Banksy. Street-Art ist vergänglich. Dieses Buch nicht.
Bei Banksy war ich mir nie sicher, ob ich jetzt fasziniert oder genervt bin. Fasziniert, weil die unterschiedlichsten Menschen ihn großartig finden – darunter Menschen, die eigentlich mit Streetart oder moderner Kunst nichts am Hut haben. Genervt wegen seiner Überpräsenz in den Medien und weil viele das kleine Mädchen mit dem Ballon einfach niedlich finden, ohne auch nur einen Gedanken an eine mögliche, gesellschaftskritische Botschaft zu verschwenden. Ein wenig erinnert mich das an Keith Haring in den 80er Jahren. Seine Bilder waren damals überall – auf Postern, Kaffee-Tassen, T-Shirts. Einfach nur weil sie so schön bunt waren und so fröhlich wirkten. Was sie aber gar nicht waren. Es nervte. Dass etliche der Käufer*innen der Kaffeetassen so jemanden wie Haring wohl nie in ihrem Freundeskreis geduldet hätten, machte die Sache nicht besser. Die Welle an Banksy-Merch blieb uns bisher erspart. Wohl nur, weil der Künstler es vorzieht, ein Mysterium zu bleiben.…
















