Ein Ersatz für Konzerte, die ich nie sah: Bowie – als Comic

Das einzige Mal, dass ich Bowie live sah, kam er als Gentleman im Anzug daher. Die Bühnenpräsenz war beeindruckend und sein klug platziertes Lächeln strahlte bis zu mir ganz hinten, auf dem Hügel am anderen Ende des Festivalgeländes. Trotzdem hätte ich ihn gerne einmal anders erlebt – nämlich so, wie in diesem Comic: Bowie – Sternenstaub, Strahlenkanone, Tagträume. Laura Allred, Michael Allred und Steve Horton schwärmen von dem frühen David Bowie, dem schillernden Superhelden der Popkultur. Fast ein wenig schade, dass sie ihre Schwärmerei in…

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Mit Ilija Trojanow auf Reisen – egal wohin

Was bringt mir das Reisen in Gedanken und auf den Buchseiten? Mir jede Menge. Ich war ein wenig skeptisch, ob mir Aufenthalte in fremden Ländern via Buch zu Pandemie-Zeiten gut tun. Der Frühjahrsurlaub fiel für mich aus, die nahe Grenze zu Frankreich ist noch immer geschlossen. Erinnern mich Berichte von fremden Ländern dann nicht zu sehr an das, was fehlt? An das Nicht-reisen-können, an das zuhause-bleiben-sollen? Macht ein Buch, das von der Lust am Reisen handelt, nicht depressiv in diesen seltsamen Tagen? Mitnichten. Im Gegenteil.…

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Dichterinnen & Denkerinnen

Auf dem Gymnasium habe ich genau eine Autorin gelesen: Christa Wolf. Mir fiel nicht auf, dass das nicht so hätte sein müssen. Aber mir fiel sehr wohl auf, dass insbesondere die Jungs in meiner Klasse mit der dreifachen Exotik aus Frau – DDR – Frauenfigur aus der griechischen Mythologie überfordert waren. Doch Fragen zu solchen Phänomenen muss man sich nicht stellen, um Spaß an Katharina Herrmanns großartigem Buch „Dichterinnen & Denkerinnen. Frauen, die trotzdem geschrieben haben“ zu finden. Dieses Buch funktioniert auf so vielen Ebenen,…

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Wie Pflanzen kommunizieren: eine kurze Geschichte der Pflanzenevolution

Erst seit relativ kurzer Zeit können Wissenschaftler nachweisen, dass Pflanzen Sinnesempfindungen haben und miteinander kommunizieren. Für diesen Nachweis war zweierlei nötig: verfeinerte Messmethoden und eine Loslösung vom anthropozentrischen Weltbild. Wer davon ausgeht, dass nur Menschen miteinander kommunizieren können, kommt erst gar nicht auf die Idee, Pflanzen dahingehend zu erforschen. Dafür, dass uns die Erkenntnis so spät ereilte, ist sie mit dem „Wood Wide Web“ dann doch recht schnell im Mainstream angekommen. Peter Wohlleben sei Dank dafür (auch, wenn ich sein Buch „Das geheime Leben der…

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Alltagstauglich & gesund: indische Küche

Gesundes Indien – als ich den Titel des Kochbuchs las, kam mir diese Formulierung wie ein weißer Schimmel vor. Kann denn eine so gemüse-lastige Küche wie die indische ungesund sein? Okay, die Süßspeisen haben es in sich, Laddoos sind pures Hüftgold und zu viel Nan dürfte die gleiche Wirkung haben wie unser Weißbrot. Aber was bitte könnte an einem Curry aus frischem Gemüse nicht gesund sein? Der Untertitel bringt die Lösung: Es geht um einfache indische Gerichte für jeden Tag. Chetna Makan ist Hobbyköchin und…

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Wohltuende Lektüre: Ikigai – japanische Lebenskunst

Lebenskunst ist ein Begriff, bei dem ich sofort aufhorche. Für mich enthält er ein Versprechen: Es ist möglich, ein gutes Leben zu führen – egal, wie die Ausgangsbedingungen sind. Nimm, was Du vorfindest, und mach das Beste daraus. Das Buch „Ikigai – Die japanische Lebenskunst“ hat mich nicht enttäuscht. Ikigai ist ein Konzept, dass sich durch die gesamte Kultur Japans zieht. Ken Mogi erklärt nicht nur diese grundlegende Philosophie, er zeigt auch kenntnisreich auf, wo wir überall die Auswirkungen dieser Lebensweise finden können. Die fünf…

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Mannheims verlorene Pracht: die Spuren der Belle Époque

Was wäre aus Mannheim geworden, wenn es keine Weltkriege gegeben hätte? Um 1900 war Mannheim eine Stadt im Aufbruch. Hafen und Bahnhof entstanden. Wasserturm, Rosengarten und die Jugendstilanlage wurden gebaut. Die BASF zog zwar nach Ludwigshafen, doch Mannheim glänzte mit Luftschiffen, dem Benz-Werk und Traktoren von Heinrich Lanz. Die Entwicklung wurde durch den Ersten Weltkrieg ausgebremst. Der Zweite Weltkrieg zerstörte viel von dem, was in der Gründerzeit entstand. Doch wer weiß, wo er hinschauen muss, findet auch heute noch Spuren der Belle Époque. Das Buch…

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Nur echt mit Dubbeglas: Gebrauchsanweisung Pfalz

In der Pfalz ist es derzeit ruhig. Beim Wandern trifft man nur wenige Menschen und selbst die Pälzer Krischer scheinen leiser zu sein als sonst. Unglaublich – aber Corona macht es möglich. Also ab in den Pfälzer Wald, Seele lüften! Aber wandern, ohne in einer Pfälzer Hütte einkehren zu können, ist auch nicht das Wahre. Da fehlt einfach ein elementarer Bestandteil, etwas von dem, was die Pfalz so einzigartig macht. Was hingegen wunderbar funktioniert und alles enthält, was die Pfalz so einzigartig macht, ist dieser…

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Jenseits der Lehrmeinung: der Heiler und die Bienen

Es ist ein bisschen so, als würde man mit dem Heiler und Imker Edgar Zimmermann am Küchentisch sitzen und ihm zuhören. Er erzählt, lamentiert, grummelt, schmunzelt und kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen. Am Ende hat er alles gesagt, was er sagen wollte, doch der Weg dahin ist eigen. Zu erzählen hat er viel. Wie es sich anfühlt, als Kind seine Gabe zu entdecken, und sich dann autodidaktisch zum Heiler auszubilden. Was für ihn Heilen bedeutet und warum der Klient immer mitarbeiten muss. Wie er das…

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Einmal quer durch die Stadt: Leipzig zum Lesen

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Reise-Anthologien. Aber Leipzig ist nun mal meine Lieblingsstadt und das machte den Reclam-Band „Leipzig zum Verweilen“ für mich zur Pflichtlektüre. Ich habe es nicht bereut! Der literarische Streifzug durch Leipzig bietet einen äußerst facettenreichen Blick auf die Stadt, die so viel mehr zu bieten hat als nur Auerbachs Keller, Thomas-Kirche und Völkerschlachtdenkmal. Herausgeberin Marianne Eppelt bewundert mit uns den Leipziger Hauptbahnhof, führt uns durch das Graphische Viertel, lädt zum Bummeln am Karl-Heine-Kanal ein, radelt an den Cospudener See…

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Kurz, kürzer, SF: Micro Science Fiction

In ganz seltenen Fällen wäre ich gern mal einen Tag lang Gast im Gehirn eines Autors. Einfach nur um herauszufinden, wie jemand denkt, der sich so etwas wie 200 Zeichen lange Kürzest-Science-Fiction, die alle noch einen Plot-Twist enthalten, ausdenkt. Also so jemand wie O. Westin. Zum Vergleich: Diese Einleitung für meinen Blog-Beitrag hat bereits 281 Zeichen. Sie ist damit deutlich länger als jede Geschichte aus dem Buch „Micro Science Fiction“. Und, da bin ich realistisch, sie enthält auch deutlich weniger Aliens, KIs, Zeitreisen und Spannung.…

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Leben in der Optimalwohlökonomie: Science Fiction von Theresa Hannig

Warum eigentlich habe ich schon so lange keinen Science-Fiction mehr gelesen? Theresa Hannigs Zweiteiler „Die Optimierer“ und „Die Unvollkommenen“ waren für mich auf jeden Fall der perfekte Einstieg, um mich dem Genre wieder zu nähern. Ihre Geschichte beginnt im Jahr 2052 in der Bundesrepublik Europa, einer Insel im Weltgeschehen. Hier geht es den Bürgern gut, denn es ist genug für alle da – aber nur, wenn jeder sich an die Regeln hält. Optimalwohlökonomie nennt sich das Konzept, das auf nachhaltiger Wirtschaft und totaler Überwachung basiert.…

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Träume deuten – intuitiv und doch systematisch

Ich träume intensiv, kann mich gut an meine Träume erinnern und habe ein für mich funktionierendes System entwickelt, meinen Träumen eine Bedeutung zu entlocken. Trotzdem greife ich alle paar Jahre zu einem Traumdeutungsbuch und schaue, ob es neue Ideen enthält, die ich in meinen Umgang mit Träumen integrieren kann. In „Träume deuten und sich selbst verstehen“ bin ich fündig geworden. Was mir an dem Buch richtig gut gefällt, ist die systematische Herangehensweise. Noch bevor man sich den Bildern des Traums und ihrer Bedeutung zuwendet, schafft…

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Adventure Huhn – Comic-Tipp

Man muss die beiden einfach lieben: das hyperaktive und naive Adventure Huhn und seine unfreiwillige Weggefährtin, die depressiv-nörgelige Raupe Susan. Gemeinsam erleben sie ein Abenteuer, das uns einmal quer durch Fantasy-Welt führt. Schlachten und Prinzessinnen, Rätsel und Intrigen. An jeder Wegbiegung stellt sich die Frage, welcher Plot-Twist diesmal auf uns wartet. Rollenspieler kennen das und fühlen sich gleich zuhause. Gelegenheits-Fantasy-Leserinnen wie ich lieben die Geschichte, weil sie so herrlich mit Genre-Klischees spielt. Alle Zyniker werden Susan und ihre trockenen Kommentare ins Herz schließen. Kurz: Es…

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Relativ real: was sehen wir wirklich?

Alles Maya sagten schon die alten Inder: Die Welt ist eine Täuschung. Donald D. Hoffman ist kein alter Inder, sondern Kognitionspsychologe. Er forscht darüber, wie sich unsere Wahrnehmung entwickelt hat. Dafür nutzt er mathematische Modelle und neuropsychologische Experimente, über die er gerne und ausführlich schreibt. Genau das machte das Buch für mich schwierig: Ich bin nicht so sehr an seitenlangen Versuchsbeschreibungen interessiert. Mir würde es genügen, kurz und knackig zu erfahren, was er wissen wollte, und wie er es herausfinden wollte. Auch der Briefwechsel mit…

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Handbuch des Räucherns: Kräuter, Wurzeln, Rinden und Harze

Von A wie Ahorn bis Z wie Zimt: Räuchern lässt sich fast alles. Das „Handbuch des Räucherns“ ist eine Einladung zum Experimentieren mit frischen und getrockneten Kräuter, Rinden, Harze und Wurzeln. Alles, was wir brauchen, ist eine wirklich minimale Ausrüstung. Eine Schale mit Vogelsand und Räucherkohle. Oder ein Teelicht-Glas mit einem Sieb darüber. Dazu Neugier, Muse und einen offenen Geist. Genau das war die Überraschung an dem Buch von Daniela Dettling: wie viel Raum der Mensch einnimmt. Ihr Buch ist mehr als ein Nachschlagewerk der…

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Aromatherapie – pflegen & heilen mit ätherischen Ölen

Alles drin. So könnte ich meinen Eindruck von dem Buch „Aromatherapie für Frauen“ zusammenfassen. Das Standardwerk beginnt mit einer kompetenten, fachlichen Einführung in das Universum der Düfte, Aromen und ätherischen Öle. Dabei geht es immer ganz konkret um die Frage, wie und warum ätherische Öle wirken. Dafür werden durchaus mal Begriffe wie 1-p-Menthen-8-Thiol verwendet, denn das ist der Stoff, der im Grapefruit-Öl die stimmungsaufhellende Wirkung verstärkt. Doch trotzdem ist das Buch kein schwieriges Fachbuch: Trotz aller Ausflüge in die Chemie und Medizin ist es stets…

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Südafrika, Indien, Dresden: ein Weltbürger als Chronist

Hussein Jinah ist ein unfreiwilliger Chronist. Er wurde dazu einfach nur, weil er lernen, arbeiten und andere Länder kennenlernen wollte. Diese Haltung führte ihn und seine Familie schon nach Tansania, Südafrika und Indien. Wo auch immer sie hinkamen, der Rassismus war schon dort, bereit, seine hässliche Fratze zu zeigen. So war es auch, als Hussein Jinah mit einem Stipendium in die DDR nach Dresden kam. Er blieb. Auch nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Auch, als Pegida- Anhänger begannen, zu demonstrieren. Jetzt, wo der Rechtsextremismus in ganz…

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Das Leben danach: Der große schwarze Vogel

Was habe ich gezögert, dieses Buch anzufangen! Eine Geschichte, in der gleich zu Beginn die Mutter stirbt, muss doch tieftraurig sein. Ein Jugendbuch, das davon erzählt, wie ein Witwer und seine beiden Söhne mit dem Verlust umgehen, kann man doch nicht einfach so, abends auf der Couch zur Entspannung lesen. Oder? Doch! Das geht, weil Stefanie Höfler so schreibt, wie nur sie es kann: Sie nimmt ihre Figuren ernst und hilft ihnen mit genau dem richtigen Quentchen Leichtigkeit durch schwierige Phasen. All das, was mich…

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Von der Notwendigkeit, das Leben zu verstehen

Langsam lesen. Ganz wichtig. Jede einzelne Kurzgeschichte aus „Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen“ nachwirken lassen. Der genauso exakte wie poetische Stil von Pippa Goldschmidt hat das verdient und nur dann bekommt man diesen einen Punkt mit, an dem die Geschichte vom Realen ins Surreale wechselt. Wobei man sich als Leser dabei nie ganz sicher ist. Vielleicht ist dass, was dann folgt, auch nur der Teil der Realität, den man selbst bisher ausgeblendet hat? Vielleicht sind Menschen wirklich so? Pippa Goldschmidt erzählt von Forschern…

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Im Wald und auf Wanderschaft: zwei Wortwanderungen durch die Natur

Ameise, Fuchs, Wildschwein. Buche, Lichtung, Tanne. Aber auch Hexe, Räuber, Waldgeister. Oder Dunkelheit, Einsamkeit und Stille. Worte, die eng mit dem Wald verknüpft sind. Rita Mielke lädt uns ein, mit ihr durch Wald und Wörter, Kulturgeschichte und Literatur zu streunen. Woher stammt das Wort Brennnessel, was ist seine symbolische Bedeutung und in welchen Gedichten kommt es vor? Wie verbreiten Misteln ihre Samen und wie schlägt sich das im Wort Mistel nieder? Wann wurde der Adler zum König der Vögel? Mit diesem Buch auf kulturhistorische Streifzüge…

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Das Prinzip der Mühelosigkeit

Pamela Obermaier, Dr. Marcus Täuber Das Prinzip der Mühelosigkeit Warum manchen alles gelingt und andere immer kämpfen müssen. Sachbuch

Kompetentes Plaudern – so würde ich den besonderen Tonfall dieses Buches beschreiben. „Das Prinzip der Mühelosigkeit“ ist definitiv kein Tschakka-ändere-dein-Leben-in-21-Tagen-Ratgeber, denn dann hätte ich es gar nicht zu Ende gelesen. Es kommt eher wie ein Buch gewordener Podcast daher: frisch, leicht, interessant. Mag ich. Natürlich geht es in dem Buch auch um Spitzenleistungen von Sportlern und Managern. Das ist nicht meine Welt, aber ich konnte diesen Teil problemlos ignorieren. Kreativität entfalten, leichter lernen und ohne tagelanges Grübeln stimmige Entscheidungen treffen – das sind die Themen,…

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Bildungslücke geschlossen, Zeitmaschine gelesen

Bildungslücke geschlossen. Das war mein Gedanke, als ich auf der letzten Seite der Erzählung „Die Zeitmaschine“ von H. G. Wells angekommen war. Nicht: was für ein fieses Ende. Und auch nicht: Erstaunlich, welche Zweifel an der Zukunft hier schon enthalten sind. Sondern einfach: Meiner Allgemeinbildung hat bis zu dieser Lektüre ein wichtiges Puzzleteil gefehlt. Mission abgeschlossen. Und weil andere wesentlich klüger als ich über die Bedeutung des Science-Fiction Klassiker schreiben können, folgen von mir einfach ein paar unsortierte Gedanken. Das kommt mir doch bekannt vor.…

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Mannheim entdecken: Sehenswürdigkeiten für Einheimische und Fans

Manchmal versuche ich, mir meine Heimatstadt Mannheim mit den Augen eines Touristen anzuschauen. Oder den Blick eines neu hinzugezogenen Nachbarn. Dann fahre ich in Vororte, in denen ich sonst nicht bin. Laufe durch Parks, die mir bisher entgangen sind. Radel am Sonntag durch das Industriegebiet. Suche architektonische Perlen und die Murals von Stadt.Wand.Kunst. Doch selbst dann gilt der alte Baedeker-Slogan erschreckend häufig: Man sieht nur, was man weiß. An manch Sehenswertem, das im Buch „111 Orte in Mannheim, die man gesehen haben muss“ vorgestellt wird,…

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Nun zum Sport: Trojanows Olympiade

Hände hoch: bei wem gehört „Mehr Sport machen“ noch zu den klassischen guten Vorsätzen, der dann doch nie zur eigenen Zufriedenheit umgesetzt wird? Ich zumindest habe in letzter Zeit so viel Sport gemacht, wie schon lange nicht mehr. Also im Geiste. Auf der Couch. Lesend. Perfekt – ich kann es nur empfehlen! Schuld daran sind der öffentliche Bücherschrank in Schefflenz und Ilija Trojanow. Im ersten fand ich das Buch und Ilja Trojanow hatte die bewundernswerte Idee, 4 Jahre lang alle 80 Sportarten zu trainieren, zu…

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Ein Trash-Universum: Evil Miss Universe

Evil Miss Universe von Tobias O. Meissner. Sie ist Superschurkin, unerbittlich, rücksichtslos und betörend schön: Dominique macht es den Männern im Universum wirklich nicht leicht. Vor allem ist sie unfassbar kreativ und heckt ständig neue Verbrechen aus, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat.

Es ist schon eine abgefahrene Geschichte, die sich Tobias O. Meissner für „Evil Miss Universe“ ausgedacht hat: Die Karriere der Superschurkin Dominique, die mit ihren äußerst kreativen Verbrechen die ganze Welt in Atem hält. Diese Heldin ist so fies wie ein Bond-Bösewicht, aber so attraktiv wie alle Bond-Girls zusammen. Sie hat das Herz eines Robin Hoods und den Mut des gesamten Marvel-Universums. Ihre Lebensgeschichte könnte jederzeit der Stoff eines neuen #SchleFaZ werden – kurz: Evil Miss Universe ist Trash der feinsten Sorte. Ich mag Trash.…

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Mit Wittgenstein im Wartezimmer – philosophische Alltags-Miniaturen

Philosophisches Sachbuch von Nicolas Dierks - Mit Wittgenstein im Wartezimmer und weitere 11 Philosophen, die uns die Zeit verkürzen

Für die Geschichte „Mit Sokrates in der Buchhandlung“ muss ich dieses Büchlein einfach lieben! Vater und Tochter suchen ein Geschenk. Die Tochter greift zu einem Band über Philosophinnen und der Vater versucht ihr auf vielerlei Art zu erklären, dass das keine passende Wahl sei, da es ja keine guten weiblichen Philosophen gäbe, denn sonst würde er, der belesene Vater, sie ja kennen … Das führt den Autor auf sehr elegante Art und Weise zu Sokrates, der sich der Grenzen seines Wissens deutlich bewusster war. Damit…

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Faul sein als Philosophie

Martin Liebmann FAUL ZU SEIN IST HARTE ARBEIT Eine Ode an den Müßiggang

Dieses Lob der Faulheit wollte ich ja eigentlich noch vor Weihnachten besprechen, als Geschenk-Tipp. Aber anscheinend hatte ich da die Philosophie von Martin Liebmann schon so sehr verinnerlicht, dass ich lieber Variationen von nichts getan habe – und das ganz langsam. Flanieren, Bäume anschauen, Kunst betrachten – aber bitte mit philosophischem Unterbau. Ja genau, Philosophie. Dieses Buch gehört nicht in die rasch wachsende Abteilung mit Selfcare-Ratgebern. Sich selbst etwas Gutes zu tun ist nicht das Ziel der Überlegungen, sondern ein Nebeneffekt. Ich würde diese Haltung…

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Inspiriertes Schreiben: einfach loslegen!

Diesmal ist alles anders. „Inspiriertes Schreiben“ ist kein Schreibratgeber für bessere Texte und auch keine Anleitung, endlich den Roman zu schreiben, der schon so lange angefangen in der Schublade liegt. Inspiriertes Schreiben knüpft dort an, wo ich mit meinen Tagebüchern vor Jahrzehnten aufgehört habe: Einfach drauf los schreiben und fest darauf vertrauen, dass sich zwischen den Zeilen Sinn verbergen wird. Der Clou: Mit Sinn ist hier kein künstlerischer Sinn gemeint, sondern Antworten auf Lebensfragen. Damit bewegt sich diese Schreibtechnik irgendwo zwischen automatischem Schreiben, Morning Pages,…

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Der Wächter der Winde raunt Verse von Shakespeare

Es ist eine faszinierende Welt, die Oliver Plaschka entworfen hat. Ein fantastischer Ort jenseits unserer Realität, verborgen von schweren Sturmwolken, zusammengehalten nur von der Phantasie, bevölkert von Träumen. Weit und eng zugleich. In dieser Welt entwickelt sich ein klassisches Drama um einen alten König, einen jugendlichen Helden mit reinem Herzen und einem Mädchen, das seinen Platz in einer Welt der Männer sucht. Hätte der Klappentext nicht erwähnt, dass Oliver Plaschka für diese Fantasy-Geschichte Motive aus „Der Sturm“ von Shakespeare aufgreift, wäre mir diese Besonderheit gar…

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