• GeschichtenAgentin ist der Buch-Blog und das Lese-Tagebuch von Dagmar Eckhardt. Sachbücher und Ratgeber, Fantasy und Romane, Backlist und Neuerscheinungen: Ich lese immer viele Bücher gleichzeitig und erzähle hier auf meinem Buchblog, was sie mit mir machen. Keine klassischen Rezensionen, sondern persönliche, ehrliche Eindrücke aus Leserinnen-Sicht und mit einem Blick auf die Buchbranche. Denn ich war Buchhändlerin und bin es tief im Herzen geblieben. Abseits der Bücher findest du mich in Museen oder in der Pfalz und im Wald, auch darüber blogge ich. Stöber durch meine Buchtipps und Rezensionen und finde dein nächstes Lieblingsbuch!

Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen. Katalog zur Ausstellung und ein Museumsbesuch in Crimmitschau

In diesem Jahr leide ich definitiv an Vitamin-M-Mangel, Museums-Mangel. Museen und Reisen kamen zu kurz. Aber immerhin habe ich das geschafft, was wir Wessis meiner Meinung nach immer noch viel zu selten tun: Ich war im Osten unterwegs. Diesmal führte mich die Route von Leipzig aus über Land nach Zwickau. Gelockt hat mich die große Landesausstellung „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen.“ Wer die Ausstellung verpasst hat: Der Katalog ist ein guter Ersatz! Er fasst das Wichtigste aus den einzelnen Ausstellungen in Zwickau, Chemnitz, Freiberg,…

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Die Memoiren der Jella Lepman, Gründerin der Internationalen Jugendbibliothek

Jella Lepman - Biografie

Die Nazis nahmen ihr die Heimat und das Verhalten der deutschen Bürger machte sie fassungslos. Doch als das amerikanische Militär bei Jella Lepman 1945 anfragte, ob sie bereit wäre, sich in Deutschland für die „Re-Education“ der Frauen und Kinder zu engagieren, sagte sie ja. Dabei folgte sie der Logik des Herzens: Was auch immer während der Nazi-Diktatur geschehen war, die Kinder waren nicht schuld. Ihre Hoffnung war groß: Die Kinder werden den Erwachsenen den Weg weisen. Das Werkzeug dafür: Bücher. Kinderbücher aus aller Welt, die…

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Mama Superstar: Heimat ist, was Mütter daraus machen

Töchter erzählen über das Leben ihrer „Migrant Mamas“, Mütter, die nicht in Deutschland geboren wurden. Um genau zu sein: Sie feiern ihre Mütter, denn jetzt, wo sie selbst junge Erwachsene sind, können sie all das würdigen, was ihnen als Jugendliche noch peinlich war. Oder auch das, was ihnen als Kind ein Gefühl von anders sein gab – sei es, weil im Treppenhaus nur vor ihrer Haustür die Schuhe standen, oder weil es aus ihrer Küche so ganz anders roch als in den Küchen ihrer Freunde.…

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Banksy. Street-Art ist vergänglich. Dieses Buch nicht.

Bei Banksy war ich mir nie sicher, ob ich jetzt fasziniert oder genervt bin. Fasziniert, weil die unterschiedlichsten Menschen ihn großartig finden – darunter Menschen, die eigentlich mit Streetart oder moderner Kunst nichts am Hut haben. Genervt wegen seiner Überpräsenz in den Medien und weil viele das kleine Mädchen mit dem Ballon einfach niedlich finden, ohne auch nur einen Gedanken an eine mögliche, gesellschaftskritische Botschaft zu verschwenden. Ein wenig erinnert mich das an Keith Haring in den 80er Jahren. Seine Bilder waren damals überall –…

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Zeitmanagement weiter denken: Intervalle statt Büro-Arbeitszeiten

Vom klassischen Zeitmanagement zu einem Buch mit dem Untertitel „Arbeitest du noch oder lebst du schon?“: Es wirkt wie ein weiter Weg, den Lothar Seiwert mit seinen Ratgebern zurückgelegt hat. Mit seinen ersten Büchern habe ich gelernt, einen Filofax-Kalender zu führen (und ihn jedes Jahr aufs Neue ungefähr ab April ignoriert.) Mit „Noch mehr Zeit für das Wesentliche. Zeitmanagement neu entdecken.“ näherte er sich schon mehr meiner Art zu denken und zu leben an. Hier schwang die Frage mit, was im Leben mir wie viel…

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Anita Rée – biographischer Roman von Karen Grol

Meine ganz private Kunst-Welt wandelt sich. Während ich mir früher Ausstellungen nach dem Motto „Diesen Künstler wollte ich schon immer mal sehen“ heraussuchte, ist es heute viel häufiger ein „Dich kenn ich nicht, dich schaue ich mir an“. „Umbruch“ in der Mannheimer Kunsthalle war dafür eine gute Gelegenheit. Gleich auf dem Ausstellungsplakat begegnete mir ein Blick, den ich so schnell nicht vergessen werde: das Porträt der Hildegard Heise, gemalt von Anita Rée. NEUE SACHLICHKEIT IST (AUCH) WEIBLICHDas erste Kapitel der Ausstellung zeigt – rund 100…

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Die Künstlerinnen. Werke aus fünf Jahrhunderten

Dieses Buch hätte ich gerne schon früher gekannt, denn es ist keine Aufzählung à la „50 Künstlerinnen, die Du kennen solltest“. Susie Hodge möchte mit ihrem Buch viel mehr erreichen. Ihr genügt es nicht, unseren Blick auf Künstlerinnen zu lenken – sie will Zusammenhänge sichtbar machen. Welche Ausbildung stand den Frauen offen? Waren Sie Teil einer Avantgardebewegung oder einer Künstlergruppe? Wie wurden sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen und was haben sie tatsächlich zur Kunstgeschichte beigetragen? Welche Stile, Motive und Themen haben sie aufgegriffen und war…

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Rassismus verlernen. Eine Anleitung.

Womit soll ich bei dieser Buchbesprechung? Vielleicht mit jenen 30 Sekunden auf dem Fahrrad. Ich war 10 Jahre alt. Ein Kopftuch war für mich ein normales Kleidungsstück. Meine Mutter trug es beim Wandern, meine Oma bei der Hausarbeit und ich, wenn ich Ohrenschmerzen hatte. So wie an jenem Tag, als ein Junge aus meinem Vorort mir „Scheiß Türkin“ hinterher brüllte. Lange Jahre habe ich die Geschichte so erzählt, dass ich an dem Tag erlebt und gelernt habe, was Rassismus bedeutet. Das würde ich heute nicht…

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