Kürzere Sätze ergeben noch kein Jugendbuch: die letzte Drachentöterin
Die Magie ist schwach geworden in den Ununited Kingdoms und Bürokratie macht den Zauberern das Leben schwer. Auf fliegenden Teppichen dürfen keine Personen mehr transportiert werden und der Präkogniker sagt in der Gärtnerei die Farben der Blüten voraus. KAZAM, die Vermittlungsagentur für Zauberer läuft schlecht und die Pleite naht. Organisiert wird der Broterwerb von Jennifer Strange, die noch nicht ahnt, dass sie die letzte Drachentöterin ist und bald in einem gepanzerten, stacheligen Rolls Royce in ein wildes, seit 400 Jahren unberührtes Land fahren wird. Auf Jasper Fforde und seine wild sprudelnden verrückten Ideen ist auch diesmal wieder Verlass. Ich habe mich köstlich amüsiert – so lange ich ignoriert habe, dass es ein Jugendbuch sein soll. Eine jugendliche Drachentöterin macht noch kein Jugendbuch Jennifer Strange ist von Anfang an recht selbstbewusst. Woher sie als Findelkind dieses Selbstbewusstsein zieht, bleibt nebulös. Eine innere Wandlung macht sie nicht durch. Das ist einer der Gründe warum „Die letzte Drachentöterin“ für mich zwar ein höchst vergnügliches Buch, aber eben kein Jugendbuch ist. „Kann der Abwaschzauber nicht auch die Wäsche machen?“…
















