Vertage nicht dein Glück – Lebenskunst nach Eva Wlodarek

Es gibt Autorinnen, bei denen ich das Gefühl habe, dass mich ihre Ratgeber schon immer begleiten. Barbara Rias-Bucher ist eine von ihnen – darüber habe ich auf meinem Blog schon mal geschrieben. Mit Eva Wlodarek verhält es sich ähnlich. Ihren Stil mochte ich von Anfang an: kompetent, einfühlsam, motivierend, lebensklug und im positiven Sinne unaufgeregt. Damit war sie für mich schon immer ein angenehmes Gegenwicht zu den Chakka-du-schaffst-es-Büchern amerikanischer Prägung, die mir meist zu laut, zu grell und sehr häufig zu banal waren. Aber wie…

Den ganzen Beitrag lesen

100 Tage hier & 100 Tage dort

Zu den Büchern, die mich in 2018 besonders berührt haben, gehört zweifellos 100 Tage hier & 100 Tage dort von Stephanie Hanel. Das liegt zum einen an dem Weg, auf dem mich das Buch erreicht hat: Als Geschenk in einer Lebensphase, deren Stimmung die Schenkerin von außen viel deutlicher erkannt hat als ich, die mittendrin war. Dafür möchte ich mich hier auf diesem Wege noch mal bedanken! Zum anderen ist es die Geschichte und ihre Ehrlichkeit, die mich berührt. Worum geht es? Eine Familie samt…

Den ganzen Beitrag lesen

Wolfsmedizin – eine Reise mit Wolf Dieter Storl in die Mongolei

Wolfsmedizin: Wolf Dieter Storl bereist die Mongolei und Sibirien und besucht Schamanen, Heiler und Wölfe.

Natürlich habe ich das neue Buch von Wolf Dieter Storl gelesen. Lieblingsautor in einem Lieblingsverlag. Was soll da schon schief gehen? Nichts. Es ist ein Storl, es ist ein wunderschön und wohl überlegt gestaltetes Buch. Und doch ist diesmal einiges anders. Der Ton hat sich geändert. Vielleicht sogar der Blick des Autors auf die Welt. Oder liegt es nur daran, dass er diesmal mit einer Reisegruppe unterwegs war? Auf jeden Fall gibt es Zwischentöne, die ich früher nicht herauslesen konnte. Er, der meinungsstarke Autor, schenkt…

Den ganzen Beitrag lesen

Das kunstseidene Mädchen.

Das kunstseidene Mädchen Irmgard Keun Doris ist Sekretärin bei einem zudringlichen Rechtsanwalt. Sie will nicht mehr tagaus, tagein lange Briefe tippen, sondern ein Star werden. Sie will hinaus in die große Welt, ins Berlin der Roaring Twenties.

Nach einer wirklich sehr langen Sachbuch-Phase ist in diesem Jahr die Lust auf Romane zurückgekehrt. Doch während ich bei Sachbüchern eine Vorliebe für neue Themen habe, greife ich bei Romanen derzeit lieber zu Büchern, die sich schon längst bewährt haben. So wie Irmgard Keuns Das kunstseidene Mädchen, das ich gerade mit viel Vergnügen zu Ende gelesen habe. Es ist die Sprache, die den Roman auch heute noch zu einem Genuss macht. … ein Nasenflügelbeben wie ein belgisches Riesenkaninchen beim Kohlfressen Irmgard Keun – Das kunstseidene…

Den ganzen Beitrag lesen

Weihnachten und ich. Es ist kompliziert.

Ich habe ein Weihnachtsbuch gefunden, das mir gefällt und trotzdem weihnachtlich ist: Wiglaf Droste, Nikolaus Heidelbach, Vincent Klink WEIHNACHTEN

Ich habe ein Weihnachtsbuch gefunden, das mir gefällt. Da dieser Satz sehr harmlos wirkt und der Tragweite nicht gerecht wird, erhöhe ich auf: Ich habe ein Weihnachtsbuch gefunden, das mir gefällt, und das trotzdem weihnachtlich ist. Weihnachten und ich, wir haben ein angespanntes Verhältnis. Dazu haben 25 Weihnachtsgeschäfte im Einzelhandel und deutlich mehr Familienfeiern beigetragen. Dabei habe ich alles versucht, um die Beziehung zu retten! Plätzchenbackorgien. Lebkuchenquerverkostung. Düll in Nürnberg hat gewonnen – vor allem, weil mir diese Lebkuchen auch im Sommer schmecken. Ich bin…

Den ganzen Beitrag lesen

So liebten die Götter. Sagt Stephen Fry. Und hat Spaß dabei.

Das Buch Cover glitzert golden und hat ein fliegendes Schwein: > Stephen Fry Mythos Was uns die Götter heute sagen

Die spinnen, die griechischen Götter – das wäre aus meiner Sicht eine durchaus adäquate Zusammenfassung von Mythos – Was uns die Götter heute sagen. Wahlweise auch: Allmacht macht das Leben auch nicht leichter. Oder auch: Ach, so war das! Stephen Fry erzählt also griechische Göttersagen nach. Und weil er ist, wie er ist, konzentriert er sich auf die wirklich wichtigen Themen: Die Liebe! Das Leben! Krieg und Kampfgetümmel wird nur erwähnt, wenn es für den Fortgang der Handlung wichtig ist. Oder wenn es edle Recken…

Den ganzen Beitrag lesen

Frau Bauhaus – das Leben der Ise Frank

Jana Revedin JEDER HIER NENNT MICH FRAU BAUHAUS Das Leben der Ise Frank. Ein biografischer Roman

Was braucht eine Idee, um richtig groß zu werden? Einen Visionär. Jemanden, der an seine Vision glaubt, und Menschen, die die Arbeit machen. Das war Walter Gropius sicherlich bewusst, als er Ise Frank mit den Worten „Ise, ich brauche Sie!“ einen Heiratsantrag machte. Ehen, die auf gebraucht werden basieren, sind selten glücklich. So enthält dieser Anfang eigentlich schon die ganze Geschichte. Oder auch nicht. Denn auch wenn das Buch Jeder nennt mich hier Frau Bauhaus mit dem Kennenlernen von Walter Gropius und Ise Frank beginnt, so…

Den ganzen Beitrag lesen

Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen

Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen. Ein Essay von Anatol Stefanotitsch. Für mich das richtige Buch zur richtigen Zeit!

Diese Lektüre tat gut, richtig gut. Ich hatte erwartet, dass „Eine Frage der Moral. Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen.“ eine anstrengende Lektüre sein wird. Aber es kam ganz anders. Diese glasklare Argumentation liest sich nicht nur sehr flüssig – es ist auch wohltuend, endlich mal wieder einen so klugen, gut konstruierten und sehr verständlichen kurzen Text zu lesen. Sprache macht einen Unterschied. Bereits durch die Wahl des Vokabulars gestalten wir die Gesellschaft, in der wir leben, mit. Respektvoll, sich ihrer Werte bewusst, demokratisch, interessiert…

Den ganzen Beitrag lesen