Blut aus Silber: Zosia, Maroto und die Hornwölfe
Alte Helden mit arthritischen Knochen. Junge Stutzer, die dem langweiligen Leben als Adlige entfliehen wollen. Hornwölfe mit äußerst komplexen Moralvorstellungen und Clan-Regeln. Dazu dann noch seltsame Religionen und eine blutjunge Päpstin, alte Götter und Teufel sowie Menschen, die vor allem dem letzten Detail zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Alex Marshall – wer auch immer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt – wirft seine Protagonisten mitten in das Geschehen. Wer sie sind und wie sie in dieses Lied, in diese Geschichte, geraten sind, verrät er erst so nach und nach. Der Landschaft misst der Autor nicht all zuviel Bedeutung bei. Sie ist der Ort des Geschehens, mehr nicht, und wird vor allem durchritten. Nur das Meer, das beeindruckt ihn. Ich mag seine Art zu erzählen, seine Halbsätze und Skizzen, lassen sie mir doch viel Raum für eigenes Kopfkino. Choi erlebt man zum Beispiel zuerst als Kampfwächterin in Aktion. Das Beziehungsgeflecht der Personen in…
















