Andreas Séché – Zwitschernde Fische – Rezension

Zwitschernde Fische Roman.jpgEhrlich:

Dieses Buch hat mein Leseverhalten verändert.

Doch bevor ich erzähle, wie es dazu kam, erzähle ich etwas über das Buch „Zwitschernde Fische“ von Andreas Séché – denn das finde ich wichtiger als mein ganz persönliches Leseverhalten. Ehrlich.
Für mich ist „Zwitschernde Fische“ vor allen Dingen eine Liebesgeschichte – die Liebe zu den Büchern, zur Literatur, zu den Märchen, zu Buchhandlungen und natürlich die Liebe des Helden zu Lio, der geheimnisvollen Buchhändlerin.
Dann ist „Zwitschernde Fische“ eine Abenteuergeschichte. Wie könnte es anders sein, wenn Sir Arthur Conan Doyle und die griechischen Götter eine wichtige Rolle spielen.
Dazu ist „Zwitschernde Fische“ auch noch ein charmantes, wohltuendes, intelligentes Büchlein voller schöner Sätze.
So wie dieser Satz hier:

Zwar darf man, wenn man ein Buch kauft, deshalb auch nicht gleich die Liebe der Buchhändlerin erwarten. Wenn man sich aber in eine Buchhändlerin verliebt, bekommt man, wenn alles gut geht, auch die Bücher dazu.

***Hach … ***

Und warum hat „Zwitschernde Fische“ mein Leseverhalten verändert?

Dieses Buch kam auf einem ganz eigenen Weg zu mir.
Ich hatte in dem Moment die Wahl zwischen 3 Büchern:
  • Krimi – geht gar nicht
  • Familiengeschichte – och … gibt es nicht noch was anderes
  • und dann haben wir noch … Häh? Dich kenn ich nicht, Dich lese ich!
Ich gestehe: „Zwitschernde Fische“ wäre nie meine direkte Wahl gewesen – dieses Büchlein entsprach einfach nicht meinem Beuteschema. Zu dünn, zu seltsam, zu wenig griffig.
Was wäre das für ein Fehler gewesen!
Aber ich habe daraus gelernt und achte seitdem auf Bücher, die auf abwegigen Pfaden zu mir kommen. Was mich zu weiteren großartigen Entdeckungen führte!
Kopf und Erfahrung sind nicht immer die besten Wegweiser zur passenden Lektüre.
Seitdem habe ich so eine Idee…
Ich wünsche mir, in einer richtig großen Bibliothek mit dem Finger am Regal entlanglaufen bis jemand Stopp! ruft und dann genau das Buch lesen, auf das mein Finger zeigt.
Ich bin mir sicher, das das Buch passen würde – Buch-Orakel.
Dieses AHA-Erlebnis ist allerdings schon eine Weile her. Warum ich heute darüber blogge?
Weil ich an der Leserunde zum neuen Buch von Andreas Séché auf LovelyBooks teilgenommen habe: „Zeit der Zikaden“.

2 Kommentare

  1. Aufgrund dieses Blog-Beitrags bin ich auf die „Zwitschernden Fische“ gestoßen und habe die Lektüre sehr genossen – eines meiner Lesehighlights der letzten Zeit. Vielen Dank für die Empfehlung zu diesem Juwel!

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