
„Buchblogs und Leser offline vernetzen“ war das Thema einer Veranstaltung auf dem Literaturcamp in Heidelberg #litcamp16. Alexandra hat die Session sehr spontan ausgerufen. Gedacht war sie als offene Diskussionsrunde, als Ideen-Sammlung. Der Raum war voll, trotz vieler anderer spannender Sessions, die zur gleichen Zeit statt fanden.
Für mich war es ein AHA-Effekt auf dem #litcamp16: Viele Buchblogger denken zur Zeit auf den gleichen Themen herum.
- Wie kann ich und in wie weit will ich überhaupt meinen Blog professionalisieren?
- Wie gehe ich damit um, dass mich andere in ihre Marketing-Aktivitäten einbauen wollen?
- Wie kann ich meinen Leserstamm erweitern und verhindern, dass ich nur von anderen Bloggern gelesen werde?
Die letzte Frage wollten wir in der Session diskutieren. Alexandra vom Blog Bücherkaffee bringt selbst sehr viel Erfahrung beim Thema Offline-Aktionen von Blogs mit: monatlicher Bücherstammtisch „Meet & Read“ und Wohnzimmer-Lesungen sind nur zwei Beispiele ihrer Aktivitäten.
Vorneweg: der ultimative Lösungsansatz wurde nicht gefunden. Aber es wurden viele kleine unaufwendige Ideen zusammengetragen und auch ein paar größere Konzepte skizziert.

Hier mein – sicherlich lückenhaftes – Gedächtnisprotokoll: So können Buch-Blogs offline sichtbar werden
- Bücherstammtische, Lesekreise, Offline-Leserunden
- Bücherschränke ins Leben rufen. Am Literaturschock-Wohnort wurde gerade ein Bücherschrank eröffnet, den auch ich am Welttag des Buches ein wenig mit befüllt habe.
- Büchern, die man weggibt oder spendet, einen Hinweis auf den Blog beilegen: Lesezeichen oder Visitenkarten.
- Oder auch den Büchern kleine Rätsel beilegen – Schnitzeljagd
- Wanderbuch-Aktionen
- Blogparade Lieblingsbuch und aus allen Beiträgen ein eBook machen.
- Aktionen mit Buchhändlern, wie sie auch in der Facebook-Gruppe Blogger & Buchhandel entstehen
- Vorlese-Aktionen
- Buch-Tipps für Zeitungen und Zeitschriften schreiben
- Aktionen mit Bibliotheken
- Auch mal über Nicht-Buchthemen schreiben und so neue Leser heranlocken, woraus dann wieder neue Offline-Kontakte entstehen können
- Blogger-Veranstaltungen von Kulturinstitutionen nutzen (Beispiel: #tweetups in Museen)
Bemerkenswert fand ich, wieviel Hoffnung auf dem Buchhandel ruht: Blogger-Schaufenster, Buchvorstellungen mit Bloggern, Lesezeichen und Flyer im Laden auslegen … Buchhändler hätten das, was Buchblogger suchen: direkten Kontakt zum Leser.
Mein Eindruck ist ja eher, dass die meisten Buchhändler in der Angst leben, genau das zu verlieren! Dazu kommt, dass der Buchhandel keine Branche ist, die sich sofort und spontan auf Innovationen stürzt. Dieser Eindruck wurde auch von den meisten Buchbloggern, die schon Kontakt gesucht haben, bestätigt. Überzeugungsarbeit ist angesagt, aber einige schöne Aktionen sind auf diesem Weg schon entstanden.
Und was passiert jetzt? Die Idee zur Blogparade „Mein Lieblingsbuch“ wurde am nächsten Tag gleich von Bloggern aufgegriffen. Lilienlicht hat dazu spontan eine Session ausgerufen.
Und auf meinem Blog? Ich werde auf jeden Fall den Bücherschrank weiter füllen und vielleicht auch endlich mal das Projekt Werbemittel für meine Blogs in Angriff nehmen. Vor allem für den Kinderbuch-Blog könnte das interessant sein. Allerdings investiere ich meine Zeit einfach lieber in neue Beiträge als in andere Aktionen, deswegen stehen Offline-Aktionen wie sie hier zusammengetragen wurden für mich hintenan.
Hier findet Ihr Protokolle und Blogbeiträge zu allen Sessions und Diskussionen des Literaturcamp Heidelberg und hier mein Protokoll zu meiner Session Der Buchblogger, das unbekannte Wesen.




Als ich den ersten Frühling in „meinem“ Garten kommen sah, wurde ich ein wenig nervös. Toll, was alles wächst und knospt – aber was ist das eigentlich? War an dieser Stelle denn letztes Jahr auch schon eine Pflanze? Habe ich das gesät? Oder ist dieser zarte Trieb etwa ein Unkraut und muss raus?




















