine passende Art, sie zu kochen. Zucchini wurden ausgehöhlt und mit Hackfleisch gefüllt, Spinat wurde gedünstet und mit Sahne erschlagen. Beides lecker! Doch es geht auch anders, abwechslungsreicher, wie die Gemüserezepte für jeden Tag aus dem Kochbuch „Hauptsache Gemüse“ zeigen. Nicht nur bei den Zubereitungen gibt es viel mehr Möglichkeiten, sondern…

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Enzensberger, die Nagelfeile und die Bibliothek in meinem Vorort

Bücher für die Vorortbibliotheken

Bücher lesen und ausleihen: da lächelt die Bibliothekarin von heute milde, wenn der Leser damit die Aufgaben einer Bücherei umschreibt. Dass Vorlesenachmittage und ein Recherche-Portal angeboten werden ist noch vorstellbar, doch wie ich bei der tollen Führung durch die Stadtbibliothek Mannheim beim #bookupDE gelernt habe, hört der Service damit noch lange nicht auf. Das Veranstaltungsangebot und die Vielzahl an Dienstleistungen sind beeindruckend, doch wie sieht es mit dem Buchbestand aus? Auf den ersten Blick sehr, sehr gut. Eine große Auswahl an Fach- und Sachbüchern in der Zentrale im Stadthaus Mannheim erfreut mein Leserherz; über den Bestseller-Service freuen sich andere. Doch ich lebe nicht in der Innenstadt, meine Bibliothek ist die im Mannheimer Vorort Rheinau. Buchstützen sind wichtig geworden in meiner Stadtteilbibliothek Damals, als ich noch Schülerin war, war meine Vorort-Bibliothek prall gefüllt. Angeschafft wurde, was wichtig war. Der Bildungsauftrag stand im Vordergrund. Ausleihzahlen waren nicht ganz so wichtig. Das hat sich geändert. Heute kann man in meiner Stadtbibliothek…

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Muslim Girls oder was ein Kopftuch bedeuten kann, aber nicht muss

Muslim Girls. Sachbuch.

Meine ganz persönliche Kopftuchgeschichte spielt in den 70er Jahren. Für meine Oma war ein Kopftuch ein ganz normales, ungemein praktisches Kleidungsstück. Es hielt bei Wind die Haare aus dem Gesicht, schützte im Sommer vor der Sonne, bei der Gartenarbeit vor dem Dreck und fing an den Schläfen und im Nacken den Schweiß auf. Bei schlechtem Wetter hielt es warm, ein leichter Regen machte dem Kopftuch nichts aus. Damit verhinderte das Kopftuch Ohrenschmerzen und, wenn man es in die Stirn zog, Stirnhöhlenentzündungen. Sehr praktisch und angenehmer zu tragen als eine Mütze. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs und trug ein Kopftuch. Wahrscheinlich war ich, Jahrgang 68, gerade eben noch Grundschülerin. Meine langen, dunklen Haare schauten unter dem Kopftuch heraus, das ich mir bestimmt in die Stirn gezogen hatte, denn es wehte ein frischer Wind. Meine dunklen Augen blitzten darunter hervor. Da hörte ich es: „Scheiß Türkin!“ Laut und deutlich wurde mir das von zwei Jungs hinterhergerufen.…

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Die Dinge besser hinterlassen, als ich sie vorgefunden habe

Achtsam durch den Tag - Ratgeber mit 53 Übungen

Manchmal hilft ein Buch, etwas zu benennen, was man selbst tut; etwas zu verstehen, was einem selbst wichtig ist, ohne das man hätte beschreiben können, warum. So ging es mir mit dem 53. Kapitel aus „Achtsam durch den Tag – 53 federleichte Übungen zur Schulung der Achtsamkeit.“ Im Wald den Müll anderer Leute aufzusammeln ist etwas, das ich schon länger tue. Ich habe das nie groß hinterfragt. Respekt vor der Natur, Achtung vor dem Leben, Schutz des Waldes, der für mich ein wichtiger Rückzugsort ist: es gibt viele gute Gründe dafür. Es ist einfach ein inneres Bedürfnis und nichts, worüber ich groß nachgedacht habe. Mit so einem großen Satz wie „Die Dinge besser hinterlassen, als ich sie vorgefunden habe“ hätte ich es nie umschrieben. Mehr Gedanken hatte ich mir um eine andere Angewohnheit von mir gemacht, etwas, dass ich eher als Marotte bezeichnet hätte. Irgendwann habe ich mir angewöhnt, auf öffentlichen Toiletten aufzuräumen. Nichts großes…

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Auf einmal war Mannheim cool: Schwefel

LP-Cover der Band Schwefel aus Mannheim

Natürlich war Mannheim in den 80er Jahren für mich langweilig. Die Stadt war unschuldig. Ich war ein Teenager und wusste es nicht besser. Die Tatsache, dass ich heute immer noch in Mannheim lebe, zeigt, dass sich meine Haltung zu meiner Heimatstadt geändert hat. Ich kann auch genau den Abend benennen, an dem sich mein Mannheim-Bild zu verändern begann. Wie so vieles, was für mich wirklich wichtig war und blieb, fand auch dieses Ereignis im Cafe Old Vienna statt. Das Lokal ist Geschichte. Seine Reinkarnation nach dem Abriss des Gebäudes, das New Vienna, habe ich deswegen nie betreten. Wahrscheinlich hatte ich mir dieses Konzert im Old Vienna, das mein Mannheim-Bild änderte, nicht bewusst rausgesucht. Entweder war ich sowieso schon seit dem Nachmittag dort und blieb einfach. Oder ein guter Freund empfahl mir die Band eindringlichst*. An dem Abend, irgendwann in den 80er Jahren, trat im Old Vienna die Band Schwefel auf. Musik aus Mannheim, auf der Höhe…

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