Naturbeobachtung, Wissenschaft und Poesie: Das verborgene Leben des Waldes

Naturbeobachtung: Das verborgene Leben des Waldes von David G. Haskell

In dem Stapel der Bücher, die ich gerade lese, befindet sich immer eines, an dem ich besonders lange lese. Manchmal, weil es anstrengend ist. Oder auch, weil jedes Kapitel erst mal verdaut werden muss. Vielleicht auch deswegen, weil es ein Thema behandelt, das nicht immer passt. Auf Das verborgene Leben des Waldes von David G. Haskell trifft all das nicht zu und doch lese ich schon seit dem letzten Frühsommer darin. Jetzt, im Januar, habe ich immer noch 40 Seiten vor mir. Ich werde sie…

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Lee Hollis: schreiben statt schreien

Lee Hollis, Sänger der Hardcore Bands Spermbands und Steakknife, hat im Ventil Verlag Kurzgeschichten veröffentlicht

Am 1. Oktober 1995 trat Lee Hollis zum ersten Mal als Spoken-Word-Künstler auf – und das gleich im Vorprogramm von Lydia Lunch. Kein schlechter Start, den er so beschreibt: It was the first time I ever spoke to an audience, instead of screaming at one. Daraus könnte man eine Geschichte machen. Macht Lee Hollis aber nicht. Er verwendet dieses Schnipsel einfach nur für den Abspann des Buches. Das Spiel mit den Erwartungshaltungen des Publikums hat er perfektioniert. Manche seiner Kurzgeschichten sind von vornherein in einem…

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Blumen für Algernon

Blumen für Algernon. Einer der erfolgreichsten Klassiker der Science-fiction

Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Das gilt nicht nur für den Helden des Buches Blumen für Algernon, der hartnäckig an seinem Traum „intelgent“ zu werden, festhält. Das gilt auch für Simone vom Blog Papiergeflüster, die hartnäckig seit 2014 diesen Klassiker der wissenschaftlichen Science Fiction empfiehlt und so nach und nach alle von der Qualität des Buches überzeugt. Nun also auch mich. Was fasziniert so an der 1966 erschienen Geschichte um den geistig zurück gebliebenen Charlie Gordon, der durch ein wissenschaftliches Experiment innerhalb weniger Wochen hochintelligent wird?…

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Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst

Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst - Zitat

Natürlich ist mein Leserinnen-Herz für schön gestaltete Bücher besonders empfänglich. Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst hat ein wunderbar griffiges Papier mit einer leichten Struktur, ein sehr stimmiges Cover, Illustrationen, die wie ein Begleit-Akkord dem Text eine weitere Stimme hinzufügen und ein Layout, das den Inhalt unterstützt. Mein Leserinnen-Kopf hingegen sucht Inspiration und Ideen. Beide zusammen freuen sich über eine gute Geschichte und eine klug gewählte Sprache. Mit Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst sind beide glücklich – Kopf…

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Wut ist ein Geschenk: Gandhis Enkel erzählt

Wut ist ein Geschenk, Arun Gandhi - Gandhis Enkel erzählt

Zu Beginn seiner Pubertät war Arun Gandhi ein aufbrausender Junge, der in viele Prügeleien verwickelt war. Dabei lebten seine Eltern nach den Prinzipien der Gewaltlosigkeit – genau wie sein Großvater Mahatma Gandhi. Doch Gandhis Enkel war wütend. Als Inder in Südafrika erlebte er Rassismus; als Schüler einer katholischen Schule Willkür. Seine Eltern ahnten, dass seine Pubertät so keinen guten Verlauf nehmen konnte und schickten ihn nach Indien, zu seinem Großvater Mahatma Gandhi in den Ashram. Gandhi war ein herzlicher, humorvoller Großvater. Einer, der sich Zeit…

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Iggy Pop – der halbnackte Mann auf der Couch

Iggy pop biografie

In einem Tempo, in dem ich sonst nur Fantasy-Romane lese, habe ich die Iggy Pop Biografie „Open up and bleed“ von Paul Trynka durchgelesen. Nicht, weil sie so gut geschrieben wäre – das ist sie leider nicht -, sondern weil Iggys Leben einfach zu spannend ist. Zumindest in den ersten zwei Dritteln. Irgendwann kam ich an dem Punkt, an dem mich sein Lebensmuster „hart arbeiten, eine geniale Idee haben, zielsicher Mist mit Drogen bauen, David Bowie kommt und sorgt für ein Wunder, scheitern“ langweilte. In…

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Kae Tempest – wie das Maifeld Derby dafür sorgte, dass ich einen Roman las

Kate Tempest - Worauf du dich verlassen kannst - Roman

Kae Tempest sah ich 2016 auf dem Maifeldderby in Mannheim. Ich hatte das Programmheft nicht gelesen und war überrascht, statt in einem Konzert in einem Podiumsgespräch zu landen. Nun, Kae Tempest hatte das Programm wohl auch nicht gelesen und war überrascht, dass sie sich die Podiumsdiskussion selbst organisieren musste. Was mir fast ein Jahr nach ihrem gut gelaunten und hoch konzentriertem Auftritt im Gedächtnis geblieben ist, ist die Wucht, mit der sie ihre Texte vorträgt und die Liebe, die sie bei allem ausstrahlt. Wut wird…

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Die Odenwälder sind ziemlich halsstarrig. Regionalgeschichte.

Zwei Odenwald Regionaltitel

Regionaltitel gleichen ja einer Wundertüte. Der Leser ist sich nie so sicher, was er bekommt. Von Hobby-Schriftstellerei über Vereinsschriften, die wohl nie zum Lesen gedacht waren, bis hin zu feinen Werken zu Nischenthemen kann alles dabei sein. Diesmal hatte ich Glück. Mit „Die Einwohner sind ziemlich halsstarrig“ von Roland Vetter, erschienen im Wellhöfer Verlag, habe ich ein Buch aus der letzten Kategorie erwischt. Eberbach im Odenwald ist eine Kleinstadt, die immer ein Stück abseits lag. Heidelberg war zwar nah genug, so dass man auch in Eberbach…

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