Politisches Framing von Elisabeth Wehling: Sprache lenkt unser Denken ganz unbewusst

Buch von Elisabeth Wehling: Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet - und daraus Politik macht

Unbedingt lesen, must read, Pflichtlektüre – das sind Bewertungen, die ich vermeide. Bei dem Grundlagenwerk „Politisches Framing“ von Elisabeth Wehling juckt es mich, davon abzuweichen. Ich wäre sehr froh, wenn mehr Menschen, die mit dem Begriff Grundgesetz-Ultras sympathisieren, dieses Buch kennen würden. Oder Menschen die wissen, wofür das große C und das große S in vertrauten Parteinamen ursprünglich stand. Oder … ach lassen wir das, die Aufzählung könnte sehr lang werden. Elisabeth Wehling ist Kognitionswissenschaftlerin und Linguistin. Sie studierte Soziologie, Journalistik und Linguistik – diese…

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Unser Gehirn als Wohngemeinschaft: Die Beneficial Thinking Methode

„Glaube nicht alles, was du denkst.“ Dieser Satz hat mir schon in vielen belastenden Situationen weitergeholfen. Aber warum ist das so? Wie kann das sein, dass unser Gehirn auf eine eigentlich banale Begebenheit mit Gefahrenabwehr reagiert – Anspannung, erhöhter Puls, Stress? Wieso greife ich zu Chips, obwohl ich genau weiß, dass ein kurzer Spaziergang besser wäre? Weshalb treffe ich unkluge Entscheidungen und komme aus eingefahrenen Verhaltensmustern nicht heraus? Dr. Karella Easwaran kann das erklären. Vor allem kann sie das sehr niederschwellig erklären. Lediglich der Titel…

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Du musst gar nichts: den Selbstoptimierungswahn elegant umschiffen

Ich muss, ich muss, ich muss gar nichts. Den Song von Antje Schomaker hatte ich bei der Lektüre von Martin Brunners „Du musst gar nichts. Für alle, die nicht mehr mitmachen wollen“ sofort im Ohr. In 54 kurzen Kapiteln hinterfragt der Autor alles, was man angeblich so tun muss: Interessant und schön sein, an Challenges teilnehmen, zu allem eine Meinung haben, für seine Arbeit brennen, Ziele haben, die Welt retten und ewig leben. Im Kapitel „Ich muss nicht meine Komfortzone verlassen“ liest sich das so:…

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Interozeption entschlüsselt: Was geschieht, wenn Körper und Gehirn sich gegenseitig zuhören

Den Begriff Interozeption hatte ich zuvor nie gehört. Er bezeichnet die Fähigkeit, Körpervorgänge bewusst wahrzunehmen. Dazu gehören Atmung, Herzfrequenz und Verdauung, aber auch Körperspannung und Energielevel – eben einfach alles, was in uns vorgeht. Das sind sozusagen die Rohdaten. Das Gehirn hat das Gegenstück dazu, die Erfahrungswerte. Beides zusammen mündet in einer Interpretation der aktuellen Lage plus einen Handlungsimpuls. So ergibt sich aus dem Druck auf der Blase die Entscheidung, die nächste Toilette zu suchen. Doch Fehlinterpretationen sind häufig. Das flaue Gefühl im Magen kann…

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»Wir müssen reden« – wie Sprache heilt oder verletzt. Und wie Wortmedizin uns allen hilft

Wir müssen reden. Dieser Satz kann ganz neutral gemeint sein. Doch in den meisten Fällen sorgt er für Kopfkino. Grübeln darüber, was das Gesprächsthema sein könnte. Eine leichte Nervosität, weil etwas Unangenehmes kommen könnte. Oder sogar Panik, weil der Adressat schlechte Erfahrungen mit Gesprächen gemacht hat, die so angekündigt wurden. Das ist eines der vielen praxisnahen Beispiele, die Lisa Holtmeier in ihrem sehr hilfreichen Buch »Wortmedizin. Ungesunde Kommunikationsmuster durchbrechen und die mentale Gesundheit stärken« präsentiert. Von People Pleasing (ja statt nein sagen) bis toxische Positivität…

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Workbook gegen Kopfchaos: Blick in den Maschinenraum eines neurodivergenten Gehirns

Den Ratgeber „Dein Workbook gegen Kopfchaos. Strategien und Methoden für neurodivergente Menschen“ wollte ich aus zwei Gründen lesen. Einmal, weil ich mir sicher war, dass auch ich darin gute Tipps und Tricks finden werde, wie ich mit den Herausforderungen des Alltags besser klar komme. Spoiler: Das war so. Der zweite Grund war, dass ich in den letzten Jahrzehnten ein paar Mal mit Menschen zusammen gearbeitet habe, von denen ich im Nachhinein vermute, dass sie im neurodivergenten Spektrum unterwegs waren. Damals kannte ich weder den Begriff…

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Meine innere WG und Ich: IFS – Internal Family Systems

Jedes Mal, wenn ich bloggen möchte, bekomme ich Gesellschaft. „Sport wäre besser“ höre ich dann. Oder „So irrelevant wie Briefmarken sammeln“. Ganz selten auch ein giftiges Zischen „Bilde dir bloß nix auf das Geschreibsel ein.“ Doch je länger ich dann schreibe, umso leiser werden diese Stimmen. Bis ich den Punkt erreiche, an dem es in mir ganz ruhig wird und ich eine wohltuende Weite bei gleichzeitigem Fokus empfinde. Vielleicht ist das Flow. Auf jeden Fall ist das der Grund, warum ich sage: andere stricken, ich…

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Black Mamba oder die Macht der Imagination

Poeten und Phantasten haben es schon immer gewusst, Neurowissenschaftler können es mittlerweile bestätigen: Fantasie ist nicht der Gegenspieler der Realität. Ganz im Gegenteil! Wir benötigen Fantasie, um mit der Realität umgehen zu können. Damit steht die wichtigste Erkenntnis aus »Black Mamba oder die Macht der Imagination« von Fred Mast bereits auf der Rückseite des Buches. Auch sonst erschloss sich mir einiges an Aufbau und Konzept nicht. Ellenlange Verweise auf Kinofilme (daher auch Black Mamba im Titel des Buches), Aneinanderreihungen von stakkato-artigen Sätzen … Ich hatte…

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