Küchenwissenschaft, lecker und lesbar: On food and cooking

Kochbuch: On food and cooking - Küchenwissenschaft

Die Banderole „Der Klassiker endlich auf Deutsch!“ in Kombination mit dem englischen Titel ist für mich bei diesem Wälzer genauso wenig relevant wie der Hinweis, dass dieses Standardwerk der Küchenwissenschaft den Weg zur Molekularküche ebnete.

Wenn dem wirklich so war, freut mich das für das Kochbuch. Für mich ist das jedoch kein Grund, zum Buch zu greifen. Denn die Molekularküche ist mir in meinem persönlichen Küchen-Bermuda-Dreieck zwischen Omas Anrichte, stets zu kleinem Kühlschrank und Gasherd, der mit einer Gasflasche betrieben wird, noch nicht begegnet.

Allerdings habe auch ich mir schon in der Hoffnung auf ein perfektes Risotto fast eine Sehnenscheidenentzündung gerührt.

Jetzt, nach der Lektüre des sehr langen, sehr informativen und durchaus vergnüglich zu lesenden Kapitels über Reis und Risotto, verstehe ich auch, warum Risotto klebrig wird. Oder auch nicht. Oder auch zu klebrig. Erstens kommt es darauf an und zweitens gibt es eine chemische Formel dafür, die neben Stärke auch Physik enthält. Küchenwissenschaft eben.

Auf jeden Fall kann Harold McGee das alles erklären und zwar so, dass das Lesen Spaß macht und die Informationen im Gedächtnis bleibt.

Die Sache mit dem Ei

Dass man ein rohes Ei nur in eine Schüssel Wasser geben muss, um zu erkennen, wie frisch es noch ist, hatte ich schon häufiger gelesen. Schwimmt es oben, ist es verdorben. Gebraucht habe ich den Frische-Test noch nie, aber jetzt weiß ich, warum er in alten Kochbüchern immer beschrieben wird. Der Trick stammt aus alten Zeiten, als die Hühner noch über den Hof rannten und man, wenn man irgendwo unter dem Gebüsch ein Ei fand, wirklich nicht wusste, wann es gelegt wurde. Harold McGee erklärt nicht nur den Test an sich und warum er funktioniert, sondern auch den geschichtlichen und kulturwissenschaftlichen Hintergrund. Faszinierend.

1008 Seiten Küchenwissenschaft lese auch ich nicht mal eben so. Um genau zu sein: ich lese nun schon mehrere Monate in „On food an cooking“. Ich habe keine Eile. Heute mal das Kapitel über grünen Tee, weil meiner schon wieder bitter war. Morgen die Erläuterungen zur guten Butter. Danach dann die Ausführungen zu gutem Kochgeschirr. Dazwischen Biologie, Physik, Chemie, Ernährungswissenschaften und Hauswirtschaftslehre. Und immer wieder gutes Essen aus hochwertigen Zutaten. Küchenwissenschaft – ein Studium, das mir sehr zusagt!


Weitere Angaben zum Buch:

Harold McGee

On food and cooking
Das Standardwerk der Küchenwissenschaft

1008 Seiten

Matthaes Verlag

Leider auf Deutsch nicht mehr lieferbar. Der Kochbuch-Verlag wurde 2020 in der alten Form eingestellt und jetzt von Dorling Kindersley Deutschland weitergeführt.


Noch ein Kochbuch aus dem Matthaes Verlag, das mich begeistert hat:

Kürzere Sätze ergeben noch kein Jugendbuch: die letzte Drachentöterin

Jasper Fforde - Die letzte DRachentöterin Band 1

Die Magie ist schwach geworden in den Ununited Kingdoms und Bürokratie macht den Zauberern das Leben schwer.

Auf fliegenden Teppichen dürfen keine Personen mehr transportiert werden und der Präkogniker sagt in der Gärtnerei die Farben der Blüten voraus.

KAZAM, die Vermittlungsagentur für Zauberer läuft schlecht und die Pleite naht.

Organisiert wird der Broterwerb von Jennifer Strange, die noch nicht ahnt, dass sie die letzte Drachentöterin ist und bald in einem gepanzerten, stacheligen Rolls Royce in ein wildes, seit 400 Jahren unberührtes Land fahren wird.

Auf Jasper Fforde und seine wild sprudelnden verrückten Ideen ist auch diesmal wieder Verlass. Ich habe mich köstlich amüsiert – so lange ich ignoriert habe, dass es ein Jugendbuch sein soll.

Eine jugendliche Drachentöterin macht noch kein Jugendbuch

Jennifer Strange ist von Anfang an recht selbstbewusst. Woher sie als Findelkind dieses Selbstbewusstsein zieht, bleibt nebulös. Eine innere Wandlung macht sie nicht durch.

Das ist einer der Gründe warum „Die letzte Drachentöterin“ für mich zwar ein höchst vergnügliches Buch, aber eben kein Jugendbuch ist.

„Kann der Abwaschzauber nicht auch die Wäsche machen?“
„Der ist in der alten Zaubersprache RUNIX. Die ist Read-only und kann nicht verändert werden.“

Die Heldin wird zwar in zwei Wochen 16, doch nur sehr wenige Gags stammen direkt aus der Erlebniswelt eines Jugendlichen. Das erschwert die Identifikation mit der Hauptfigur, die zudem über weite Strecke un-emotional wirkt, sehr.

„Die letzte Drachentöterin“ weist zwar deutlich kürzere Sätze und wesentlich weniger verschwurbelt-verschachtelte Gags als die „Thursday Next“ Serie von Jasper Fforde auf, doch das alleine reicht für mich nicht, um das Buch als Jugendbuch zu bezeichnen.

Das Cover und die für einen Fantasy-Roman recht schlanken und großzügig gesetzten 251 Seite lassen auf ein Kinderbuch ab 10 Jahren schließen. Das täuscht. Die Empfehlung ab 14 Jahren passt. Noch ehrlicher wäre: für alle erwachsenen Thursday-Next-Fans, denen es immer zu lange dauert, bis der nächste Band auf Deutsch erscheint.

Ähnlich wie bei Neil Gaimans „Der Ozean am Ende der Straße“ – diesem angeblichen „poetischen Juwel“ – haben Verlag und Marketing-Abteilung auch hier dem Buch keinen Gefallen getan.

Quarktier statt Dodo, Marzipan statt Käse

Was in der Welt von Thursday Next der Dodo ist, ist hier das Quarktier, statt Käse-Schmuggel gibt es Marzipan-Sucht und auch die Ununited Kingdoms kommen einem bekannt vor. Viele der Ideen hätten genauso gut in Jasper Ffordes Erwachsenen-Serie verwendet werden können.

Es bleibt bei mir der Eindruck, dass der Autor einfach die Lust verloren hat, seine Ideen gründlich auszuarbeiten. Jasper Fforde hat viel zu viele Ideen, da kann schon mal einiges auf der Strecke bleiben. Das, was übrig bleibt, ist immer noch sehr, sehr witzig.

Bei der Thursday-Next-Serie führt das zu einem unfertigen Charme, der die Serie so einzigartig macht. Dieses Buch hat mir ebenfalls viel Spaß bereitet, aber dennoch hätte ich mir gewünscht, dass der Lektor dem Autor mehr Leistung abverlangt hätte – und sei es, in dem das Quarktier das Schreibzimmer bewacht hätte!


Infos zum Buch:

Jasper Fforde

Die letzte Drachentöterin
Band 1

übersetzt von Isabel Bogdan

Bastei Lübbe


 

Ich mach was mit Kreativität – Psychologie für Designer

Sachbuch Kreativität aushalten - Psychologie für Designer

Mit „Kreativität aushalten – Psychologie für Designer“ ist Frank Berzbach ein sehr kompaktes Handbuch gelungen, das den kompletten Arbeitsalltag einer Werbeagentur oder eines Freelancers abdeckt.

Welche Rahmenbedingungen braucht Kreativität? Wie funktioniert die Kommunikation mit den Kollegen am besten und wie die mit den Kunden? Wie organisiere ich mich selbst?

Auf all diese Fragen gibt Frank Berzbach kurze, prägnante Antworten und ergänzt diese mit Denkanstößen.

Mit dieser Kombination erhält er dem Leser die Freiheit, seinen ganz persönlichen Weg zu kreativen Höchstleistungen zu gestalten, ohne dabei über die Steine zu stolpern, die schon seine Kollegen und Vorgänger zum Straucheln brachten.

„Kreativität aushalten – Psychologie für Designer“ ist ein Mentor in Buchform, der den jungen Kollegen an die Hand nimmt und den erfahrenen Kollegen an die Basics erinnert, die er im Arbeitsalltag vielleicht schon wieder aus den Augen verloren hat.

Ja, aber – das ist doch gar nicht meine Welt

Ich bin Quereinsteigerin. Was will ich also mit diesem Buch, das sich so ganz und gar auf die Werbebranche bezieht?

Das Buch bietet mir die Möglichkeit, die ganz normalen Arbeitsabläufe und Herausforderungen in einer Online- oder Werbeagentur besser kennenzulernen – sozusagen der Blick über die Schulter meiner neuen Kollegen. Dabei schildert der Autor viele Lösungen für Probleme, die ich gar nicht kenne.

So wurde mir bei der Lektüre klar, wie sehr meine Jahre als Buchhändlerin im Laden meine Arbeitsweise geprägt haben. Bestes Beispiel ist für mich der Umgang mit Arbeitsunterbrechungen. Als Buchhändlerin bin ich es gewohnt, ständig unterbrochen zu werden. Kaum beginnt man, einen Präsentationstisch neu zu gestalten, versammeln sich dort Kunden. Also arbeitet man als nächstes die Benachrichtigungsliste ab, wobei man selbstverständlich wieder unterbrochen wird. Eine Buchhändlerin hat daher ständig vier, fünf angefangene Arbeiten auf ihrem Schreibtisch liegen hat. Dazu kommt, dass es den Schreibtisch als Ort so gar nicht gibt – sich merken, was alles noch zu beenden ist, ist die Kunst. So musste ich nach meinem Wechsel in die Kreativbranche vor allen Dingen erst einmal lernen, eine Arbeit am Stück konzentriert zu Ende zu bringen.

Pause macht man im Einzelhandel auch nicht dann, wenn man sie braucht, sondern dann, wenn der Besetzungsplan eine vorsieht. Frank Berzbach betont in „Kreativität aushalten – Psychologie für Designer“ die Wichtigkeit von Pausen, denn sie erhalten die kreative Schaffenskraft. Zum passenden Zeitpunkt richtig Pause zu machen war etwas, das ich erstmal lernen musste. Letztlich hat mich meine Wirbelsäule dazu erzogen, denn dauerhaftes Sitzen gefährdet die Gesundheit.

Insgesamt sehr viel Inhalt für noch nicht mal 200 Seiten – was mich dann auch mit dem Preis wieder versöhnt hat.


Angaben zum Buch:

Frank Berzbach

Kreativität aushalten
Psychologie für Designer

Verlag Hermann Schmidt Mainz
fadengeheftetes Flexcover aus Skivertex mit runden Ecken und Lesebändchen

(spielt für die Rezension hier auf meinem Buch-Blog keine Rolle, aber ein Booknerd wie ich kann diesen schönen Wörtern nicht widerstehen!)

Hermann Schmidt Verlag Printed in Germany with love

Kreativ oder unkreativ? Ich empfehle, gleich weiter zu diesem Buch-Tipp zu springen:

Blutwurst Kochbuch – mehr als Metzelsupp und Himmel und Erd

Blutwurst Kochbuch

Auch Kochbuch lesen bildet. Dank des Blutwurst Kochbuchs habe ich ein neues Wort gelernt: Blunz – Blutwurst ohne Speckgrieben.

Noch mehr gelernt habe ich aus dem Vorwort (ich bin eine notorische Vorwort-Leserin und freue mich immer, wenn ich dort besondere Text-Perlen finde).

Herbert Michel schwelgt in Kindheitserinnerungen und erzählt vom Schlachttag auf dem Dorf.

Für ein Stadtkind wie mich, das so etwas nie erlebt hat, sind solch anatomisch detaillierte Berichte hochinteressant.

… dann konnte man sich im blutroten Spiegel des Blutbades betrachten, während der süßliche Duft des schweinischen Lebenssaftes die Nase düpierte.

Wahrscheinlich ist auch das der Grund, warum die Blutwurst nur Befürworter oder Gegner kennt: die Blutwurst zeigt ganz offen, dass sie aus dem Schlachten heraus entstanden ist. Daran möchte nicht jeder erinnert werden.

Doch bevor es Metzelsupp und Blutwurst gibt, wird erst einmal Kuchen gegessen und Wein getrunken – schließlich kommt der Autor des Blutwurst-Kochbuchs aus Rheinhessen.

Da der Metzger, wen wunderts keinerlei Lust auf Wurst & Co hatte, waren beim Bäcker zwei Quadratmeter Ribbelkuche (Streuselkuche) bestellt worden, „so geesche zehn“, der dann ganz frisch und noch lauwarm seinen feinen Hefeduft in der Küche verströmte. Eine große Kanne Kaffee dampfte vor sich hin, doch der Metzger trank am liebsten „e guud Gläsje Woi dezu, schee herb“

Drei Rezepte aus dem Blutwurst Kochbuch sind direkt auf meiner „Das will ich unbedingt mal kochen“ Liste gelandet:

  • Karibischer Blutwurst Salat mit Ananas, Papaya, Kardamon und Chili
  • Variation von „Himmel und Erd“ mit Purée blanche aus Navet (Mairübe), Sellerie, Kartoffeln und Zwiebeln
  • Mangold-Quiche mit Blutwurst

Ein Rezept habe ich jedoch vermisst: Dreggische Grumbeere, wie es sie Samstags auf der Kalmit gibt.

Ob dieses Buch aus „unentschlossenen Blutwurstgegnern glühende Blutwurstliebhaber“ macht, wie es die Marketing-Abteilung vollmundig verspricht, mag ich dann doch bezweifeln. Dazu sind die Fronten zwischen diesen Fraktionen wohl zu verhärtet.

Aber Spaß macht das Blutwurst Kochbuch allemal!


Alle Angaben zum Kochbuch:

Gina Greifenstein
Herbert Michel

Lust auf Blutwurst

Leinpfad Verlag
ISBN 978-3-942291-87-3

Der Verlag existiert nicht mehr. Doch der Palzshop hat noch Exemplare des Kochbuchs.


Mehr Regionalia aus dem Leinpfad Verlag – stöbern erwünscht!

 

Mach es Dir nicht zu bequem: Sitzen gefährdet die Gesundheit

Sitzen gefährdet die Gesundheit - Sachbuch

Sitzen gefährdet ihre Gesundheit! Da zuckt doch gleich das schlechte Gewissen – aber nein, der nächste Satz lautet nicht: treibt mehr Sport.

Ganz im Gegenteil. Sport bezeichnet die Autorin Joan Vernikos zwar als recht nützlich, aber nur, wenn die Basis stimmt. Die Basis, das sind für sie alltägliche Bewegungen wie aufstehen, in die Hocke gehen, sich strecken, um in das oberste Regal zu kommen sowie Bauchmuskeln und Arme einsetzen, um den Wäschekorb zu tragen. Bewegungsabläufe, die wir uns immer häufiger ersparen. Wir bleiben lieber sitzen.

Joan Vernikos ist angetreten, diese Basis an alltäglichen Bewegungen zu fördern und bringt als Verstärkung die NASA mit.

Weil Joan Vernikos aus der Weltraumforschung kommt und Astronauten betreut hat, findet sie für ihre Aussagen zum Teil sehr erstaunliche wissenschaftliche Herleitungen. Die Schwerkraft mache den Unterschied: für die menschliche Gesundheit sind die Bewegungen am wichtigsten, die der Schwerkraft entgegenwirken und die Muskelgruppe der Stabilisatoren trainieren. Noch ein paar Forschungen, Seiten und Statistiken weiter wird es dann klar, dass wir alle mindestens 32 mal am Tag aufstehen müssten. Und nur einmal die Woche müssten wir aufstehen, um zum Sport zu gehen. Die Grundfitness jedoch könnten wir im Alltag erreichen; die optimale Fitness mit ein wenig sportlicher Bewegung wie spazieren, wandern, radfahren und schwimmen. Krafttraining und Sport seien nur das Sahnehäubchen – ein Extra, auf das man auch verzichten könne.

Im Vorwort erwähnt Joan Vernikos, dass sie wohl etwas Geduld gebraucht hat, bis sie den passenden Verlag gefunden hatte. Die meisten Verlage wollten wohl ein Sport- und Fitnessbuch aus „Sitzen gefährdet die Gesundheit“ machen und den wissenschaftlichen Teil streichen.

Das wäre in doppelter Hinsicht schade gewesen, denn ohne ihre Herleitungen wäre das Buch nicht komplett. Für ein Fitnessbuch hingegen verzichtet sie zu sehr auf Sport. Der wichtigste Muskel, der von ihrem Fitness-Training angeregt wird, ist ein Hirnmuskel – nämlich der, der den gesunden Menschenverstand bewegt und der im Sitzen zu verkümmern droht.


Angaben zum Buch:

Joan Vernikos

Sitzen gefährdet Ihre Gesundheit!
Mit einfachen Bewegungen die gesundheitsfördernden Wirkungen der Schwerkraft im Alltag nutzen

englischer Originaltitel:
Sitting kills, moving heals

VAK Verlag


Update 2017:

Wir sitzen uns zu Tode. Eine sehr gute Zusammenfassung der Auswirkungen des Sitzens findet Ihr hier in Form einer Infografik: Sitzen kann tödlich sein. Gut gemacht, aber dieser Titel! Müssen es denn immer diese großen Worte sein? Mich motiviert das nicht zum Innehalten und lesen. Wie geht es Euch damit?


Viele Tipps für Übungen, die sich gut in den Alltag integrieren lassen, findet Ihr auch in diesem Buch: Aufrecht und geschmeidig. Mit gesunden Faszien beweglich und schmerzfrei bleiben von Susanne Noll. Meine Rezension dazu findet Ihr hier auf meinem Blog. Mein Lieblingstrainingsgerät ist mittlerweile der Wäschekorb!

Die Überschrift – Journalistische Praxis – Kurzbesprechung

Die Überschrift Journalistische Praxis

166 Seiten für 24,99 € – das ließ mich zögern. Wirklich angemessen finde ich den Preis auch nach der Lektüre nicht.

Doch die Überschrift ist für mich beim Bloggen immer noch eine Herausforderung und ich habe bisher nicht viel brauchbare Anleitungen und Fachtexte dazu gefunden. Also habe ich mir das Buch dann doch bestellt.

Anhand vieler schlechter Beispiele wird vor allen Dingen vermittelt, was beim Überschriften texten alles schief gehen kann – und warum. Das bietet Orientierung. Einen magischen Zaubertrick für die perfekte Überschrift verraten die Autoren natürlich nicht.

Es wird zwar auch auf die besonderen Anforderungen an Überschriften für Online-Medien eingegangen – doch besonders ergiebig fand ich das nicht. Überschriften im Sinne von HTML-Title und Meta-Descriptions kommen zum Beispiel gar nicht vor. „Professionelle Webtexte“ von Michael Firnkes liefert da wesentlich mehr Input und Knowhow.

Meine Erwartungshaltung an das Buch war sicherlich nicht die passende, gelohnt hat sich die Lektüre für mich trotzdem. Nicht nur, weil die schlechten Beispiele oftmals so herrlich unfreiwillig komisch sind. Oder weil mir die Autoren bestätigt haben, dass die Marotte mancher Wirtschaftsjournalisten ständig pseudo-bildhafte Überschrifte wie „Bei Reifen Schmidt läuft alles rund“ zu verwenden einfach unerträglich ist. Gelohnt hat sich die Lektüre für mich vor allen Dingen, weil sie meinen Blick auf gute und schlechte Überschriften geschärft hat.


Infos zum Buch:

Detlef Esslinger
Wolf Schneider

Die Überschrift
Sachzwänge – Fallstricke – Versuchungen – Rezepte

Journalistische Praxis

Springer Verlag
(nur noch als E-Book lieferbar)


Schreiben als Handwerk: dazu passende Buchtipps gibt es einige auf meinem Buch-Blog. Zum Beispiel diese Rezension:

Mind Detox – ungesunde Überzeugungen auflösen

Mind Detox: Detox für den Geist. Sachbuch

Nicht neu, aber frisch – das war mein Eindruck von der Mind Detox Methode, die Sandy C. Newbigging in „Detox für den Geist“ vorstellt.

Schreibe das Drehbuch Deines Lebens neu: Finde zuerst den Auslöser, die Geschichte in Deiner Vergangenheit, die zu den heutigen ungesunden Überzeugungen geführt hat – und deute sie mit dem, was Du heute weißt, neu.

So weit, so bekannt – aber Sandy C. Newbigging hat eine im positiven Sinne unbekümmerte und dabei gleichzeitig schon fast hartnäckig gründliche Art, dem Leser die Mind Detox Methode nahe zu bringen. Da kann man als Leser gar nicht anders – da macht man mit.

Genau das ist es, was mich an dem Buch fasziniert hat: die Art und Weise, wie Sandy C. Newbigging den Leser überzeugt, eine offene Haltung einzunehmen und einfach mal auszuprobieren, was passieren würde wenn … und schon ist man mitten im Verwandlungsprozess.

Ist der erste Schritt gemacht folgt der Teil des Prozesses, der richtig Arbeit macht. Und weh tun kann. Das verschweigt der Autor nicht, sondern begegnet möglichen Problemen mit gründlicher Methodik.

Sollte man gar nicht weiter wissen gibt es auch immer noch die Möglichkeit, die Seminare des Autors zu buchen. Klar – Bücher ohne Seminar-Anbindung sind leider selten geworden. Der Autor will ja auch leben. Aber: seine Methode ist klassische Hilfe zur Selbsthilfe und funktioniert auch ohne Kurs.

Ein neues Lieblings-Sprichwort hat mir das Buch übrigens auch noch beschert:

Wer versucht, einen Fluss auf mehr als einem Boot zu überqueren, wird ganz bestimmt nass.

Chinesisches Sprichwort.

Alles in allem eine erfrischende Lektüre. Trotz des Begriffs Detox, den ich genauso wenig mag wie Superfood.


Weitere Angaben zum Buch:

Sandy C. Newbigging

Detox für den Geist
Die 5 Schritte Methode

KOHA Verlag


Weiter ging es für mich mit diesem Buch von Sandy C. Newbigging: Ruhe im Kopf. Schluss mit dem Dauerdenken

100 psychologische Denkfallen, häppchenweise serviert

100 psychologische Denkfallen - Sachbuch

„100 psychologische Denkfallen“ – für den kleinen Lektüre-Hunger zwischendurch.

Diese Umschreibung stammt natürlich nicht vom äußerst seriösen Beltz-Verlag. Rumgealbert wird dort nur bei den Kinderbüchern.

Passen würde diese Umschreibung zu diesem höchst amüsanten und trotzdem seriösen Büchlein auf jeden Fall.

Gerade mal zwei Seiten brauchen die Autoren, um ein psychologisches Experiment und die daraus gewonnen Erkenntnisse vorzustellen.

Das ist, da die Experimente zum Teil recht komplex aufgebaut sind, durchaus eine texterische Herausforderung. Respekt – das liest sich durch die Bank weg sehr kurzweilig! Dabei hatte ich immer den Eindruck, alle wichtigen Informationen erhalten zu haben.

Da wäre zum Beispiel das Experiment mit dem Hinweisschild, das sich wohl in jedem deutschen Hotel befindet und das dafür sorgen soll, dass die Handtücher nicht täglich gewechselt werden müssen. Bereits kleine Änderungen an der Wortwahl sorgen hier für eine deutlich höhere Erfolgsquote.

Die Formulierung „Machen Sie es wie die anderen Gäste und helfen Sie, die Umwelt zu schützen“ war schon deutlich erfolgreicher als  der Standardsatz „Helfen Sie, die Umwelt zu schützen“.

Aber es geht noch besser. Der Satz, der die meisten Hotelgäste überzeugte, lautet: „75% der Gäste in diesem Raum nahmen am Umweltschutzprogramm teil und verwendeten ihr Handtuch mehr als einmal. Helfen Sie, die Umwelt zu schützen!“ Klare Ansprache, Erfolgsquote genannt, Einbindung in eine Bezugsgruppe und Handlungsaufforderung am Schluss – das machte in diesem Fall einen gewaltigen Unterschied. Solche Erkenntnisse bereiten nicht nur Spaß beim Lesen, sie sind auch ganz konkret im eigenen Leben anwendbar.

„100 psychologische Denkfallen – Warum wir hinterher meinen, es vorher besser gewusst zu haben“ ist eine Kooperation mit forschung-erleben.ch, einer Webseite des Psychologischen Instituts der Universität Zürich. Dort könnt Ihr noch mehr Denkfallen mit AHA-Effekt entdecken!


Weitere Angaben zum Buch:

100 psychologische Denkfallen
Herausgegeben von Jana Nikitin und Marie Hennecke

Beltz Verlag
ISBN: 9783407857569


Ihr lest gerne Bücher über Psychologie? Dann stöbert doch mal hier auf meinem Buch-Blog in meinen Rezensionen. Diesen Ratgeber kann ich zum Beispiel empfehlen:

Superfood – oder tut es auch ein Apfel?

Große Buch der Superfoods

Lieblingsessen war gestern, heute gibt es Superfood. Ich gestehe, dass ich den Begriff Superfood nicht mag.

Aber ich bin neugierig auf gute Lebensmittel und genau unter diesem Gesichtspunkt habe ich „Das große Buch der Superfoods“ gelesen. Warenkunde.

Vorgestellt werden Lebensmittel mit besonders wohltuender Wirkung auf Gesundheit und Lebensqualität.

Dabei wird ausführlich auf Antioxidantien, Phenole, Vitamine, Carnitin, Nährstoffdichte, Ballaststoffe und was weiß ich noch alles eingegangen – die Ernährungswissenschaft kommt wahrlich nicht zu kurz.

Rezepte gibt es auch, doch noch wichtiger finde ich die Praxistipps. Wie lange ist dieses Lebensmittel haltbar, wie kann ich es aufbewahren? Wie kann ich es am einfachsten in meinen Speiseplan einbinden und was ist die optimale, gesundheitsfördernde Menge?

Unter den vorgestellten Lebensmitteln findet sich alles, was derzeit diskutiert und geliebt wird – Chia, Noni, AFA-Alge und Maca – sowie einiges, was wir sicherlich ab morgen in den Reformhäusern finden – Camu-Camu und Maquibeere zum Beispiel.

Das finde ich alles sehr interessant, denn kulinarische Fortbildung schadet nie. Wirklich spannend und für meinen persönlichen Speiseplan bereichernd finde ich jedoch die Einträge zu Grünkohl, Sauerkirschen und Leinsamen. Auch das ist Superfood – wenn wir es noch in einer nicht überzüchteten Form bekommen.

So hadere ich ein wenig mit dem Untertitel des Buches „… von Avocado bis Weizengras“ – das Coverfoto versöhnt mich jedoch. Spinat, Heidelbeeren, Knoblauch und Pilze dominieren das Bild und drängen die Exoten ein wenig an den Rand.

Das finde ich gut – denn am Phänomen „Superfood“ stören mich gleich zwei Dinge.

Superfood – warum mich der Begriff stört

Lebensmittel machen uns satt und schmecken gut. Das ist an sich schon SUPER. Warum muss man das noch steigern und dem ganzen die Bezeichnung Superfood geben?

Für mich beinhaltet dieser Begriff nicht nur eine Menge Optimierungswahn, sondern auch eine geradezu unverschämte Erwartungshaltung an Lebensmittel: mach mich satt, sei lecker und heile mich zusätzlich von allen Übeln der Welt. Vor allen Dingen von denen, die ich selbst verursacht habe.

Und ist es wirklich nötig, Camu-Camu-Beeren aus Südamerika nach Deutschland zu fliegen oder tut es nicht auch ein Apfel oder der Grünkohl vom Bauern um die Ecke?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden und „Das große Buch der Superfoods“ lässt einem die Wahl. Die einheimischen Lebensmittel werden mit der gleichen Sorgfalt behandelt wie die Exoten. Genau das macht dieses Buch für mich super!

Und darauf jetzt erst mal einen grünen Tee 😉


Infos zum Buch:

Lauri Boone

Das große Buch der Superfoods

Pflanzliche Supernahrung von Avocado bis Weizengras. Für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und das persönliche Wohlfühlgewicht
Hans Nietsch Verlag


Auch die regionale Küche kennt Superfoods. Hier ein Ratgeber mit diesem Schwerpunkt:

Bild sucht Bild – einfach sehen lernen

Bild sucht Bild

Wann begann das eigentlich bei mir?

Textmensch war ich schon immer – so sehr, dass ich nicht gerne ins Kino gehe. Mag ich nicht, diese Übermacht der Bilder.

Da bleibe ich lieber bei meinen Buchstaben.

Doch eines Tages gingen meine Buchstaben online. Und sie wünschten sich sichtlich Gesellschaft von Bildern.

Entdecken Sie die wertvollste Bildersammlung der Welt: die in ihrem Kopf

 

Als Buch-Blogger kann man sich lange um diese neue Anforderung herum mogeln. Buch-Cover sind schließlich hübsch, sehenswert und versorgen den Blog mit Bildern. Dann gibt es noch Buch-Trailer und notfalls – sofern der Verlag auf diese Anfrage von Bloggern vorbereitet ist (meistens nicht) – Innenseiten. Alles fein, alles bunt.

Dumm nur, wenn man sich auf anderen Blogs umschaut und dort ganz neue, stimmige Kombinationen von Text und Bild entdeckt. Da kommt sogar ein Text-Mensch wie ich ins Grübeln. Hm.

Dann entdeckte ich Instagram und probierte munter rum. Hm. Und grübelte weiter. Bis zu dem Tag…

… an dem ich in einem Text fest hing. Hier ich – da drüben die passenden Wörter. Dazwischen eine Wand aus Glasbausteinen. Kommt vor.

Was bisher noch nicht vorgekommen war: ich nahm mir mein Smartphone, lief eine Runde um den Block, knipste ein paar Bilder, bearbeitete sie mit Instagram, lud sie hoch – und mein Kopf war frei. Ich konnte weiter texten.

Da dachte ich mir: kann ich das bitte öfter haben?

Ich kann. Peter Jenny liefert in „Bild sucht Bild“ die Anleitung dafür – auf seine ganz eigene Art. Eine Schule des Sehens. Details aus dem Alltag, verknüpft mit inneren Bildern. Das eine kleine Bild, das wir im Außen entdecken, befreit eine Flut von Bildern, die in uns ist. Die dann – in meinem Fall – gerne einen Schwall von Wörtern auslöst. Da wird durch die Bilder jedoch nichts neu erschaffen, da wird nur befreit, was schon da ist.

Ein eigenwilliges kleines Büchlein; eines, auf das man sich einlassen muss. Kein Buch, das man einmal liest und anschaut – es enthält mehr Bilder als Text – sondern eines, das einen begleitet. Sehen lernen ist lebenslanges Lernen.

Ganz mutig oder übermütig habe ich diese kleine, sehr persönliche Rezension zu „Bild sucht Bild“ in der Blog-Rubrik „Kunst“ eingeordnet. Das geschah ganz sicherlich nicht, weil ich mit meinem Instagram-Account, meiner Spielwiese, Kunst-Ambitionen hätte. Vielmehr hat sich dieses kleine Büchlein mit seiner ihm ganz eigenen Hinterhältigkeit bei meinem letzten Museumsbesuch mit eingeschlichen. Ehrlich! Ich kann es nicht ganz greifen, aber da war etwas anders. Mein Blick hatte sich geändert – oder haben die Bilder anders zurückgeschaut?

Auch jetzt wieder neckt es mich und grinst mich an. Diesem kleinen Buchjuwel ist sehr klar, das es mich als Textmenschen beim Schreiben einer Rezension an meine Grenzen bringt. Na warte – ich werde Dich durchblättern und anschauen, bis Du ganz zerfleddert bist!


Weitere Angaben zum Buch:

Peter Jenny
Bild sucht Bild
Weitere Ideen aus dem Atelier der Gegensätze

Hermann Schmidt Verlag
(klar – hätte auch nirgendswo anders erscheinen können)

ISBN 978-3-87439-845-9


Auf diesen Treffer musste ein weiteres Buch von Peter Jenny folgen: Notizen zur Fotogestaltung. Findet Sie der Zufall?

Die Organuhr – kompakter Einstieg in die TCM

TCM Organuhr Sachbuch

Wochenlang nachts schweißgebadet immer zur gleichen Uhrzeit aufwachen – kennt ihr das?

Die Traditionelle Chinesische Medizin hat dafür eine Erklärung parat. Das finde ich spannend und schon bin ich mittendrin in der Welt von Yin und Yang, im Universum der Fünf-Elemente-Lehre und in der Lektüre.

Organuhr heißt das Konzept, dass jeder Uhrzeit einen Höchst- und Tiefpunkt eines … nein, eben nicht eines Organs zuordnet. Das, was in der TCM als Organ bezeichnet wird und das, was wir unter Organ verstehen, hat nur bedingt etwas miteinander zu tun.

Vielleicht könnte man Organ als Wirkungskreis bezeichnen – und jetzt steige ich ganz bewusst aus meinen Erklärungsbemühungen aus. Ich habe schon viele Versuche unternommen, das Konzept der Meridiane und die Lehre der Fünf Elemente zu verstehen. Es hat schon seine Gründe, warum dieses Studium in China so lange dauert. So weit wie unter der Führung von Li Wu, Prof. TCM (Univ. Yunnan), bin ich bei meinen Exkursionen noch nie gekommen.

Seine Erklärungen sind sehr strukturiert und sehr kompakt – eines der wenigen Bücher, bei denen man kaum ein Wort streichen könnte. Li Wu genügen 188 Seiten, um erst grundlegendes Wissen über die Traditionelle Chinesische Medizin zu vermitteln und um darauf aufbauend das Konzept der Partnermeridiane und der Organuhr zu erklären – ganz konzentriert und ganz klar!

Bei einer solchen Informationsdichte kann ich gut damit leben, dass die Übungen aus dem Qi Gong und dem Tai Chi nur sehr knapp erklärt werden. Mir ist dabei nicht immer klar, welche Hand jetzt wohin bewegt werden soll. Auch die Zutaten der Heiltees würden meinen Vorort-Apotheker überfordern. Doch das kann ich dem Buch kaum vorwerfen 😉

Seit ich das Buch gelesen habe, wache ich übrigens nicht mehr nachts gegen 3 Uhr auf. Immer wieder beeindruckend, was Bücher alles bewirken können …


Angaben zum Buch:

Li Wu

Die Organuhr
Leben im Rhythmus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Mankau Verlag


Wer wissen möchte, welche TCM-Kräuter im eigenen Garten wachsen könnten, dem kann ich dieses Gartenbuch empfehlen:

Yogatherapie und ganzheitliche Medizin – Remo Rittiner

Yogatherapie und ganzheitliche Medizin von Remo Rittiner

Ergänzungsband – das war mein erster Gedanke nach der Lektüre von „Yogatherapie und ganzheitliche Medizin“ von Remo Rittiner und Ingfried Hobert. Um genau zu sein: hochwillkommener Ergänzungsband, denn diesmal werden Aspekte der Yogatherapie, die im ersten Buch „Das große Yoga-Therapiebuch“ noch etwas zu kurz kamen, aufgegriffen und ausführlicher behandelt.

Auch diesmal wirken die Yogaübungen auf den ersten Blick erstaunlich einfach. Das, was in diesem Buch gezeigt wird, kann jeder nachmachen, auch dann, wenn er noch keine Erfahrung mit Yoga hat.

Die Einfachheit der Übungen bewahrt einen trotzdem nicht vor Muskelkater. Diese Erfahrung macht wohl jeder, der Yoga übt – egal ob es sich dabei um Yogatherapie, Heilyoga, Yoga für den Rücken oder sportliches Yoga handelt. Und das besondere an Yoga-Muskelkater ist, dass er meist Muskeln betrifft, von denen man vorher gar nicht wusste, dass sie existieren …

Doch ich schweife ab – zurück zum Buch „Yogatherapie und ganzheitliche Medizin“. Diesmal empfiehlt Remo Rittiner zB. Übungen bei Hüft- und Kniearthrose, Bandscheibenvorfall, Verdauungsbeschwerden, Wechseljahrbeschwerden und Schlafstörungen. Wie gehabt gibt es zu jedem Krankheitssymptom eine kurze Einführung zu den Ursachen aus psychosomatischer Sicht und den Lebensthemen, die sich in diesem Symptom offenbaren können. Alles wie gewohnt sachlich, schlicht und sehr exakt erklärt – ich mag dieses Gefühl von Leichtigkeit, das alle Bücher von Remo Rittiner für mich ausstrahlen. Jetzt, machen. Einatmen, ausatmen. Annehmen, weitergehen. So einfach. So wohltuend.

Den Übungen vorangestellt sind 30 Seiten Einführung zur Yogatherapie, zur Psychosomatik und zur ganzheitlichen Medizin. So komplexe Themen auf so wenig Seiten – das klingt sehr ehrgeizig. Und doch hatte ich nach der Lektüre das gute Gefühl alle notwendigen Basis-Informationen erhalten zu haben. Insbesondere die „Sechs Schritte zur Heilung“ werden mich noch lange begleiten:

  1. Die Bereitschaft, innezuhalten
  2. Die Bereitschaft, bei sich hinzuschauen und wahrzunehmen
  3. Die Bereitschaft, anzunehmen und zu akzeptieren
  4. Die Bereitschaft, heil zu werden und sich weiterzuentwickeln
  5. Die Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen, die das Leben verändern
  6. Die Bereitschaft, Einsichten in praktische Handlungen umzusetzen

Womit auch klar wäre – mit „Turnübungen“ alleine ist es nicht getan. Gerade dieser Aspekt wird in „Yogatherapie und ganzheitliche Medizin“ sehr gut herausgearbeitet. Damit ist das Buch für mich eine sehr gelungene Ergänzung zum Grundlagenwerk „Das große Yoga-Therapiebuch“.


Infos zum Yogabuch:

Remo Rittiner – Ingfried Hobert
Yogatherapie und ganzheitliche Medizin
Vorbeugung und Heilung von Krankheiten

Via Nova Verlag
Neuauflage mit neuem Cover


Hier findet ihr meine Rezension zu „Das große Yoga-Therapiebuch“ von Remo Rittiner und hier die Empfehlung zu „Vertraue dem Meister in Dir“.