Ernst Haffner – Blutsbrüder – Kurzbesprechung

Berlin, 1932 Jungs. Aus Erziehungsanstalten ausgerissen, aus desolaten Familien geflüchtet, auf der Straße gelandet. Mädchen kommen fast nur als Überträgerinnen von Geschlechtskrankheiten vor. Halt gibt die Clique. Gemeinsam findet man immer eine warme Suppe, einen Platz zum Übernachten, das nächste Bier, einen Wintermantel. »Man liest es mit Gier und Spannung, wie man ehedem Räuber- und Indianergeschichten gelesen hat« schrieb der Münchener Simplicissimus – damals. Und heute? Erstaunlich, wie frisch dieses verschollene Werk auch heute noch ist. Der Autor Ernst Haffner begleitet die Jungs der Clique…

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Andreas Séché – Namiko und das Flüstern – Rezension

Namiko und das Flüstern - Roman von Andreas Séché

Japan, die Liebe und ein alter Traktor „Namiko und das Flüstern“ Ein junger Journalist recherchiert in Japan zum Thema Gärten. Er sieht die Pflanzen, er erkennt die Struktur der Gärten, doch er begreift sie nicht. Durch seine Zufallsbegegnung mit Namiko wird sich das ändern, denn durch sie lernt er, das Leben, die Liebe und Japan zu verstehen. Für Japan wird er am längsten brauchen. Um sich dem Phänomen Japan anzunähern reicht Neugier alleine nicht. In eine Japanerin verliebt sein erhöht sicherlich die Motivation. Doch letztlich…

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Simone Dalbert – Papiergeflüster – Aus dem Leben einer Buchhändlerin – Rezension

So isses – genau so: Aus dem Leben einer Buchhändlerin Simone Dalbert bloggt als Papiergeflüster, facebooked als Buchhandlung Schöningh, twittert als Buchgeflüster und schreibt in ihrem wunderbaren Stil Erlebnisse aus dem Alltag einer Buchhändlerin auf. Diese Freude am Kommunizieren führte dazu, das sie jetzt ihr eigenes Buch verkaufen kann. „Papiergeflüster – Aus dem Leben einer Buchhändlerin“ enthält Anekdoten und Liebenswertes aus dem Berufsalltag und ich kann nur bestätigen: so isses! Genau so. Vom Schaufenster-Yoga bis hin zu dem loriot-haften „Das Buch war rot!“ habe ich alles schon so erlebt.…

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Tad Williams – Die dunklen Gassen des Himmels – Rezension

Und diesmal ist alles ganz anders „Die dunklen Gassen des Himmels“ von Tad Williams Hoppla, das kam wirklich unerwartet. Eine so explizite Sex-Szene gab es bisher bei Tad Williams noch nie. Respekt, sie ist ihm wirklich gut gelungen. Überhaupt ist diesmal alles anders, aber nicht zu sehr. Klassische Fantasy ist das nicht. Keine Drachen, keine verfeindeten Königreiche, aber immerhin eine Himmels-Burg. So ganz verlässt der Autor die Pfade, auf denen er sich so gut auskennt, nicht. Er hat sich mit „Bobby Dollar Band 1: Die…

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Ben Aaronovitch – Ein Wispern unter Baker Street – Rezension

Die Kult-Serie von Ben Aaronovitch. Diesmal kann ich sagen:  Ich war von Anfang an dabei. Bis ich Terry Pratchetts Scheibenwelt-Romane* entdeckte, waren schon die ersten Bücher auf Deutsch bei Heyne erschienen. Ich kann mich also nicht als Discworld-Fan der ersten Stunde bezeichnen. Mein Fan-Karma verbesserte ich dann dadurch, das ich alles, was noch nicht übersetzt war, auf Englisch las und so ziemlich jedem die Scheibenwelt-Romane empfahl. Bei Jasper Ffordes Thursday-Next-Serie entwickelte sich mein Fan-Karma auch nicht optimal – ich setzte zwischendurch aus. Warum ist mir bis heute ein…

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Andreas Séché – Zeit der Zikaden – Rezension

Wir müssen über den Schluss reden. Wirklich! „Zeit der Zikaden“ von Andreas Séché hat einen einzigartigen Schluss. Ein Paukenschlag voll leiser Töne.  Eine solche Formulierung ist unmöglich und genau so endet der Roman. Unmöglich großartig. Mein Leserinnen-Herz fieberte mit dem Helden mit und meine Lese-Erfahrung beruhigte mich, das Andreas Séché seinen Selim schon nicht vereinsamt sterben lassen wird. Doch die Wendung, die die Geschichte nimmt, übertrifft alle meine Lese-Erwartungen und lässt mich verblüfft zurück. Dann müssen wir noch über Musik reden. Zumindestens meint der Verlag das…

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Andreas Séché – Zwitschernde Fische – Rezension

Doch bevor ich erzähle, wie es dazu kam, erzähle ich etwas über das Buch „Zwitschernde Fische“ von Andreas Séché – denn das finde ich wichtiger als mein ganz persönliches Leseverhalten. Ehrlich. Für mich ist „Zwitschernde Fische“ vor allen Dingen eine Liebesgeschichte – die Liebe zu den Büchern, zur Literatur, zu den Märchen, zu Buchhandlungen und natürlich die Liebe des Helden zu Lio, der geheimnisvollen Buchhändlerin. Dann ist „Zwitschernde Fische“ eine Abenteuergeschichte. Wie könnte es anders sein, wenn Sir Arthur Conan Doyle und die griechischen Götter eine wichtige Rolle spielen. Dazu ist „Zwitschernde Fische“ auch noch ein charmantes, wohltuendes, intelligentes Büchlein…

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