Manet Cézanne Van Gogh – aus aller Welt zu Gast in der Kunsthalle Mannheim

Zum Glück habe ich es doch noch in die Ausstellung „Manet Cézanne Van Gogh – aus aller Welt zu Gast“ in der Kunsthalle in Mannheim geschafft, die nur noch bis zum 18. Januar 2015 gezeigt wird. Ich hätte sonst wirklich etwas verpasst! Es ist eine kleine, feine Ausstellung, die Bilder aus dem Bestand der Mannheimer Kunsthalle Leihgaben aus großen Museen gegenüber stellt. Das klingt jetzt erst einmal sperrig, ist aber eine hochspannende Schule des Sehens. Mittelpunkt der Ausstellung ist natürlich „Die Erschießung des Kaisers Maximilian von Mexiko“ von Édouard Manet. Auch diesmal habe ich mir das Recht des Laien herausgenommen und dieses Juwel der Mannheimer Sammlung weitesgehend ignoriert. Umso länger habe ich mich in den letzten beiden Räumen aufgehalten, was aber auch daran lag, dass man vor lauter Besuchern am Dreikönigstag kaum einen Blick auf die Pfingstrosen von Renoir und die Blumen von Van Gogh, die dem rein gelben „Yellow Painting“ gegenüber gestellt wurden, erhaschen konnte. Das kam…

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Herzblut – Ausstellung und Tweetup im Technoseum Mannheim

Herzblut Sonderausstellung im Technoseum

Nachts im Museum. Aber nicht alleine, sondern in Begleitung von 10 Menschen, die gerne twittern, instagrammen und bloggen – das sogar während einer Museumsführung. Das nennt sich Tweetup und genau dazu hat das Technoseum in Mannheim anlässlich der Ausstellungseröffnung „Herzblut – Geschichte und Zukunft der Medizintechnik“ eingeladen. Die Ausstellung zeigt Medizintechnik vom 16. Jahrhundert bis heute – das beginnt etwas abstrakt bei der Säfte-Lehre und endet ganz greifbar beim japanischen Pflegeroboter Paro. Ein Großteil der Ausstellungsobjekte stammen aus dem Archiv des Museums – unvorstellbar, was da noch alles lagert. Zweieinhalb Jahre dauert es, eine solch umfassende Sonderausstellung vorzubereiten. Ich bewundere die Kunst, aus der Vielzahl der möglichen Ausstellungsobjekte genau die passenden auszusuchen! Nachts im Museum Geschichte der Medizintechnik – das kann unter Umständen recht gruselig sein. Daher habe ich zuerst einen kurzen Moment gezögert, ob ich mir die neue Ausstellung „Herzblut – Geschichte und Zukunft der Medizintechnik“ im Technoseum in Mannheim wirklich anschauen möchte. Doch wie gruselig die Ausstellung wird…

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ZKM – Museumsbesuch auf der Baustelle

Museumsbesuch ZKM 2014

Ganz Karlsruhe ist eine Baustelle. Das ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe – macht da keine Ausnahme. Ich war trotzdem dort. Zum Glück. Nur das Erdgeschoss ist derzeit zugänglich – wobei die Zugänglichkeit auch in spannenden Umwegen bestehen kann. Macht nichts, denn die Mitarbeiter des Museums sind auskunftsfreudig und helfen auch verirrten Besuchern zurück auf den richtigen Weg – also auf den Weg, für den die Eintrittskarte gilt. Derzeit laufen zwei große Ausstellungen. „Jean-Jacques Lebel: Die höchste Kunst ist der Aufstand“ ist vom ersten bis zum letzten Objekt beeindruckend. Einen Eindruck vermittelt ein Artikel bei Kultur-Online.net – aber die Wucht und Energie der Kunstwerke vermitteln die Fotos nicht. Eine ganz eigene Entdeckung innerhalb der Lebel-Ausstellung waren für mich die Bilder von Erró – diesen Maler werde ich weiterverfolgen. Die zweite Ausstellung „Beuys Brock Vostell“ war für mich ein erneuter Versuch, mich dem Phänomen Beuys anzunähern. Großartig aufgebaut, klasse erklärt, wunderbar in den Kontext…

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Französische Bistro-Küche aus Wien

Kochbuch Bistro-Küche: Bistro mon amour

Urlaub in Südfrankreich ist dieses Jahr nicht möglich. Bistro-Besuche damit leider auch nicht. Aber zum Glück wohne ich nah genug am Elsass, um dort ausgiebig im Supermarkt einzukaufen. Das ist zwar kein Urlaubsersatz, aber so habe ich zumindest die Original-Zutaten für die französische Bistro-Küche. Diese französische Küche kommt aus Wien Diese französische Bistro-Küche kommt aus Wien, aber das merkt man ihr nicht an. Sie erscheint mir so original, wie ein Traum von Frankreich nur sein kann. Dazu tragen auch schon die zauberhafte Ausstattung des Kochbuchs und die französischen Kapitelüberschriften bei: Les salades & les sandwichs, les entrées & les soupes, les quiches & les galettes, les plats, les desserts & les fromages. Ganz unauffällig, klein und unscheinbar stehen die deutschen Übersetzungen darunter. Filet de loup de mer au Noilly Prat war das erste Rezept aus „Bistro, mon amour. Klassiker der französischen Küche“, was ausprobiert werden musste. Den Wolfsbarsch dafür habe ich beim türkischen Fischhändler meines Vertrauens…

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Pfälzer Tapas – Kochbuch-Tipp

Pfälzer Tapas Kochbuch Leinpfad Verlag

„Drei Minifrikadellen machen einfach mehr Spaß als eine große Bulette.“ Recht hat sie, die Gina Greifenstein. Ihre Pfälzer Tapas sind hervorragend für einen geselligen (Heimat)Abend geeignet, an dem es lauter Kleinigkeiten zum „schnabulieren“ gibt. Saumagen, Bratwurst, Blutwurst – fleischlastige Rezepte sind bei den Pfälzer Tapas in der Überzahl. Aber es gibt auch Ideen für Feigen, Münsterkäse, Ziegenkäse, Keschde (Kastanien), Champignons und – bei mir schon fest vorgesehen – Kürbis-Frittata. Spannend finde ich auch die Sauerkraut-Kartoffelpuffer mit Rote-Beete-Dip; auslassen würde ich jedoch die panierte Blutwurst, der es für meinen Geschmack doch ein wenig an Leichtigkeit mangelt. Da wäre ich zu schnell satt! Und dann sind da noch die Nachtisch-Tapas – eine ganz entzückende Idee, das Prinzip der Tapas auch auf das Dessert auszudehnen. Ganz oben auf meiner Wunschliste stehen hier die Mandel-Muffins. Fast alle Rezepte lassen sich gut vorbereiten; einige wenige sollten frisch serviert werden. So oder so bleibt genügend Zeit für das gemütliche Miteinander und für…

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Mannheim Krimi reloaded – Olivia von Sassen ermittelt wieder

Mannheim Krimi BAnd 2 Doktor und Fälscher

Gerade mal ein halbes Jahr lebt die Kriminalkommissarin Olivia von Sassen in Mannheim und schon passiert es … Nein, damit meine ich keinen neuen Mord – davon gibt es im zweiten Mannheim Krimi von Alexander Emmerich gleich zwei. Olivia von Sassen erklärt einer Touristin die Mannheimer Quadrate und behauptet, dass diese spezielle Struktur doch ganz einfach zu verstehen sei. Das ist ein sicheres Zeichen, dass sie sich eingelebt hat: „Olivia konnte jedoch nicht behaupten, dass sie Mannheim jemals gehasst hätte. Sie mochte es. Mannheim war für sie eine ehrliche Haut. Die Menschen waren herzlich und stolz auf ihre Stadt, das kannte sie sonst nur von wenigen Städten in Deutschland. Und Mannheim war vor allen Dingen eines: unprätentiös. Genau das machte ihr das Leben hier so leicht. Dass sie nun für einen Teil dieser Stadt gehalten wurde, freute sie. In Mannheim war also nicht nur Platz für Hunderte verschiedene Kulturen und Sprachen, sondern auch für eine…

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Wut im Quadrat – Mannheim-Krimi – Rezension

L6, Spaghetti-Eis, der Waldhof und ein Mord ohne Leiche „Wut im Quadrat“ ist der erste Mannheim-Krimi von Olivia von Sassen. Ach Quatsch , von Alexander Emmerich. Autor und Hauptfigur kann man schon mal verwechseln, wenn man mit der Heldin eines Romans twittert, bevor man das Buch in den Händen hält. Aber Alexander Emmerich hat das so gewollt und seiner Prinzessin Livi, wie ihr Polizei-Kollege Moritz sie gerne nennt, viel Raum außerhalb des Buches gegeben. Den füllt sie nicht nur mit Werbung zum Krimi, sondern auch mit schönen Bildern von Mannheim. Oder verwechsel ich da schon wieder etwas? Nebenbei macht das Sonnenscheinchen Mannheim ein gutes Stück sicherer und löst innerhalb von drei Tagen ihren ersten Fall. Die Hauptrolle in einem Mannheim-Krimi spielt natürlich die Stadt selbst. Alexander Emmerich bindet die Mannheimer Geographie geschickt, präzise und stimmungsvoll in seinen Krimi ein. Mannheim ist keine schöne Stadt, aber eine Stadt mit schönen Ecken. Olivia von Sassen, die gerade…

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Bücherbüffet in Karlsruhe

Nach der Buchmesse wird für mich in diesem Jahr vor der Buchmesse sein. Auf die große Buchmesse in Frankfurt folgt für mich als Kontrastprogramm das Bücherbüffet in Karlsruhe. Dort werde ich viele Buchmenschen treffen, lecker essen und mich über das Programm von rund 30 Verlagen informieren. Von diesen Verlagen kenne ich gerade mal drei und bei einer Handvoll weiterer habe ich eine grobe Vorstellung, was sie veröffentlichen. Der Rest wird für mich spannendes Neuland sein. Für mich steht an diesem Tag ein Wechsel der Blickrichtung an, auf den ich mich sehr freue. In meiner Selbstwahrnehmung habe ich mich schon immer über Kleinverlage informiert. Doch was ist für eine Buchhändlerin in einer großen Filialbuchhandlung mit Zentraleinkauf ein Kleinverlag? Wie klein ist klein? In der Welt der Buchhandelsketten gilt als Kleinverlag ein Verlag, der es nicht ins Zentrallager schafft. Die Titel dieser Verlage braucht ein großer Buchhändler seiner Meinung nach nicht und seine Kunden angeblich nur auf Bestellung.…

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God is a DJ: Musikwelten im REM Mannheim. Museumsbesuch

„God is a DJ“ – mit diesem Zitat beginnt die großartige Ausstellung „Musikwelten“ im Bassermannhaus des Reiss-Engelhorn-Museums in Mannheim. Vorher heißt es „Kopfhörer auf“ und reinlaufen in das geheimnisvolle Halbdunkel. Das ist kein klassischer Museumsbesuch, denn Musikinstrumente nur anschauen, das wäre öd … Eigentlich finde ich Führungen via Audioguide langweilig, denn der Kopfhörer kapselt mich von meinen Begleitern ab. Audioguide ist für mich die lasst-mich-doch-alle-in-Ruhe-Variante des Museumsbesuch, eine Notlösung. Diesmal nicht. Heh, ich habe in der Ausstellung getanzt! Die Ausstellung basiert auf der Freudenberg-Sammlung. Von den knapp 2000 Musikinstrumenten der Sammlung sind rund 200 zu sehen und viele davon zu hören. Das reicht locker für eine völkerkundliche Reise um die Welt – Musik der Götter, als Verbindung zu den Ahnen, als rituell-religiöses Element, höfisches Zeremionell (hier bringen sie auch kurz die Mannheimer Schule unter), Tanz und Trance … Dazu Verbindungen zu Klassik, Swing, Jazz, Gorillaz, Queen, Iron Maiden … Ich hatte den Eindruck, dass der Musik-Ethnologe, der…

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Museumsbesuch: Nur Skulptur! – Kunsthalle Mannheim

Erst Nutella, dann Bagger: Nur Skulptur! Mein Abschiedsbesuch in der Kunsthalle Mannheim Respekt! Wie sich die Mannheimer Kunsthalle in ihrer letzten Ausstellung vor dem Abriss vom Mitzlaff-Anbau verabschiedet, das hat Stil. Da werden wie in Vorwegnahme der Abriss-Bagger Wände durchbrochen, Geländer abgeflext, der Lagerbestand zum Abtransport vorbereitet und der Teppichboden so mit Nutella versaut, das er Sondermüll ist. Es werden die Möglichkeiten, die ein so radikaler Neustart bietet, konsequent genutzt für eine einzigartige Skulpturen-Ausstellung, die es in dieser Form kein zweites Mal geben wird. Unbedingt anschauen! Die Mannheimer Kunsthalle besitzt mit 840 Exemplaren eine sehr umfangreiche Skulpturensammlung von hoher Qualität. Vieles davon war in den letzten Jahren nicht zu sehen, da Platz für Ausstellungen gebraucht wurde. Auch einige meiner Lieblingsstücke schlummerten im Archiv. Etwa die Hälfte der Sammlung wird in der Abschieds-Ausstellung gezeigt und alle meine Lieblingstücke sind dabei. Ich liebe die Ausstellung schon allein deswegen, weil sie mir ein Wiedersehen mit alten Bekannten ermöglicht. Diese alten Bekannten setzen…

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Abschied auf Raten: ein Nachruf auf den Brockhaus

Überraschend kommt es nicht, traurig ist es trotzdem: Bertelsmann beginnt, sich vom Brockhaus zu trennen. Als Mannheimerin und Buchhändlerin konnte ich das Drama um die Marken Brockhaus, Meyer, Bibliographisches Institut und Duden aus nächster Nähe beobachten. Beschleunigt wurde der Niedergang durch die grandiose Fehlentscheidung, noch einmal eine große Brockhaus-Enzyklopädie zu verlegen – und durch Wikipedia. Aber das kann es nicht allein gewesen sein, oder? Die Haltung des Verlagshauses BI klang für mich lange Zeit nach „Wir waren schon immer da, deswegen wird es uns auch immer geben.“ Als sich die kritische Situation nicht mehr länger ausblenden ließ, begann wilder Aktionismus. Brockhaus wurde an Bertelsmann verkauft, der Direktvertrieb gleich mit dazu. Im Bertelsmann Lexikon Verlag wurde zumindest der Kinder-Brockhaus weiterentwickelt und die inhaltliche Substanz der Lexika für Kalender erfolgreich ausgeschlachtet. Die große Brockhaus-Enzyklopädie verkaufte sich nur schleppend. Im BI wurden indessen neue Konzepte entwickelt und dann nicht weiterverfolgt. Ein Beispiel dafür ist der Bereich erzählendes Kinderbuch und hier…

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