Autismus erklärt von einem Autisten
Autismus erklärt von einem Autisten, aber dennoch kein autobiographischer Bericht: das ist der Ansatz von Aleksander Knauerhases Sachbuch „Autismus mal anders: einfach, authentisch, autistisch“. Gleich mein Fazit vorneweg: ein überzeugender Ansatz und ein lohnendes Buch. Aleksander Knauerhase sitzt nicht verschwiegen und vor sich hinschaukelnd in der Ecke; er ist ein „Autist zum Anfassen“*. Womit ich schon die erste große Baustelle beschrieben habe, die er in seinem Buch bearbeitet: er räumt Vorurteile aus. Eine seiner ersten Aufforderung an den Leser lautet, bitte alles zu vergessen, was er je in Filmen an autistischem Verhalten gesehen hat. Am besten auch die Autobiographien von Autisten kurzzeitig aus dem Lesergedächtnis verbannen, um sie nach der Lektüre neu zu bedenken. Jeder Autist ist anders. Das arbeitet der Autor genauso gut heraus wie das, was allen Autisten gemeinsam ist: Autismus ist eine andere Art, Umweltreize zu verarbeiten. Autisten können Reize nur sehr schlicht filtern. Jedes Geräusch, jeder Geruch, jede Berührung, jeder visuelle Eindruck, jegliche…
















