Ein Buch ohne Fehler gibt es nicht? 55 Buchmakel

Mein Exemplar von „Buchmakel“ ist makellos. Dabei gibt es, wie ich jetzt nach der Lektüre weiß, unendliche viele Möglichkeiten für Herstellungsfehler in der Buchproduktion. Sei es beim Satz (Löchriger Satz, Bleiwüste, Augenpulver), bei der Druckvorstufe (Moiré, Punktzuwachs), beim Umgang mit Papier (Wolkigkeit, Tellerbildung), beim Druck (Durchscheinen, Passerungenauigkeit, Abliegen) oder beim letzten Arbeitsschritt, der Bindung (Rückenbruch, Schnabeln). All diese Begriffe werden in „Buchmakel. 55 typische Fehler in der Buchproduktion und wie…

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Solidarisch Bücher kaufen: Aber ich kann sie doch nicht alle retten!

Heute kam meine Buchbestellung vom Nautilus Verlag, der vor ein paar Wochen einen Aufruf gestartet hatte. Bitte bestellt Bücher oder wir kommen nicht über den Sommer. Kurz vorher hatte ich E-Books beim Hirnkost Verlag geordert. Auch dort hatte sich die Schieflage unerwartet verschlimmert. Außerdem braucht das Missy Magazin Abos. Eine Blogger-Freundin hat ein Kinderbuch-Website mit Online-Shop gestartet. Und die Buchhandlung meiner Ex-Kollegin in der Nachbarstadt freut sich auch über Einkäufe…

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Was tun mit solchen Büchern? „Hypatia“ von Arnulf Zitelmann

Was mache ich jetzt mit diesem Buch? An dem Tag, an dem ich erfuhr, dass Arnulf Zitelmann ein Täter war, stand es wie immer bei mir im Regal. Ich habe nur wenige Bücher aus meiner Kindheit und Jugend aufgehoben. Mit jedem einzelnen verbinde ich eine Geschichte. »Hypatia« von Arnulf Zitelmann war ein Geschenk. Wir waren eine »Bücher holt man in der Bücherei«-Familie. Ein Buch geschenkt zu bekommen war daher immer…

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Grenzwelten: zwei Hainish-Erzählungen von Ursula le Guin

Meine erste Begegnung mit den Büchern von Ursula le Guin verlief etwas eigen. Anfang der 90er hatte ich eine sehr große Abteilung für Fantasy und Science Fiction übernommen. Ein SF-Sortiment zusammenzustellen war damals recht einfach. Man brauchte die silbernen Perry Rhodan Bänder von Pabel Moewig, ein bisschen was aus dem Goldmann Taschenbuch Verlag und vor allem viel von Heyne Science Fiction. Das Bestellformular war ein dickes Heft mit perforierten Seiten,…

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Raster richtig einsetzen: Layout Basics

Fachbücher lesen kam in den letzten Monaten zu kurz. Der Job war fordernd, das Hirn pandemisch gelähmt, die Energie für neue Themen fehlte. Wie schade das ist, merkte ich, als ich dann zu „Layout Basics“ griff. Ich selbst gestalte zwar keine Websites und auch keine Printprodukte. Aber ich arbeite sehr häufig in Projekten, in denen es darum geht, Websites erfolgreicher und Bücher lesbarer zu machen. Ein guter Grund, die eigenen…

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Verlagswesen – wie Comics wirklich entstehen

Ich arbeite seit 1987 in der Buchbranche und bemerke erst jetzt die Doppeldeutigkeit von Verlagswesen! Schon allein dafür hat es sich gelohnt, den Comic zu lesen, den sich Annette Köhn zum zehnjährigen Jubiläum ihres JaJa-Verlags gegönnt hat. Ihre Verlagswesen sind imaginäre Figuren, die ein wenig wie Strichmännchen-Marshmallows auf zwei Beinen aussehen. Sie begleiten uns durch den ganz normalen Verlagsalltag: Bestellungen abarbeiten, Rechnungen ablegen, Versandtaschen bestellen und Kaffeepausen machen. Klingt wenig…

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Kochen mit Kafka. Cartoons für Booknerds von Tom Gauld.

Kochen mit Kafka. von Tom Gauld. Cartoons für Booknerds, Leser, Autoren, Buchmenschen, Leser.

Einstimmen auf die Buchmesse: Schuhe putzen, Blasenpflaster bereitlegen. Visitenkarten zählen, Müsliriegel horten. Namensgedächtnis reaktivieren. Nochmal überlegen, wie lange man von Halle 3.1 nach 4.2 braucht. Und mal wieder die Cartoons aus Kochen mit Kafka von Tom Gauld lesen. Niemand sonst charakterisiert diese liebenswert verschrobene, die Rituale pflegende, Totholz und Science Fiction gleichzeitig liebende Buchbranche so liebevoll und spitz wie er. Sei es der mechanische Rabe, der Bücher vorliest, oder der…

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Dagmar sucht das Glück und findet nur ein personalisiertes Buch

Kinderbuch personalisiert: Dagmar sucht das Glück. Hier könnte auch dein Name stehen.

In den 90er Jahren boten wir in der Buchhandlung bereits personalisierte Kinderbücher an. Der Name des Kindes erschien auf dem Cover und auf einigen Seiten im Buch – das war es. Wenn ich mich recht erinnere, lag dem Ganzen ein Franchise-Modell zugrunde. Wir bekamen die Maschinen für Druck und Bindung und die Rohlinge geliefert, für den Vertrieb mussten wir selbst sorgen. Unser Einsatz für den Verkauf der Bücher hielt sich…

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