Zwischen Rabbi-Diskussionen und Liebeskummer: Hoodie Rosen jongliert mit zwei Welten und überlebt mit Sarkasmus
Es ist der knochentrockene, manchmal sarkastische Witz, der dieses Jugendbuch zusammenhält. Die Art Humor, der bei Jugendlichen häufig ein Anzeichen dafür ist, dass ihr Leben so gar nicht im Gleichgewicht ist. Bei Hoodie Rosen, der eigentlich Jehuda heißt, ist im Prinzip jede Welt für sich in Ordnung. In der einen ist er Jehuda, geliebter Sohn einer jüdisch-orthodoxen Familie. Sein Alltag kommt nicht-jüdischen Leser*innen durch die allgegenwärtigen religiösen Regeln vielleicht etwas ungewohnt, aber stets liebenswert-chaotisch vor. Jehuda ist eingebunden in das Gemeindeleben, lebt sich in spitzfindigen Diskussionen mit dem Rabbi aus und wird immer wieder Opfer der Streiche seiner Schwester. In der anderen Welt ist er Hoodie und verliebt er sich in Anna-Maria, Tochter der Bürgermeisterin. Denn das, was für sie ein normaler, herzlich-offener Umgang ist, missdeutet er. Auf ein Mädchen wie sie hat ihn zuhause niemand vorbereitet. Rote Ohren, Missverständnisse und Situationskomik sind die Folge. Aber ihre Freundschaft bleibt nicht unbeobachtet. Die erste Eskalationssstufe wird…
















