Augen. Blicke. Eine Impressionismus-Ausstellung aus dem Lehrbuch
„Augen. Blicke. Impressionen. Meisterwerke des französischen Impressionismus“ heißt die aktuelle Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart. Impressionisten – schon wieder? Habe ich mich da nicht schon längst daran satt gesehen? Doch die letzten großen Impressionismus-Ausstellungen, die ich mir angesehen habe, sind schon eine Weile her. Ist der Impressionismus nicht wieder aus der Mode gekommen? Die vielen Kaffetassen mit Monets Seerosen-Motiven sprechen eine andere Sprache. Impressionismus scheint Mainstream geworden zu sein und deswegen für die Ausstellungsmacher weniger interessant. So betrachtet ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt für eine Impressionismus-Ausstellung, die vieles anders macht. Mehr zeigen mit weniger Bildern Perfekt ausgeleuchtet hängen die Bilder sehr locker in einem dunklen Raum. Ich kann mich an Ausstellungen erinnern, in denen auf gleicher Fläche die doppelte Anzahl an Kunstwerken hing und deren Konzept dem Abarbeiten einer Hitliste glich: Hauptsache, alle großen Maler sind mit einem wirklich berühmten Gemälde vertreten. Solche Ausstellungen sind heute selten geworden, was an den stark gestiegenen Versicherungssummen für ausgeliehene…














