Banksy. Street-Art ist vergänglich. Dieses Buch nicht.

Bei Banksy war ich mir nie sicher, ob ich jetzt fasziniert oder genervt bin. Fasziniert, weil die unterschiedlichsten Menschen ihn großartig finden – darunter Menschen, die eigentlich mit Streetart oder moderner Kunst nichts am Hut haben. Genervt wegen seiner Überpräsenz in den Medien und weil viele das kleine Mädchen mit dem Ballon einfach niedlich finden, ohne auch nur einen Gedanken an eine mögliche, gesellschaftskritische Botschaft zu verschwenden. Ein wenig erinnert mich das an Keith Haring in den 80er Jahren. Seine Bilder waren damals überall –…

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Die wahre Geschichte der Popmusik

Für die gut 200 Seiten von „On the wild side – die wahre Geschichte der Popmusik“ habe ich Wochen gebraucht, weil ich ständig unterbrechen musste, um Musik zu hören. Ich glaube, ein größeres Kompliment kann ich Buch und Autor kaum machen. Schon alleine der Anhang ist den Preis des Buches wert: Eine Auswahl stilbildender LPs von 1966 bis 2004, die Martin Büsser jeweils mit einem prägnanten Satz beschreibt. Big Black – Songs about Fucking Provokantes, musikalisch wegweisendes Album des späteren Starproduzenten Steve Albini: sägende Gitarren…

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Für immer in Pop

Martin Büsser habe ich spät entdeckt – dafür dann um so heftiger lieben gelernt. Der Plan steht: ich will alles von ihm lesen. Wenn ich allerdings jedes Buch so genüsslich zelebriere und mir während des Lesens alle seine Musiktipps anhöre – dann wird das noch Jahre dauern! Martin Büsser hat sich durch die Musikgeschichte abseits des Mainstreams geschrieben. Leidenschaftlich empfahl er Bands, die es nie ins Radio schafften. Er stellte Zusammenhänge her, analysierte musikalische Strömungen, Moden und Jugendbewegungen. Was er aber vielen Nerds voraus hatte:…

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Wie das Handbuch Popkultur meinen Hair-Metal-Konsum steigerte

Handbuch Popkultur - Sachbuch

Popkultur als Wissenschaftsdisziplin und Forschungsfeld – darum geht es im »Handbuch Popkultur« das im Metzler Verlag erschienen ist. Ich, obwohl »nur« interessierter Laie mit leichtem Hang zum Nerdtum, habe es trotzdem gelesen – mal mit Genuss und Informationsgewinn, mal mit Kopfschütteln, mal mit einem klar sichtbaren Häh? auf meiner Leserinnen-Stirn. Der Einstieg: Gattungen und Medien Grandios war für mich der Einstieg ins Buch. Der Überblick über die Musikgeschichte von Rhythm & Blues bis Hip-Hop führt dazu, dass ich ständig online nach Musik suchte, Künstler neu…

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Auerhaus, in the middle of the street

Auerhaus. Roman von Bov Bjerg

Ja, so könnte es gewesen sein, genau so. Aber wäre ich schon vor meinem Abi in eine WG gezogen, dann hätte es dort mehr als nur ein Mixtape gegeben. Madness wäre sicherlich auch mit drauf gewesen, aber wahrscheinlich nicht mit ihrem Hit „Our house“. In meiner WG wäre es „Nightboat to Cairo“ gewesen. Aber ich bin erst nach meiner Ausbildung in eine WG gezogen. Das ist eine ganz andere Geschichte als die, die Bov Bjerg erzählt. Er erzählt von den zwei Jahren vor dem Abi.…

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Pop up! Marilyn, Pop-Art und mein Amerika-Bild

Marilyn und ich bei Pop up im Hack Museum

Gar nicht so bunt wie erwartet, dafür viel politischer als erhofft: das war mein erster Eindruck von der neuen Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen. Am Wochenende wurde sie mit einem großen Fest eröffnet – Popcorn! Cola! Farben! Siebdruck! Musik! Pop up – Bildikonen der 60er und 70er Jahre ist eine vielschichtige Ausstellung, die fast durchgehend aus Werken der Sammlung Beck bestückt wurde, die seit 1988 dem Hack Museum gehört. Doch Andy Warhols Marilyn in sechs der zehn Farbvariationen hätte auch das in diesem Bereich gut…

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Alles so schön bunt hier: German Pop

German Pop - Ausstellung in der Schirn in Frankfurt Eingangsbereich

Alles so schön bunt hier: das erste, was der Besucher in der Ausstellung „German Pop“ zu sehen bekommt, ist eine Wand mit bunten Neon-Schriftzügen. Ein guter Start, denn diese Installation von Ferdinand Kriwet vereint beide Seiten der deutschen Variante der Pop-Art: das poppig banale mit der Gesellschaftskritik; German Pop und Kapitalistischer Realismus. Insgesamt empfand ich die Ausstellung als sehr kompakt. Sie hinterließ bei mir den Eindruck, eine 45-Minuten-Doku im Fernsehen gesehen zu haben: schöne Bilder, zu wenig Informationen, kaum Ansatzpunkte zur Vertiefung. Für mich hat sich…

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