Erzähl mir eine Schauergeschichte: Der magische Wald – Bildkarten

Schauergeschichten erzählen mit Bildkarten: der magische Wald. Diese 20 Bildkarten lassen sich beinahe unendlich miteinander kombinieren. Wie auch immer du sie hinlegst, sie passen wie durch Zauberei stets zueinander, sodass sie zusammenhängende Szenen ergeben und dir unzählige Möglichkeiten bieten, Geschichten zu erfinden. Durchquere eine verzauberte Landschaft, die von feuerspeienden Drachen, magischen Einhörnern und finsteren Gestalten bewohnt wird, und lass deiner Fantasie freien Lauf! Wohin wird dich deine Geschichte führen? Insgesamt gibt es über 2 Trillionen Möglichkeiten, mit den Bildkarten Geschichten zu erzählen. Wenn alle Teile verwendet werden, wird deine Geschichte 1,70 m lang.

Trillionen ist ein Begriff, den ich eher selten verwende. Doch 20 Bildkarten ergeben über 2,4 Trillionen Möglichkeiten, eine Geschichte zu erzählen – und wenn wir dafür das Karten-Set »der magische Wald« verwenden, wird jede davon schaurig sein. Wer sich von der Fülle an Möglichkeiten überfordert fühlt, greift zur Spielanleitung. Alle anderen fabulieren von den Karten geführt frei darauf los: Führt der Weg tiefer in den Wald oder heraus? Gehört das Pferd einem Vagabunden, einem Ritter oder einer Kräuterhändlerin? Verwandelt sich der Mann in einen Werwolf oder gerade wieder zurück? Sieht der Oger, worauf er tritt? Und vor allem: Wie wird das enden? Alle Karten können nahtlos an einander gelegt werden – das Bildmotiv passt immer. Allein das fasziniert mich bereits: Wie entwirft ein Grafiker eine solche Bilderfolge? Die Illustrationen fangen die dunklen Seite der Märchen ein. Der magische Wald ist ein düsterer Ort, voller Fabelwesen und Abenteuer, die nur darauf…

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Kick-Ass-Woman neu definiert

Ein Fantasy-Roman, in dem Hacker und Dschinn vorkommen – wie soll das funktionieren? Die Frage, die mich vor der Lektüre beschäftigte, hätte ich mir sparen können. G. Willow Wilson führt die Dschinn nicht groß ein. Sie lässt auch nicht zwei Welten aufeinander prallen. Es passiert einfach. Wenn Dschinn im Koran eine Rolle spielen, dann spielen sie auch in einer Gegenwart, die vom Koran geprägt wird, eine Rolle. Genauso wie Computer, soziales Ungleichgewicht, Hacker, Schriftgelehrte, das Freitagsgebet, Sittlichkeit, staatliche Überwachung, Verliebtheit und die Frage, in was für einer Welt wir eigentlich leben wollen. Was ich zum Glück nicht wusste Eigentlich war es ein Glücksgriff, dass ich im Vorfeld nichts über den Fantasyroman wusste, außer, dass er den World Fantasy Award gewonnen hatte. Ich hatte das Buch einfach bei meiner letzten Medimops-Bestellung mitgeordert, um die portofreie Lieferung zu erreichen. Ihr kennt das. Hätte ich gewusst, dass G. Willow Wilson für eine Revolution…

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Drachen, Daoismus und die Sache mit dem Feminismus: Erdsee

Vorkenntnisse können den Einstieg in ein Buch erschweren. Über Erdsee von Ursula Le Guin hatte ich im Vorfeld viel gelesen. Philosophisch und feministisch sollte der Fantasy-Zyklus sein. Ich war gespannt. Die Philosophie fand ich sofort. Den Daoismus habe ich erst später darin erkannt. Den Feminismus hingegen sah ich erst mal nicht. Wie auch, wenn im ersten Band »Der Magier der Erdsee« quasi keine Frauen vorkommen? Eine Fantasy-Geschichte, die sich in Ruhe entwickeln darf Gestört hat mich das nicht, denn der Erdsee-Zyklus ist Fantasy nach meinem Geschmack. Eine Geschichte, die sich entwickeln darf. Helden, die eine Wandlung durchmachen. Eine klug ausgedachte Welt. Kämpfe nur dann, wenn sie für die Handlung nötig sind. Drachen. Spannung, Überraschungen und interessante Charaktere. Aber die Geschichte beginnt in einer reinen Männerwelt. Erst im zweiten Band erscheinen Frauen. Doch ihre Welt ist eher noch restriktiver als die Gesellschaft der Magier. Erst das Aufeinanderprallen von Ged, dem Magier,…

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Krakonos, Gestaltenwandler und Vermittler zwischen den Welten

Wieland Freund - Krakonos - Jugendbuch, Fantasy

Krakonos ist vor allem ein spannender Fantasy-Roman mit einer rasanten Verfolgungsjagd und einem ungewöhnlichen Setting. Allein das ist schon ein guter Grund, das Buch zu lesen. Aber Krakonos ist noch so viel mehr. Es ist eine Geschichte über zwei Brüder und darüber, wie es ist, in einer technisierten Welt aufzuwachsen. Es ist ein Buch über die eigenen Wurzeln und über die Kraft, die wir aus der Natur schöpfen können. Natürlich ist Krakonos auch ein Buch über unsere alten Sagen und darüber, welchen Raum die Mythologie heute einnehmen kann. Für mich ist Krakonos aber vor allem ein Buch über das Verhältnis zwischen Technik und Natur und über die Frage, ob das wirklich ein Gegensatz sein muss. Ab wann ist Natur wirklich Natur? Die Brüder Nik und Levi wachsen mit vielen anderen Kindern quasi ohne Eltern in einer hochtechnisierten Firmenzentrale eines Internet-Unternehmens auf. Levi, der jüngere, büchst gerne aus. Sein Bruder findet…

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Lieber Ben Aaronovitch, warum nicht gleich so?

Urban Fantasy - endlich wieder ein gutes Buch von Aaronovitch: Geister auf der Metropolitan Line

Und dann, wenn du eine deiner Lieblings-Fantasy-Serien schon aufgegeben hast, kommt eine neue, großartige Folge daher und du weißt wieder ganz genau, warum du die Bücher bisher alles gleich nach Erscheinen verschlungen hast. Meine Nerven – warum nicht gleich so? Nachdem die letzten Bände der Urban-Fantasy-Serie schwächelten, von Plot Holes nur so strotzen und insgesamt wirkten, als hätte der Autor entweder seine vielen losen Handlungsfäden nicht mehr im Griff oder als würde er einen ganz großen Showdown vorbereiten, der bestimmt in zwei, drei Bücher stattfinden würde … hatte ich die Serie zur Seite gelegt. Der neue Kurzroman „Geister auf der Metropolitan Line“ hingegen ist voller Charme, Witz, Schwung und Spannung und besitzt endlich auch wieder eine Logik, die jemand außerhalb des Hirns des Autors nachvollziehen kann. Jetzt hoffe ich natürlich, dass dieser Spin-off kein Zufallsfund in der Schublade des Autors war, sondern ein Versprechen für die Zukunft! Infos zum Buch:…

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Endlich lesen was ich will: Skulduggery Pleasant

eBook skulduggery pleasant jugendbuch mit einem Skelett im Anzug auf dem Cover

Endlich lesen, was ich will. Das dachte ich mir, als ich vor ein paar Jahren die Ladenfläche der Buchhandlung verließ und nicht mehr lesen musste, was verkauft werden sollte. Lust hatte ich aber auch auf Bücher, die ich jahrelang im Stapel verkauft hatte, ohne sie jemals selbst zu lesen. Warum auch? Ich war mir auch so sicher, dass sie gut sind. Manchmal hatte ich kurz reingelesen. Noch viel häufiger hatte ich mich auf das Urteil meiner Testleser-Gang verlassen. Wenn diese Kinder und Jugendlichen ihre Leseexemplare samt Bewertungsbogen zurück brachten konnte ich meist schon am Gesichtsausdruck erkennen, ob das Buch gut war. Bei Skulduggery haben sie alle gestrahlt – Jungs genauso wie Mädchen. Schock deine Eltern, lies Skulduggery Pleasant Endlich lesen, was ich will, dachten sich in der Tat auch viele Kids, die damals in der Buchhandlung anno 2007 zum ersten Band der Serie Skulduggery Pleasant griffen. Kaum ein Jugendbuch hat den…

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Es war einmal und könnte wieder sein: Grimm von Christoph Marzi

Christoph Marzi - Grimm - Fantasy

Leihfrist 14 Tage. Höchstens. Eine harte, klare Ansage für jemanden wie mich, die ständig mehrere Bücher parallel liest. Doch ich habe es schätzen gelernt, dass die Onleihe der Stadtbibliothek Mannheim die Leihfrist begrenzt. Das zwingt mich, das Buch in einem zackigen Tempo durch zu schmökern. Grimm von Christoph Marzi eignet sich gut zum zackigen schmökern. Die Geschichte entwickelt sich im genau richtigen Tempo und hat einen guten Rhythmus geprägt von märchenhaften Abschweifungen, zwischenmenschlichen Begegnungen und Schockmomenten voller Horror. Zackig weitergelesen habe ich, doch zum Verschlingen hat es bei mir nicht gereicht. Dazu habe ich mich zu oft an seinem Stil gerieben. Zu viele und zu detaillierte Beschreibungen. Ich mag es lieber, wenn man mir und meinem Kopfkino mehr Raum lässt. Geschmackssache. Es war einmal und könnte wieder sein: eine Welt voller Märchenfiguren. Doch ist eine friedliche Co-Existenz zwischen Fabelwesen und Menschen überhaupt möglich? Wer hat welche Interessen und wer ist…

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Niemalsland – wiedergelesen, neugelesen, oder was?

Niemalsland ebbok

Ich beginne, an meinem Lesergedächtnis zu zweifeln*. Hatte ich Niemalsland von Neil Gaiman schon mal gelesen? Oder hatte ich nur so viel über das Buch gelesen, dass ich der Meinung war, es schon zu kennen? Oder hatte ich so viele Bücher von Neil Gaiman und anderen Autoren gelesen, die Ideen und Motive aus Niemalsland aufgreifen, zitieren, klauen oder verfremden, dass mir manche Personen und Schauplätze schon vertraut waren? Ich weiß es nicht, ich werde es auch nicht mehr klären können. Es dauerte ein paar Dutzend Seiten, dann war mir diese Frage auch unwichtig. Die Geschichte hatte mich in ihren Bann gezogen und dort blieb ich. Neil Gaiman ist einfach ein begnadeter Geschichtenerzähler, ein Fabulierer und Weltenerfinder, ein Verknüpfer von dem, was wir kennen, mit dem, was er sich ausdenkt. Das Abenteuer, das ganz Andere, das Große, Wahre und Edle – es ist genau neben uns, zum Greifen nahe. Das Scheitern…

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Willkommen in Night Vale: wenn eine Dusche den Glauben an ihren Menschen verliert

Willkommen in Night Vale - skurrile Urban Fantasy

Ich mag das Buch. Andere Leser haben Willkommen in Night Vale abgebrochen, blieben ratlos zurück oder waren begeistert. Bei mir zeichnete sich bereits nach 7 von 50 Kapiteln ein Mögen ab. Ein so sehr mögen, dass ich andere Bücher – so ungefähr 10 an der Zahl – zur Seite gelegt habe. Es ist ein warmes Mögen. So, wie man einen guten Freund mag, der für ein Hobby erstaunlich talentiert ist, das man selbst ein ganz klein wenig seltsam findet. Geocaching vielleicht, fotografieren mit abgelaufenen verranzten Filmen oder Indie-Musik sammeln und bewerten wie ein manisches Eichhörnchen. So ein warmes Gefühl löst Willkommen in Night Vale mit seiner Seltsamkeit bei mir aus. Das liegt an Passagen wie dieser hier: In Catherines Büro gab es zwei Pflanzen, drei Stühle, zwei Tische, eine Kiste, sechs private Fotos in Stehrahmen, an der Wand eines von diesen klischeehaften Motivationspostern, auf dem zwei Krähen einer Waldkatze die Eingeweide herausreißen,…

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Feuerstimmen und meine ganz eigenen Gründe, Fantasy zu lesen

Hardebusch Feuerstimmen Fantasy Roman

Im Fantasy-Roman „Feuerstimmen“ begegnen dem Leser einige bemerkenswerte Sturköpfe. Zwei davon sind weiblich. Genau das könnte der Grund sein, warum ich so gerne Fantasy lese: Frauen können in diesem Genre wie in kaum einem anderen sein, was sie wollen. Sie müssen sich auch nicht auf nur eine Rolle beschränken. Das gilt auch für Elena: Königin, Abenteurerin, Magierin und Kriegerin. Dazu kommt im Laufe der Handlung noch ein Talent, von dem sie selbst nichts geahnt hat. Da muss Aidan, der männliche Held, sich schon mit weniger begnügen. Immerhin wurde ihm auch die Rolle des Liebenden zugeteilt, die er ganz großartig ausfüllt. Sein treuer Weggefährte Revus blieb jedoch ein wenig blass. Seine Motivation erschloss sich mir nicht. Überhaupt wurde einiges für mich zu wenig ausgeführt. Doch wäre das anders, hätten keine 488 Seiten genügt. Passt also alles für mich, denn ich bin dankbar, dass ich nicht aus Versehen* eine neue Trilogie begonnen…

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Tinkerfarm: toller Schauplatz, aber …

Tinkerfarm Band 2 - Jugendbuch Fantasy

Man muss ja nicht alles großartig finden, was ein Lieblingsautor veröffentlicht. Aber das fällt schwer! Über weite Strecken hat die Serie um die Tinkerfarm von Tad Williams und Deborah Beale das Zeug zu einem richtig guten Familien-Schmöker. Es könnte ein Buch sein, dass sich die Familie reihum gegenseitig vorliest. Die Eltern den Kindern, das ältere Geschwisterkind dem jüngeren Kind und zwischendurch ein paar Sätze vom Jüngsten. Spaß hätten sie alle zusammen, denn das Setting ist toll. Eine Farm weit draußen auf dem Land, die alles andere als gewöhnlich ist. Eine Herde von Einhörnern lebt dort, ein fliegender Affe und Drachen. Diese Wesen kommen aus einer Verwerfungsspalte, die die Farm mit anderen, sehr anderen Orten und Zeiten verbindet. Nicht nur die Tiere kommen von dort, auch ein Teil der eher menschlichen Bewohner. Dort verbringen die Geschwister Tyler und Lucinda nicht ganz freiwillig ihre Sommerferien. Sie erwarten Langeweile und finden Abenteuer. Es könnte…

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Chroniken des eisernen Druiden 3 – Gehämmert

Gehämmert - Chroniken des eisernen Druiden 3 - Fantasy - Rezension

Wie kann es eigentlich sein, dass das Eichhörnchen Ratastok ständig zwischen dem Adler in der Krone von Ygdrasil der Weltenesche und dem Drachen an der Wurzel hin- und her pendelt und nie gefressen wird? Man sollte doch meinen, dass Adler Eichhörnchenhappen lieben und Drachen einfach alles fressen, was sich vor ihrer Schnauze bewegt. Gibt es da einen Logikfehler in der Edda? Natürlich nicht. Es gibt eine ganz vernünftige Erklärung dafür: das Eichhörnchen muss riesengroß sein. Atticus, der eiserne Druide, ist es gewohnt, dass im Umgang mit den Göttern immer etwas anders ist als erwartet. Jedes kleine Detail zu hinterfragen sichert sein Überleben schon seit Jahrhunderten. Auch diesmal hilft ihm die ihm eigene Mischung aus Erfahrungswissen, klarem Kopf, Wahnwitz und guten Freunden mit besonderen Talenten – Vampire, Werwölfe, Erdgeister – weiter. Auch mit „Gehämmert“, dem dritten Band der Chroniken des eisernen Druiden, hatte ich Spaß. Doch etwas holzschnitzerisch kommt er schon…

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