Das Dao leben

Das Dao leben - Buch-Rezension

Es gibt Bücher, die man nie im eigentlichen Sinne ausgelesen hat. Man nimmt sie zur Hand, liest, denkt nach. Blättert weiter, nach vorne, nach hinten. Schlägt was nach, sinniert. Legt das Buch wieder auf den Nachttisch. Beginnt beim nächsten Mal an einer anderen Stelle, lässt sich wieder inspirieren, streicht an. Geht zum ersten Kapitel zurück.

Solche Bücher sind nicht dafür geschaffen, am Stück gelesen zu werden. Sie begleiten einen über Jahre hinweg,

Annette Oelkers Annäherung an das Dao ist so ein Buch. Sie versucht, die 81 Lehrsätze vom Poetischen in den praktischen Lebensalltag zu übertragen.

Versucht? Sie macht es.

Jedes Kapitel besteht aus dem Sinnspruch und einer Erläuterung, die, ausgehend vom philospphischen und geschichtlichen Hintergrund, in unserer Zeit und unserem Alltag landet. Das Kapitel endet mit einer Affirmation, die den Sinngehalt noch einmal zusammenfasst.

Gerade diese Affirmationen sorgen bei mir für Reibung, für Nachdenken. Sehr häufig ist mein erster Gedanke ein „Ja, aber“: das ist doch nicht alles, in dem Sinnspruch steckt doch noch viel mehr. Natürlich – und schon bin ich mitten drin und erarbeite mir den Sinnspruch selbst. Kein Wunder, dass ich das Gefühl habe, das ich dieses Buch niemals zu Ende zu lesen werde!

Sollte ich es jemals zu Ende gelesen im Sinne von ausgelesen und verstanden haben, beginne ich von vorne und vergleiche es mit Wayne Dyers Annäherung an das Dao, das bei ihm ein Tao ist: Ändere deine Gedanken – und dein Leben ändert sich: Die lebendige Weisheit des Tao. Auch dieses Buch hat mich lange begleitet.

Jetzt gibt es aber im virtuellen Blogger-Büro einen Stapel Bücher namens „Ausgelesen – wird besprochen“. Auf diesem Stapel landen solche Bücher nie. Das ist nicht fair und wurde hiermit von mir geändert.


Angaben zum Buch:

Laozi
Annette Oelkers

Das Dao leben
Das Daodejing heute

Verlag Ryvellus

Leseprobe beim Verlag 


Bewusstes Leben – Ratgeber und Sachbücher. Rezensionen auf meinem Buch-Blog GeschichtenAgentin


Aus der Yoga-Praxis gefallen. Und nun?

Yoga Asanas Buch von Barbara Kündig

Ich bin aus meiner Yoga Praxis gefallen, so gründlich und so lange wie noch nie. Ich weiß auch, wie es dazu kam, und dass es mir nicht gut tut. Steifheit macht sich breit, Körperspannung lässt sichtbar nach, Nackenschmerzen breiten sich entlang der Wirbelsäule weiter aus. Ich weiß, dass eine regelmäßige Yoga Praxis all das beenden würde.

Was ich nicht weiß ist, wie ich wieder zurück auf die Matte finde. Das Anfangen habe ich verlernt, beim Üben bin ich aus der Übung. Das einfach machen will mir nicht gelingen.

Also probiere ich es mit dem einfach lesen, auch wenn dieser Kobold in mir sagt, dass ich mittlerweile mehr Yoga gelesen als praktiziert habe. Ich ignoriere die Stimme so gut, wie es geht, und hoffe auf die Kraft des richtigen Buchs zur richtigen Zeit.

Yoga Asanas von Barbara Kündig könnten das passende Buch für mich sein. Barbara Kündig, deren Yoga Nidra Buch mit CD ich schon sehr schätze, konzentriert sich diesmal auf den „Gehalt“ der Asanas. Unterstützt wird sie dabei von Gertrud Hirschi, deren Bücher und Karten-Sets mich schon lange begleiten.

Gehalt der Asanas – wie ist das zu verstehen? Mit Gehalt meine ich die ursprüngliche Kraft, die jeder Asana inne wohnt; die Emotion, die Symbolik, die Inspiration. Das, was man findet, wenn man Körper und Atem in den Yogahaltungen verbindet.

In dem Buch geht es weniger um Übungsfolgen, auch wenn dafür schöne Vorschläge gemacht werden. Jetzt, zu meiner Situation, passen die Folgen, die aus jeweils nur drei Asanas bestehen. Drei Asanas, das klingt für mich machbar, auch jetzt, da mich meine Yogamatte immer wieder abwirft. Drei Asanas – dafür muss ich noch nicht mal die Matte ausrollen, dafür genügt der Teppich. Die drei Asanas und ich, wir haben jetzt einen Deal.

Doch das Buch bewirkt bei mir noch mehr. Beim Lesen erinnere ich mich an vergangene Yoga-Erlebnisse. Diese Erinnerung entsteht nicht im Kopf-Gedächtnis, sie ist im Körper verankert. Ich strecke mich, atme tiefer. Finde zurück zum Yoga im Alltag. Hier eine kleine seitliche Drehung der Wirbelsäule, dort ein ruhiges Innehalten. Es kommt, es wächst. Es wird.


Mehr Infos zum Buch:

Barbara Kündig

Yoga Asanas für mehr Leichtigkeit und Lebensfreude

Windpferd Verlag

ISBN 978-3-86410-108-3

Von der gleichen Autorin und ebenfalls sehr zu empfehlen: Yoga Nidra – Die Perle der Tiefenentspannung. Buch mit CD.


Mehr Rezensionen zu Yoga-Büchern findet Ihr hier auf meinem Buch-Blog GeschichtenAgentin.


 

Einfach Räuchern – hilft auch gegen Schnaken

Buch Einfach Räuchern von Susanne Berk

Derzeit betreibe ich das Räuchern sehr pragmatisch: mehr Rauch bedeutet weniger Schnaken um mich. Das ist in diesem Jahr in einem Garten, der in der Rheinebene liegt, sehr wichtig. Die vielen Hochwasser boten den Schnaken perfekte Bedingungen und erschwerten der Schnakenbekämpfung KABS die Arbeit.

Das ist wahrscheinlich der einzige Räucheranlass, der in dem Buch von Susanne Berk nicht vorkommt. Räuchern für das eigene Wohlbefinden, für Seelenfrieden, Harmonie und Konzentration und Räuchern, um mit feinstofflichen Kräften in Kontakt zu treten – das sind ihre Themen.

Diese Möglichkeiten erklärt sie auf 112 Seiten sehr schlüssig und informativ, aber doch immer sehr persönlich. Trotz des enormen Detailwissens, das Susanne Berk in ihr Buch gepackt hat, wirkt dieses Büchlein für mich wie eine gute Freundin, die mich im lockeren Gespräch an ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz teilhaben lässt.

Ein Räucherstäbchen anzuzünden ist die einfachste Art zu Räuchern und für viele der Einstieg in das Thema. Auch das berücksichtigt Susanne Berk. Ein ganzes Kapitel in dem Buch widmet sich dem Thema Räucherstäbchen und vor allen Dingen der Frage, was ein gutes Räucherstäbchen ausmacht. Bekommt man vom Rauch Kopfschmerzen, dann liegt das meist an synthetischen Stoffen und schlechter Verarbeitung. Oder daran, dass man mal wieder lüften sollte – aber aufpassen, dass keine Schnaken reinkommen!

Hier findet Ihr noch mehr Buch-Tipps zum Thema Räuchern mit Kräutern und Harzen


Angaben zum Buch:

Susanne Berk

Einfach räuchern
Anwendung, Wirkung und Rituale

Koha kompakt

Koha Verlag
ISBN 978-3-86728-201-7


 Apropos Schnaken und Stechmücken: Wandlungskünstler. Die geheime Erfolgsgeschichte der Insekten und wie sie weitergehen kann

 

Ruhe im Kopf: Schluss mit dem Dauerdenken

Ratgeber Newbigging Ruhe im Kopf

Eigentlich würde ich leidenschaftlich gerne über Jetzt! von Eckhart Tolle bloggen. Das Buch habe ich auf einer langen Zugfahrt nach Berlin in einem Rutsch durchgelesen, entgegen der Empfehlung des Autors, der dazu rät, nach jedem der kurzen Kapitel eine angemessene Pause zu machen.

Seit jener Zugfahrt habe ich immer wieder darin gelesen. Doch jedesmal, wenn ich versuche, meinen Weg mit Jetzt! in Worte zu fassen, stolpere und scheitere ich. Zu dicht, zu intensiv, zu … zu alles.

Wie Beavis und Butthead in seligen MTV-Zeiten möchte ich mich auf die Knie werfen und I’m not worth it! ausrufen.

Über Eckhard Tolle werde ich also vorläufig nicht bloggen. Macht nichts, dann blogge ich eben über Sandy C. Newbigging und sein neues Buch Ruhe im Kopf, der damit sozusagen das Jetzt! in leicht anbietet – handhabbar, motivierend, machbar. Das ist seine Stärke, die mir schon in Mind Detox angenehm aufgefallen ist.

Dauerdenken, dauerbewerten, nicht zur Ruhe kommen, nie zufrieden sein – dabei haben wir immer noch die Ahnung in uns, dass das nicht so sein muss. Wie gerne würde ich durch den Wald spazieren und einfach nur laufen und atmen. Einen Baum anschauen, ohne mich daran zu erinnern, was ich mir alles über Forstwirtschaft und Waldgesundheit angelesen habe.

Einatmen, ausatmen, fokussieren. Die Techniken sind wohlbekannt, Übung macht den Meister, Wissen auffrischen tut gut. Genau dafür ist Sandy Newbigging der richtige Autor für mich. Auffrischen: Einatmen, ausatmen. So einfach.

Und schon denke ich wieder darüber nach, ob ich nicht vielleicht doch ein paar passende Worte zu Tolle finden könnte …

Ruhe im Kopf. Das wäre fein. Ich glaube, Tolle bleibt bis auf weiteres für mich unbloggbar und ich verweile lieber noch ein wenig bei dieser Lektüre.


Infos zu den Büchern:

Sandy C. Newbigging

Ruhe im Kopf
Schluss mit dem Dauerdenken

Koha Verlag
Auch empfehlenswert: Sandy C. Newbigging „Mind detox“ – meine Rezension

Eckhart Tolle – Jetzt! hat sogar einen Eintrag bei Wikipedia


Yoga ist …

was ist yoga für Dic
Was ist Yoga für Dich? Ein perfekter Moment im Jetzt. Übung im Scheitern. Gelassenheit. Atmen.

Was ist Yoga für Dich? Diese Frage wurde auf Facebook zu mir herangespült.

Die Antwort auf diese Frage ändert sich alle paar Jahre.

Beginnen wir mit dem Anfang: wie habe ich Yoga eigentlich für mich entdeckt?

Nicht verwunderlich, dass bei mir der Erstkontakt mit Yoga durch ein Buch ausgelöst wurde.

Ende der 80er Jahre machte ich meine Ausbildung zur Buchhändlerin. Dort bei Kober in N2 in Mannheim fand ich in der Abteilung Östliche Lehren dieses Buch: „Yoga für alle Lebensstufen in Bildern„. Herausgegeben vom Sivananda Yoga Zentrum; erschienen bei Gräfe und Unzer in der Reihe Naturgemäß leben.

Bücher lesen war mir schon immer wichtiger als Bücher besitzen, aber dieses musste ich haben. Zu diesem Zeitpunkt war Yoga für mich eine exotische und faszinierende Kunst. Ich experimentierte immer mal wieder zu Hause mit den Übungen aus dem Buch und merkte, dass ich mir das nicht alleine beibringen kann.

Daraufhin passierte jahrelang nichts.

Was ist Yoga für Dich? Kein Sport.

Gut 10 Jahre später, ich war immer noch Buchhändlerin, wurde es dann höchste Zeit, etwas für meinen Rücken zu tun. Aber bloß kein Sport! Ich meldete mich zusammen mit Kolleginnen für einen Yoga-Kurs an, bekam den Muskelkater meines Lebens, war fasziniert und blieb dabei.

Die Frage Was ist Yoga für Dich? hätte ich in dieser Phase euphorisch-missionarisch beantwortet: das Beste was mir passieren konnte!

Tiefere Atmung, Gelassenheit, Beweglichkeit, Übung im Scheitern, eine bessere Verdauung, weniger Kopfschmerzen, Kontakt zu neuen Ansichten und Ideen und die Wiederentdeckung einer geradezu kindlichen Bewegungsfreude – all das brachte Yoga mir gleich in den ersten Monaten.

Noch einmal mehr als 10 Jahre später würde die Antwort gelassener ausfallen. Zudem verspüre ich manchmal das Bedürfnis, mich bei allen, denen ich mit meiner Euphorie für Yoga auf die Nerven gegangen bin, zu entschuldigen. Oder auch nicht – denn erstaunlich viele haben auf Grund meiner Euphorie dieses Yoga auch mal ausprobiert. Einige davon praktizieren heute mehr als ich.

Yoga ist immer noch ein fester Bestandteil meines Lebens. Doch 90 Minuten auspowern und hej, es muss doch möglich sein, den großen Zeh hinter das Ohr zu bekommen – das ist vorbei. Dafür schlafe ich auch bei der Meditation danach nicht mehr ein. Mein Yoga ist stiller geworden. Auch eine 10 minütige Praxis lasse ich heute als Yoga gelten, hoffe aber trotzdem, dass auch wieder andere Zeiten kommen.

Was also ist Yoga für mich? Wandel, Achtsamkeit und lebenslanges Lernen.

Gestellt wurde die Frage von Lina Zimmer. Auf ihrer Webseite findet Ihr noch mehr Antworten. (Website ist derzeit nicht erreichbar) Spannend zu sehen, wer eigentlich alles Yoga macht und warum!

Yoga ist … auch ein ganzer Stapel Bücher. Yoga lesen.

Und was ist Yoga für Euch?


Auch dieser Autor hat eine eigene Vorstellung von Yoga entwickelt. Sein Buch Office Yoga ist vielschichtiger, als der Titel vermuten lässt.

Yoga und Ernährung: Yoga Kitchen

Yoga und Ernährung: Yoga kitchen
Yoga und Ernährung, schön verpackt

Yoga alleine kann die Lebensqualität schon entscheidend verbessern; das Duo Yoga und Ernährung bietet noch einmal mehr Möglichkeiten. Das Buch „Yoga Kitchen“ enthält Übungsfolgen und Ernährungspläne für fünf konkrete, wohlbekannte Lebensphasen:

  • Stress – gelassen werden, konzentriert sein
  • Entspannung finden – ankommen und loslassen
  • Energie – aufladen und vitalisieren
  • Hatschi! – das Immunsystem aufbauen und stärken
  • das unvermeidliche Detox – entgiften und den Stoffwechsel ankurbeln

Anstatt immer die gleiche Reihenfolge von Sonnengrüßen und Asanas zu üben wird hier also empfohlen, die Yoga-Praxis den tatsächlichen Bedürfnissen und der jeweiligen Lebenssituation anzupassen. Einfach das machen, was einem gut tut. Aber bitte mit Plan und konsequent: es wird empfohlen, das gewählte Programm 40 Tage zu verfolgen.

Die Yoga-Übungen sind recht knapp erklärt und durch die Bank weg eher für Fortgeschrittene geeignet. Genau damit verschenkt das Buch in meinen Augen jede Menge Potential. Dabei wäre es sehr einfach gewesen, jeweils eine leichtere Variation für Noch-nicht-so-geübte Yogis zu ergänzen. Meist hätte dafür ein Satz genügt.

Noch etwas stört mich an den Anleitungen: zu jeder Asana gehört genau ein Foto, die den Endzustand der Übung zeigt. Da die Übungen zum Teil sehr komplex sind fehlt so die Orientierung, wie man diese Haltung überhaupt aufbaut. Die fertige Verbrezelung sieht toll aus – doch wie gelange ich dort hin? Das erinnert mich ein wenig an den alten Yoga-Witz: Und wie Sie diese Asana wieder entknoten erfahren Sie in der nächsten Sendung.

Yoga Kitchen bietet Inspiration für die tägliche Yoga-Praxis und zeigt das Potential, das in einer bewusst ausgerichteten Yoga-Praxis steckt. Dabei sind alle Empfehlungen im westlichen Lebensalltag verwurzelt und dadurch gut umsetzbar. Auf die Typenlehre des Ayurveda wird bei den Ernährungsplänen verzichtet, so dass die Ernährungsempfehlungen übersichtlich und nachvollziehbar bleiben.

Gekocht wird zum Beispiel mit Quinoa, Agavendicksaft und Kurkuma – die Rezepte stammen aus einer indisch angehauchten Cross-Over-Küche. Das ist lecker und würde mir sicherlich alles schmecken. Doch 40 Tage am Stück möchte ich mich nicht so ernähren.

Insgesamt bis auf einen Layoutfehler, bei dem zwei Fotos falsch auf einer Doppelseite platziert sind, ein sehr schön gestaltetes, stimmungsvolles Buch mit Kochrezepten für Liebhaber der indischen Küche und mit guten Anregungen für fortgeschrittene Yogis und Yoginis.


Angaben zum Buch:

Iris Lange-Fricke
Nicole Reese

Yoga Kitchen
Ernährung & Yoga perfekt kombiniert

Trias Verlag
Mein Exemplar von „Yoga Kitchen“ habe ich einem Gewinnspiel des Ginger Mag zu verdanken.


Hier findet Ihr mehr Buch-Tipps zum Thema Yoga auf meinem Buch-Blog GeschichtenAgentin.


 

Die Dinge besser hinterlassen, als ich sie vorgefunden habe

IMG_20150615_204216
Ein guter Ort für Achtsamkeit – wirklich!

Manchmal hilft ein Buch, etwas zu benennen, was man selbst tut; etwas zu verstehen, was einem selbst wichtig ist, ohne das man hätte beschreiben können, warum. So ging es mir mit dem 53. Kapitel aus „Achtsam durch den Tag – 53 federleichte Übungen zur Schulung der Achtsamkeit.“

Im Wald den Müll anderer Leute aufzusammeln ist etwas, das ich schon länger tue. Ich habe das nie groß hinterfragt. Respekt vor der Natur, Achtung vor dem Leben, Schutz des Waldes, der für mich ein wichtiger Rückzugsort ist: es gibt viele gute Gründe dafür. Es ist einfach ein inneres Bedürfnis und nichts, worüber ich groß nachgedacht habe. Mit so einem großen Satz wie „Die Dinge besser hinterlassen, als ich sie vorgefunden habe“ hätte ich es nie umschrieben.

Mehr Gedanken hatte ich mir um eine andere Angewohnheit von mir gemacht, etwas, dass ich eher als Marotte bezeichnet hätte.

Irgendwann habe ich mir angewöhnt, auf öffentlichen Toiletten aufzuräumen. Nichts großes – Papier nachlegen, das Waschbecken trocken wischen. Auch das war mir ein Bedürfnis, ohne das ich hätte sagen können, was und warum ich da eigentlich tue.

Genau diese, mir seltsam vorkommende Angewohnheit, wird von Jan Chozen Bays als gute Möglichkeit bezeichnet, mehr Achtsamkeit in das eigene Leben zu bringen.

Das soll eine Achtsamkeitsübung sein? Wirklich?

Wenn Sie diese Übung praktizieren, sind Sie vielleicht anfangs verwirrt, wenn Sie sehen, wieviel verbessert werden könnte. Soll ich etwa allen Abfall auf dem Gehsteig aufheben? Und was ist mit der Straße oder dem Park? Wo höre ich auf?

Die beste Arena für diese Übung ist ganz alltäglich und eng begrenzt und betrifft all die kleinen Dinge, die wir tun können …
S. 205

Jede ihrer Übungen beginnt ganz einfach und erfährt dann eine Vertiefung, die diese alltägliche Handlung in einem ganz neuen Kontext präsentiert. Dieses Aufräumen ist nichts weiter als das Lächeln, mit dem ich eh schon immer versuche durch die Welt zu gehen, in Taten umzusetzen.

Ich hätte es für mich nie in Zusammenhang mit dem Konzept der Achtsamkeit gesetzt!

„Achtsam durch den Tag – 53 federleichte Übungen zur Schulung der Achtsamkeit.“ ist wirklich ein bemerkenswertes Buch, dass so ganz anders daher kommt als alle anderen Achtsamkeitsratgeber, die ich bisher gelesen habe. Deswegen ist es auch das erste Buch, zu dem ich gleich zwei Beiträge veröffentliche. Meine erste Rezension findet ihr hier.


Achtsam durch den Tag - Ratgeber mit 53 Übungen

Weitere Angaben zum Ratgeber:

Jan Chozen Bays

Übersetzt von Stephan Schuhmacher

Achtsam durch den Tag
53 federleichte Übungen zur Schulung der Achtsamkeit

Windpferd Verlag
ISBN  978-3-86410-024-6

Eine weitere Rezension findet Ihr bei Rezension.org


 Ein Ratgeber, der bestens dazu passt: Das Achtsamkeits-Übungsbuch

 

 

 

Achtsam durch den Tag – 53 Übungen

Achtsam durch den Tag - Ratgeber mit 53 Übungen

Warum liest Du eigentlich schon wieder ein Buch zum Thema Achtsamkeit? war die durchaus berechtigte Frage einer lieben Freundin. Drauf gibt es zwei Antworten. Erstens bedeutet Achtsamkeit lebenslanges Üben. Da ist es von Vorteil, sein Wissen immer mal wieder aufzufrischen und sich neue Anregungen und Impulse zu besorgen.

Zweitens ist dieses Buch anders, ganz anders als alle Achtsamkeitsratgeber, die ich bisher gelesen habe.

Wie bringe ich, jetzt, da ich weiß wie ich auf meinen Atem und meine Körperwahrnehmungen achten kann, Achtsamkeit in meinen Alltag? Wann ist der passende Moment, meinen Atem zu beobachten? Und vor allen Dingen: was habe ich davon?

Genau hier setzt das Buch „Achtsam durch den Tag“ an. Die Übungen bestehen meist aus minimalen Verhaltensänderungen, die eine kleine Irritation auslösen. Dieser kleine Moment genügt. Etwas im gewohnten Ablauf ist anders und schon achte ich mehr als sonst auf das, was ich tue. Möglichkeiten dafür bietet unser Alltag reichlich: nicht gleich ans Telefon gehen, sondern erst drei tiefe Atemzüge nehmen, einen Tag lang die nicht-dominante Hand benutzen oder ganz bewusst den Moment auf der Türschwelle wahrnehmen, wenn ich von einem Raum in den anderen wechsle.

Solche Vorschläge findet man auch in anderen Ratgebern, wenn auch bei weitem nicht so viele wie in „Achtsam durch den Tag“. Das Besondere liegt in den Kapiteln verborgen, die die Autorin als Vertiefungen bezeichnet. Hier berichtet sie ganz offen, was sie selbst und was ihre Schüler mit diesen Übungen erlebt haben. Ganz besonderen Wert legt sie auf das, was erst wie ein Misserfolg wirkt und dann doch zu Erkenntnisgewinn geführt hat. Das ist erfrischend und tröstlich zu gleich.

Übrigens ist auch dieses Buch für mich ein typisches Windpferd-Buch, also eines, das ganz schlicht daher kommt und mich lange, sehr lange beschäftigen wird.


Informationen zum Buch:

Jan Chozen Bays

Achtsam durch den Tag
53 federleichte Übungen zur Schulung der Achtsamkeit

Windpferd Verlag
ISBN  978-3-86410-024-6

Wie es mir mit dem Buch und insbesondere mit einer konkreten Achtsamkeitsübung ergangen ist, darüber schreibe ich hier: Die Dinge besser hinterlassen, als ich sie vorgefunden habe.


Wo seid ihr? Buch-Blogs für Sachbücher und Ratgeber gesucht

Lost - GeschichtenAgentin sucht Blogger Bewusstes Leben

Manchmal, aber nur manchmal, fühlt sich die GeschichtenAgentin sehr, sehr einsam. Umgeben von vielen Buch-Blogger*innen, die ganz wunderbar über Fantasy, All-Age-Romane, Krimis oder „echte“ Literatur schreiben, steht sie still da und grübelt. Und beginnt zu suchen.

Welcher Blogger hat denn noch „Die Kuh, die weinte“ verrissen … ähem … rezensiert? Berichtet nicht noch jemand über DAS ultimative Yoga-Buch, das ihn seit Jahren begleitet? Wer hat versucht, Übungen aus Achtsamkeits-Ratgebern umzusetzen und bloggt genauso ehrlich über seine Erfolge wie über sein Scheitern?

Es muss mehr von Euch geben als ich bisher gefunden habe! Oder lest Ihr wirklich alle nur Romane, keine Sachbücher und keine Ratgeber? Bewusster Leben, Ratgeber, Sachbücher – wer bloggt über Bücher zu diesen Themen?

Warum über Sachbücher und Ratgeber bloggen eine persönliche Angelegenheit ist

Nichts gegen Romane. Sie sind schön, machen Spaß und wenn sie klug sind, beschäftigen sie auch das Hirn und erweitern den Horizont. Doch es gibt Roman-Lese-Tage und Sachbuch-Lese-Tage. Bei mir überwiegt seit Jahren schon letzteres. Warum das so ist, weiß ich nicht.

Anfangs fiel es mir nicht leicht, über Sachbücher zu bloggen. Das Buch wurde von einem Fachmann geschrieben, ich bin bestenfalls interessierter Laie mit ordentlichen Vorkenntnissen. Kann ich dem Buch überhaupt gerecht werden, kann ich es beurteilen?

Ja klar kann ich das! Denn ich bin der Leser, für den das Buch geschrieben wurde. Selbst dann, wenn sich der Autor einen anderen Leser gewünscht hat und der Verlag eine andere Zielgruppe vor Augen hatte. Ich habe zu dem Buch gegriffen, weil es mich interessiert hat. Damit kommt durch mich das Buch in die Welt der Leser. Wie es mir wohl dort mit dem Buch ergangen ist? Genau diese Frage ist der Ausgangspunkt für meine Buchbesprechung.

Über Sachbuch und Ratgeber-Themen zu bloggen erfordert Mut. Wer gibt schon gerne zu, dass er gerade das dritte Meditationsbuch gekauft und gelesen hat, aber trotzdem höchsten alle 14 Tage meditiert, meist kurz vor dem Einschlafen? Eben, das ist nicht so einfach. Ein (Unterhaltungs)Roman ist da leichter abzuhandeln, hier kann man mit gutem Gewissen zugeben, das man bei der Lektüre eingeschlafen ist.

Dabei sind es ja gerade die persönlichen Erfahrungen mit dem Buch, die Verwurzelung des Buches in einem echten Leben, die die Buch-Blogs so interessant macht. Eckhart Tolles „JETZT“ lesen, berauscht und fasziniert sein und genau zu wissen, dass man es nicht wirklich verstanden hat, aber trotzdem bereit wäre, JETZT sein Leben zu ändern – darüber zu bloggen ist alles andere als einfach. Mir gelingt genau dieser Artikel jedoch schon seit Jahren nicht. Aber ich brauche ja auch noch Pläne für 2016. Mindestens.

Auf der Suche nach Gleichgesinnten: wo sind die Blogger*innen für diese Buch-Themen?

Einen Plan würde ich gerne noch dieses Jahr umsetzen: Ich würde gerne eine Blogroll starten. Jeder Blog, der gelegentlich Sachbücher und Ratgeber aus den Bereichen Neues Denken – Lebensführung – persönliche Weiterentwicklung – Bewusstes Leben – Minimalismus – Psychologie – Achtsamkeit und (tief durchatmen) Spiritualität bespricht, ist willkommen!

Zeigt Euch – am besten gleich hier in den Kommentaren!

Update September 2015:

In den Kommentaren kam die Anregung, doch eine Facebook-Gruppe zu gründen. Gute Idee, die ich nun umgesetzt habe.

Sachbuch & Ratgeber – Buchtipps und Rezensionen von Lesern und Bloggern
Alles Lesenswerte, was kein Roman ist – so könnte man das Motto dieser Gruppe zusammenfassen. Sachbücher, Fachbücher und Ratgeber aus allen, wirklich allen Themenbereichen, die von Euch gelesen und für gut befunden wurden: Biographien, Psychologie, Ernährung, Gesundheit, Sport, Lebensführung, Beruf, Gesellschaft, Politik, Reiseberichte, Tiere, Natur, Garten, Technik, Geschichte, Achtsamkeit, bewusstes Leben, DIY, Kreativität und und und …

Links auf Blogbeiträge sind in dieser Facebook-Gruppe willkommen!

Yoga XL – wenn ich das kann, kannst Du das auch

Yoga XL

Yoga XL – Yoga für Menschen mit Kleidergröße XL und mehr. Nein, eigenes Übergewicht ist nicht der Grund für mich gewesen, das Buch von Birgit Feliz Carrasco zu lesen.

Ich war auf einen ganz bestimmten Aspekt neugierig.

Das Wort Yoga löst Bilder aus. Yoga – das ist doch nur etwas für flexible, dünne Menschen, die aus dem Stand mit den Händen auf den Boden kommen und die sich mit dem großen Zeh hinter dem Ohr kratzen können. Oder etwas in der Art, meistens gefolgt von einem: das kann ich nicht und daher ist Yoga nichts für mich.

Ich weiß nicht, wie häufig mir diese Haltung schon in Gesprächen begegnet ist, insbesondere – aber nicht nur – bei Menschen, die eine gewisse Bewegungssparsamkeit kultivieren.

Wie will nun Birgit Feliz Carrasco genau solche Menschen motivieren, die zudem meist mit den Themen Sport und Bewegung schlechte Erfahrungen gemacht haben?

Ihr wichtigstes Argument ist sie selbst. Sie lebt Yoga XL. Schaut her, wenn ich das kann, dann könnt ihr das auch. Schaut her, sich bewegen macht Spaß. Schaut her, wie Yoga mein Leben bereichert.

Yoga ist eine Idee, eine Idee, etwas anders zu machen, sich neu zu entdecken und zu bewegen und einfach mal auszuprobieren, dann zu beobachten, was passiert, wie Yoga wirkt und was es mit uns über einen längeren Zeitraum macht.

Einfach mal ausprobieren, Anfängergeist kultivieren. Um das zu erleichtern, konzentriert sie sich auf Yoga-Übungen, die so gar nicht akrobatisch wirken und bietet diese auch noch in verschiedenen Schwierigkeitsgraden an. Die sonnensatten Fotos, die an einem Malediven-Strand aufgenommen wurden, tun ein Übriges.

Ich finde ihre Herangehensweise sehr authentisch und liebenswert. Das erste große Geschenk, das Yoga mir gemacht hat, war ein Wiederentdecken einer kindlichen Bewegungsfreude. Und das blieb nicht das letzte Geschenk. Die Yoga XL Geschichte, die Birgit Feliz Carrasco in ihrem Buch erzählt, klingt auch für mich vertraut.


Informationen zum Buch:

Birgit Feliz Carrasco

Yoga X-Large
Auch Dicke können Yoga machen!

Yoga- und Bewusstheitsübungen für Menschen mit Plus-Size-Körpern

Systemed Verlag
ISBN 978-3-942772-77-8

Der Systemed Verlag wurde eingestellt und ein Großteil des Buchprogramms vom Riva Verlag übernommen. Dieses Yogabuch leider nicht. Eine E-Book-Ausgabe ist noch lieferbar


Hier findet ihr mehr Rezensionen zu Yoga-Büchern auf meinem Buch-Blog

Superfood – oder tut es auch ein Apfel?

Große Buch der Superfoods

Lieblingsessen war gestern, heute gibt es Superfood. Ich gestehe, dass ich den Begriff Superfood nicht mag.

Aber ich bin neugierig auf gute Lebensmittel und genau unter diesem Gesichtspunkt habe ich „Das große Buch der Superfoods“ gelesen. Warenkunde.

Vorgestellt werden Lebensmittel mit besonders wohltuender Wirkung auf Gesundheit und Lebensqualität.

Dabei wird ausführlich auf Antioxidantien, Phenole, Vitamine, Carnitin, Nährstoffdichte, Ballaststoffe und was weiß ich noch alles eingegangen – die Ernährungswissenschaft kommt wahrlich nicht zu kurz.

Rezepte gibt es auch, doch noch wichtiger finde ich die Praxistipps. Wie lange ist dieses Lebensmittel haltbar, wie kann ich es aufbewahren? Wie kann ich es am einfachsten in meinen Speiseplan einbinden und was ist die optimale, gesundheitsfördernde Menge?

Unter den vorgestellten Lebensmitteln findet sich alles, was derzeit diskutiert und geliebt wird – Chia, Noni, AFA-Alge und Maca – sowie einiges, was wir sicherlich ab morgen in den Reformhäusern finden – Camu-Camu und Maquibeere zum Beispiel.

Das finde ich alles sehr interessant, denn kulinarische Fortbildung schadet nie. Wirklich spannend und für meinen persönlichen Speiseplan bereichernd finde ich jedoch die Einträge zu Grünkohl, Sauerkirschen und Leinsamen. Auch das ist Superfood – wenn wir es noch in einer nicht überzüchteten Form bekommen.

So hadere ich ein wenig mit dem Untertitel des Buches „… von Avocado bis Weizengras“ – das Coverfoto versöhnt mich jedoch. Spinat, Heidelbeeren, Knoblauch und Pilze dominieren das Bild und drängen die Exoten ein wenig an den Rand.

Das finde ich gut – denn am Phänomen „Superfood“ stören mich gleich zwei Dinge.

Superfood – warum mich der Begriff stört

Lebensmittel machen uns satt und schmecken gut. Das ist an sich schon SUPER. Warum muss man das noch steigern und dem ganzen die Bezeichnung Superfood geben?

Für mich beinhaltet dieser Begriff nicht nur eine Menge Optimierungswahn, sondern auch eine geradezu unverschämte Erwartungshaltung an Lebensmittel: mach mich satt, sei lecker und heile mich zusätzlich von allen Übeln der Welt. Vor allen Dingen von denen, die ich selbst verursacht habe.

Und ist es wirklich nötig, Camu-Camu-Beeren aus Südamerika nach Deutschland zu fliegen oder tut es nicht auch ein Apfel oder der Grünkohl vom Bauern um die Ecke?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden und „Das große Buch der Superfoods“ lässt einem die Wahl. Die einheimischen Lebensmittel werden mit der gleichen Sorgfalt behandelt wie die Exoten. Genau das macht dieses Buch für mich super!

Und darauf jetzt erst mal einen grünen Tee 😉


Infos zum Buch:

Lauri Boone

Das große Buch der Superfoods

Pflanzliche Supernahrung von Avocado bis Weizengras. Für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und das persönliche Wohlfühlgewicht
Hans Nietsch Verlag


Auch die regionale Küche kennt Superfoods. Hier ein Ratgeber mit diesem Schwerpunkt:

Yogatherapie und ganzheitliche Medizin – Remo Rittiner

Yogatherapie und ganzheitliche Medizin von Remo Rittiner

Ergänzungsband – das war mein erster Gedanke nach der Lektüre von „Yogatherapie und ganzheitliche Medizin“ von Remo Rittiner und Ingfried Hobert. Um genau zu sein: hochwillkommener Ergänzungsband, denn diesmal werden Aspekte der Yogatherapie, die im ersten Buch „Das große Yoga-Therapiebuch“ noch etwas zu kurz kamen, aufgegriffen und ausführlicher behandelt.

Auch diesmal wirken die Yogaübungen auf den ersten Blick erstaunlich einfach. Das, was in diesem Buch gezeigt wird, kann jeder nachmachen, auch dann, wenn er noch keine Erfahrung mit Yoga hat.

Die Einfachheit der Übungen bewahrt einen trotzdem nicht vor Muskelkater. Diese Erfahrung macht wohl jeder, der Yoga übt – egal ob es sich dabei um Yogatherapie, Heilyoga, Yoga für den Rücken oder sportliches Yoga handelt. Und das besondere an Yoga-Muskelkater ist, dass er meist Muskeln betrifft, von denen man vorher gar nicht wusste, dass sie existieren …

Doch ich schweife ab – zurück zum Buch „Yogatherapie und ganzheitliche Medizin“. Diesmal empfiehlt Remo Rittiner zB. Übungen bei Hüft- und Kniearthrose, Bandscheibenvorfall, Verdauungsbeschwerden, Wechseljahrbeschwerden und Schlafstörungen. Wie gehabt gibt es zu jedem Krankheitssymptom eine kurze Einführung zu den Ursachen aus psychosomatischer Sicht und den Lebensthemen, die sich in diesem Symptom offenbaren können. Alles wie gewohnt sachlich, schlicht und sehr exakt erklärt – ich mag dieses Gefühl von Leichtigkeit, das alle Bücher von Remo Rittiner für mich ausstrahlen. Jetzt, machen. Einatmen, ausatmen. Annehmen, weitergehen. So einfach. So wohltuend.

Den Übungen vorangestellt sind 30 Seiten Einführung zur Yogatherapie, zur Psychosomatik und zur ganzheitlichen Medizin. So komplexe Themen auf so wenig Seiten – das klingt sehr ehrgeizig. Und doch hatte ich nach der Lektüre das gute Gefühl alle notwendigen Basis-Informationen erhalten zu haben. Insbesondere die „Sechs Schritte zur Heilung“ werden mich noch lange begleiten:

  1. Die Bereitschaft, innezuhalten
  2. Die Bereitschaft, bei sich hinzuschauen und wahrzunehmen
  3. Die Bereitschaft, anzunehmen und zu akzeptieren
  4. Die Bereitschaft, heil zu werden und sich weiterzuentwickeln
  5. Die Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen, die das Leben verändern
  6. Die Bereitschaft, Einsichten in praktische Handlungen umzusetzen

Womit auch klar wäre – mit „Turnübungen“ alleine ist es nicht getan. Gerade dieser Aspekt wird in „Yogatherapie und ganzheitliche Medizin“ sehr gut herausgearbeitet. Damit ist das Buch für mich eine sehr gelungene Ergänzung zum Grundlagenwerk „Das große Yoga-Therapiebuch“.


Infos zum Yogabuch:

Remo Rittiner – Ingfried Hobert
Yogatherapie und ganzheitliche Medizin
Vorbeugung und Heilung von Krankheiten

Via Nova Verlag
Neuauflage mit neuem Cover


Hier findet ihr meine Rezension zu „Das große Yoga-Therapiebuch“ von Remo Rittiner und hier die Empfehlung zu „Vertraue dem Meister in Dir“.