Think Content! – und schon ist die Beer geschält

Think Content! Fachbuch

Eigentlich könnte ich es mir mit der Rezension zu „Think Content!“ einfach machen: Pflichtlektüre. Punkt. Aus. Eventuell könnte ich noch so, wie es Buch-Blogger gerne tun, schreiben, dass es sich um ein Must-Read handelt; also ein Buch, das jeder, der in dieses Internet hineinschreibt und dort auch gefunden werden will, gelesen haben muss. Dann noch ein wenig den Klappentext des Buches umformulieren um auf eine Textlänge von mindestens 300 Wörtern zu kommen und schon „wär die Beer geschält“ wie der Pfälzer sagt. Anschließend noch den Link zur Rezension automatisiert auf allen sozialen Kanälen posten, sowie einen Beleglink an den Verlag schicken und hoffen, dass dieser aus meiner Rezension zitiert und mir vielleicht sogar einen Backlink spendiert. Allerdings wird er das bei einer Buchbesprechung, die auf Basis des Klappentextes entstanden ist, sicherlich nicht tun. Ja nun … Think Content! geht anders So hätte ich dann zwar einiges mit meinem Content, meiner Rezension, veranstaltet – aber…

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Neil Young – ein Hippie träumt von der perfekten Modell-Eisenbahn

Autobiografie Neil Young

Neil Young eröffnet seine autobiographischen Fragmente mit Überlegungen und Schwärmereien zu seiner Lionel Modelleisenbahn. Das ist, gelinde gesagt, ein unerwarteter Einstieg in das Buch eines Rockstars. Überhaupt ist so einiges überraschend an seinen Erinnerungen, die munter zwischen den Jahrzehnten und Themen hin und her springen und doch völlig in der Gegenwart und seiner Person verwurzelt sind. Ja, man erfährt einiges über seine Musik, seine Weggefährten. Und ja, es gibt Anekdoten am Rande der Legalität. „Ein Hippie-Traum“ ist definitiv das Buch eines Rockstars. Doch es ist noch viel mehr.

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Mein Buchmessen-ABC

Schuhwerk fü die Buchmesse - Mein Buchmessen-ABC

A wie antizyklisch durch die Hallen, damit es mir nicht so voll erscheint. Morgens Belletristik und Kinderbuch, mittags Dienstleister und Sonderausstellungen. B wie Bagel Brothers. Ach nein, dort kann ich ja nur bei der anderen Buchmesse in Leipzig einkehren. C wie Catering, das es gerüchteweise an manchen Ständen wirklich noch gibt. D wie „da lang“. Würde ich ja gerne, da ist aber ein Rollkoffer im Weg. E wie „eigentlich sollte ich mal wieder an die frische Luft“ Ach, ein Gang geht noch … F wie #fbm14, #fbm15, #fbm16– ein Hashtag, den ich mir prima merken kann. G wie „Gang und Standnummer“. Würde bei der Orientierung auf der Buchmesse helfen, wenn man sie denn wüsste. H wie Hallenplan. Nach so vielen Jahren bin ich der Meinung, dass ich den Buchmessen-Hallenplan im Kopf hätte. Meist bleibt es beim „hätte“… I wie „Ist das nicht die …“ Liebe Ex-Kollegen, Weggefährten und Blogger*innen: helft einer…

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Sanspareil – ein Landschaftsgarten im Wald

Sanspareil - Weg im Felsengarten

Es gibt Orte, denen steht der Herbstnebel richtig gut. Der Felsengarten Sanspareil ist ein solcher Ort. Bei meinem letzten Besuch schien die Sonne. Das erzeugte zwar ein wunderschönes Licht zwischen den Buchen, aber diesmal, bei Herbstnebel und Laubgeraschel, verzauberte mich der eigensinnige Landschaftsgarten noch mehr. Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, die legendäre Schwester Friedrichs des Großen, ließ den Garten ab 1744 anlegen. Inspiriert wurde sie dabei von dem französischen Roman „Die Abenteuer des Telemach“, der die Grundprinzipien des vorbildlichen Herrschertums vermitteln soll. Zumindestens war das das Ziel des Autors François de Salignac de La Mothe-Fénelon, der dieses Werk für den Enkel von Ludwig XIV. schrieb. Sanspareil – Bildungsreise mit Telemach, Mentor und Kalypso So suchen wir also gemeinsam mit Telemach auf der Zauberinsel der Nymphe Kalypso seinen Vater Odysseus. Wir klettern durch Vulkanhöhlen, Sybillen- und Dianengrotten und begegnen Pan. Im Naturtheater träumen wir von weiteren Abenteuern und kehren geläutert und gebildet zum Ausgangspunkt…

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Housewives Tarot – Karten legen im Stil der 50er Jahre

Karten-Set: Housewives Tarot

Man muss keinen Martini trinken, um Spaß mit dem Retro-Tarot-Set „Housewives Tarot“ zu haben. Ein schöner Aperol Sprizz tut es auch. Die Test mit einem Gin Tonic stehen noch aus. Überhaupt sollte man bei diesem Orakel nicht alles so ernst nehmen, obwohl man das „Housewives Tarot“ durchaus auch als reguläres Tarot-Deck verwenden könnte. Alle Karten der großen und kleinen Arkana wurden liebevoll und mit viel Sachverstand in eine fiktive Welt der 50er Jahre übertragen. Auch die Legungen wurden neu interpretiert. Aus der klassischen Dreier-Legung wurde ein Eiskrem-Sandwich und das keltische Kreuz wird – ein wenig anders platziert – zum Martini-Glas. Pro-Tipp zu dieser speziellen Legung aus dem Beiheft: Anschließend kippen Sie den übrigen Martini hinunter und interpretieren die Karten nochmals mit neugewonnener Kreativität. Die Kelche wurden zu Cocktail-Gläsern, die Stäbe zu allerlei Putz-Utensilien und die Schwerter zu Küchenmessern und Cocktail-Spießchen. Das ist so konsequent und in sich verdreht, dass es einfach…

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Eine gesunde Körperhaltung mit der Tai-Chi-Methode

Eine gesunde Körperhaltung mit der Ta-Chi-Methode von Marie Hock-Westhoff. Sachbuch aus dem Windpferd Verlag

Was macht eigentlich eine gesunde Körperhaltung aus? Ich brauche diesen Satz nur zu schreiben und beginne schon zu kontrollieren, wie ich jetzt in diesem Moment am Schreibtisch sitze. Bisher dachte ich, dass meine übereinander geschlagene Beine ein großes Problem seien. Nach der Lektüre des Buches „Die Tai-Chi-Methode für Haltungsgesundheit und einen schmerzfreien Rücken“ sehe ich das anders. Meine Aufmerksamkeit wandert zum Nacken und ich frage mich, warum ich schon wieder das Kinn nach vorne zum Bildschirm schiebe und so einen Knick in meiner Halswirbelsäule verursache. Genau diesen Knick werde ich später am Tag bereuen. Doch Selbstvorwürfe führen ganz bestimmt nicht zu einer gesunden Körperhaltung, sanftes Korrigieren schon eher. Dabei hilft das Buch von Marie Hock-Westhoff weiter. Sanftes Korrigieren und die Aufmerksamkeit auf die gesunde Körperhaltung lenken, das kann die Autorin wirklich gut. Diese Lenkung der Körperwahrnehmung beginnt mit drei einfachen Fragen (S. 75): Was macht mein Becken im Moment? Wie liegen…

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Praxistipps für Corporate Blogs

Praxistipps für Corporate Blogs

Jede Menge Praxistipps für Corporate Blogs liefert das Buch von Meike Leopold. Ich muss diesmal auch nur ein ganz klein wenig und auch nur ganz kurz nörgeln und erledige das gleich hier am Anfang: Warum eigentlich geht auch dieses Buch wieder davon aus, dass Corporate Blogs nur in großen Konzernen entstehen? Dass dafür eine große Redaktion zur Verfügung steht und das unendlich viel Diplomatie für eine reibungslose Kommunikation zwischen Marketing-, Vertrieb- und sonstigen Abteilungen von Nöten sei? Meine Welt ist das nicht, ABER (hier endet das Nörgeln und die Begeisterung beginnt) fast alles lässt sich problemlos auch auf andere Arbeitssituationen übertragen. Damit bietet das Buch üppig Praxistipps für jeden Nicht-Hobby-Blogger: was spricht für einen Blog und warum sollte ich meine existierende Webseite um einen Blog ergänzen? Wo finde ich Themen und warum brauche ich sowohl einen Themen-Plan als auch einen Redaktionsplan? Wie schreibe ich gute Blogbeiträge? Was mache ich, wenn…

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Gärtner-Museum: Leben anno 1900

Die sehenswerte und gut erhaltene Altstadt Bambergs hätte alleine wohl nicht für die Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe genügt. Doch Bamberg besitzt mit seinem Stadtteil Gartenstadt einen ganz besonderen Schatz: eine einmalige innerstädtische Kulturlandschaft voller Gartenflächen – Obst- und Gemüseanbau mitten in der Stadt. Das Gärtner-Museum befindet sich in einem typischen Bamberger Gärtnerhaus von 1767: ein paar kleine Zimmer, ein Stall und ein schmaler, langer Garten hinter dem Haus. Angebaut wurden dort Obst und Gemüse, Süßholz, Blumen und Kräuter; gehandelt wurde über Bamberg hinaus mit Früchten, Gemüse, Heilkräutern und Sämereien. Das Museum zeigt Original-Werkzeug und Alltagsgegenstände und macht damit das Leben der Gärtner und Häcker greifbarer. Der Garten ist Teil des Museums. Dort werden die typischen Pflanzen von damals angebaut. Für Gärtner von heute kommt das fast einer garten-archäologischen Entdeckungsreise gleich: ich glaube nur wenige hätten das Spezialwerkzeug zum Schwarzwurzel ernten auf Anhieb richtig benannt. Um 1900 kam die Gärtner-Familie, der das Haus ursprünglich gehörte,…

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Dan Roam – Wenn Du ein Wort sagst, zeichne ein Bild

„Bla Bla Bla“ ist ein Buch, dass mich noch eine Weile beschäftigen wird. Dan Roam erklärt, wie allereinfachste Zeichnungen helfen können, komplexe Sachverhalte zu erklären. Seine Kernaussage „Wenn Du ein Wort sagst, zeichne ein Bild“ meint er sehr ernst und die Ausrede „Ich kann aber nicht zeichnen“ lässt er nicht gelten. Zu Recht, denn notfalls hilft statt einer Skizze auch ein Kreis mit einem Wort darin weiter. Was hilft gegen Bla-Bla-Bla? Dan Roam weiß Rat Doch was soll dieses Rumgekritzel bringen? Unser Hirn hat nach seiner Aussage zwei Arten zu denken: verbal und visuell. Nur wenn beide Arten zu denken aktiviert werden, entsteht echtes Verständnis und Begeisterung. Doch das kommt nur selten vor. „Bla Bla Bla“ steht für diese wortreichen, gut klingenden Texte, bei denen keiner am Ende die Kernaussage in drei Sätzen zusammenfassen kann. Politiker-Sprech und Marketing-Blubb sind zwei gute Beispiele für Texte, die nur die verbale Art zu…

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Buddhistische Geschichten – Die Kuh, die weinte

Buddhistische Geschichten - Die Kuh, die weinte

Nicht überzeugen konnte mich der Bestseller „Die Kuh, die weinte – Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück“ von Ajahn Brahm. Das liegt nicht an den Geschichten selbst – die finde ich durchaus unterhaltsam und manche auch inspirierend. Es ist das Drumherum: die Interpretationen und die Show. Ajahn Brahm schreibt in seinem Vorwort „Da jede Erzählung für sich spricht, habe ich mich bei den Kommentaren zurückgehalten.“ Da möchte ich gar nicht wissen, was passiert, wenn dieser Entertainer im Mönchsgewand so richtig in Fahrt kommt! Für mich hätte es all diese Anekdoten aus dem Waldkloster und aus dem Leben des Autors nicht gebraucht. Leider sind sie so mit den buddhistischen Geschichten verwoben, dass ich sie kaum überlesen konnte. Infos zum Buch: Ajahn Brahm Die Kuh, die weinte Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück Lotos Verlag Als Buch und Hörbuch erhältlich Update Juli 2015: Mittlerweile ist das zweite Buch von Ajahn Brahm…

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ZKM – Museumsbesuch auf der Baustelle

Museumsbesuch ZKM 2014

Ganz Karlsruhe ist eine Baustelle. Das ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe – macht da keine Ausnahme. Ich war trotzdem dort. Zum Glück. Nur das Erdgeschoss ist derzeit zugänglich – wobei die Zugänglichkeit auch in spannenden Umwegen bestehen kann. Macht nichts, denn die Mitarbeiter des Museums sind auskunftsfreudig und helfen auch verirrten Besuchern zurück auf den richtigen Weg – also auf den Weg, für den die Eintrittskarte gilt. Derzeit laufen zwei große Ausstellungen. „Jean-Jacques Lebel: Die höchste Kunst ist der Aufstand“ ist vom ersten bis zum letzten Objekt beeindruckend. Einen Eindruck vermittelt ein Artikel bei Kultur-Online.net – aber die Wucht und Energie der Kunstwerke vermitteln die Fotos nicht. Eine ganz eigene Entdeckung innerhalb der Lebel-Ausstellung waren für mich die Bilder von Erró – diesen Maler werde ich weiterverfolgen. Die zweite Ausstellung „Beuys Brock Vostell“ war für mich ein erneuter Versuch, mich dem Phänomen Beuys anzunähern. Großartig aufgebaut, klasse…

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Deftig vegetarisch oder: Rezepte, die nicht so grün schmecken

deftig vegetarisch - Rezepte

Eines vorneweg, bevor ich Euch über meine Erfahrungen mit „Deftig vegetarisch“ berichte: aus mir wird wahrscheinlich keine Vegetarierin mehr. Das meiste schmeckt mir einfach … nun … zu grün, zu gedünstet, zu salatig. So, jetzt ist es raus. Karma-Bonuspunkte verspielt. A propos Karma: eine Ausnahme gibt es. Für ein geschmacksexplosiv gewürztes indisches vegetarisches Menü lasse ich jedes deutsche Schnitzel stehen. Beim echten Wiener Schnitzel hingegen läuft es nur auf ein Unentschieden hinaus. Doch zurück zum grünen Geschmack, der mir zu rohköstlerisch-salatig ist. „Deftig vegetarisch“ zeigt, dass es auch anders geht. Zum Beispiel mit Röstaromen. DAS klingt doch gleich viel besser für mich! Herzhaft-bodenständige Gerichte. Ja – gerne doch! Das Kochbuch ist nach den Zubereitungsarten unterteilt: Braten, schmoren, rösten (lecker), panieren, gratinieren, frittieren (oh ja!), grillen, marinieren und karamellisieren (happy!). Kein dünsten, keine Rohkost – dieses Buch ist mein Freund. Ein Pommes-Rezept ist auch drin. Und Spinatnocken. Gebackener Camembert mit Tomaten-Ingwer-Konfitüre.…

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